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DVD-Reviews T-Z

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James Taylor - Pull Over (Sony)
Thin Lizzy – At Rockpalast (ARD/MAWA/In-Akustik)
Ton Steine Scherben – Land in Sicht (eye tune)
Die Toten Hosen – En Mision del Senor – Live in Buenos Aires (VCL/ DVD)
T.REX - Born To Boogie 2DVD (Sanctuary)
U2 – The Best of 1990 - 2000 (Mercury)
Uriah Heep – Classic Heep Live From The Byron Era (Classic Rock)
Stevie Ray Vaughan – Live at the El Mocambo (Sony)
Rick Wakeman – Journey To The Center Of The Earth (Classicpictures)
Roger Waters – In The Flesh – Limited Edition (Sonybmg)
Roger Waters – Live in Berlin – Special Edition (Universal)
Ween – Live in Chicago (Sanctuary; bmg)
Paul Weller – Live – Two Classic Performances (Sony)
The Who & Special Guests – Live at the Royal Albert Hall (Icestorm/DVD)
The Who - Tommy (Universal/ DVD auch als VHS)
Brian Wilson – Pet Sounds Live in London (Sanctuary)
Johnny Winter – Pieces & Bits (Music Video Distributors/InAkustik)
Wishbone Ash – 25th Anniversary Of The Marquee (Classic Pictures/ BMG)
Yardbirds - Yardbirds (Warner Vision)
YES - House of Yes/Live from the House of Blues (Icestorm/DVD)
Yes – Symphonic Live (Eagle Vision; Doppel-DVD)
Yes – Songs From Tsongas (Warner; Doppel-DVD)
Neil Young & Crazy Horse – Rust Never Sleeps (Sanctuary)
Frank Zappa – Baby Snakes (Eagle Vision)

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James Taylor – Pull Over (Sony)

Seine 54 Lenze sieht man der Singer/Songwriter-Ikone mit dem inzwischen spärlichen Haarkranz durchaus an. Doch hat James Taylors Stimme nichts von dem verloren, was ihr in den vergangenen gut dreißig Jahren zahllose Preise eingebracht hat, darunter mehrere Grammies – den letzten im Februar 2001. Aus jenem Jahr stammt auch der vorliegende Live-Mitschnitt der „Pull-Over-Tour“, die zweite Live-DVD nach „Beacon Theater“. Die 25 Stücke bieten eine Mischung aus Klassikern wie „Sweet Baby James“, „Mexico“ und „Carolina in my Mind“ sowie aus neuen Kompositionen des damals aktuellen Albums „October Road“.

Auf der Bühne performen Taylor – natürlich mit akustischer Gitarre – seine Band sowie ein vierköpfiger Chor und einige Bläser. Schwenks ins Publikum zeigen neben zahlreichen Altersgenossen des Künstlers die Kinder und vielleicht auch schon Enkel der ersten Fangeneration – alle sichtlich zufrieden mit dem, was ihnen auf der Bühne geboten wird – nämlich entspannter Country-Rock, dabei mehr entspannt als Rock.

Zu den Aufnahmesessions von „October Road“ gibt es ein zehnminütiges Making-of, das auf der DVD enthalten ist. Darin berichtet Taylor nicht nur über das neue Album, sondern äußert sich auch zu den Vor- und Nachteilen digitaler und analoger Aufnahemtechnik bzw. dem Hörgenuss in Surroundqualität. Den kann man übrigens auch mit dieser DVD haben. Neben dem Stereoton ist eine Dolby Digital 5.1-Mischung enthalten, die zu gefallen weiß. An der Bildqualität gibt es ebenfalls nichts zu mäkeln. Bei den Extras ist eine komplette Diskografie und eine Biografie zu finden, ein Booklet gibt es leider nicht. Ebenso fehlen Untertitel, die bei Dokumentationen manchmal hilfreich sind. Freunde des sympathischen Musikers werden dennoch Gefallen an der DVD finden.

Tracklist: 1. Programm Start 2. Everyday 3. That's Why I'm Here 4. Only Love 5. Frozen Man Introduction 6. Frozen Man 7. On The 4th Of July 8. Whenever You're Ready 9. Raised Up Family 10. Luis Conte Percussion Solo 11. Mexico 12. Steamroller Blues 13. Carolina In My Mind 14. Millworker 15. Sun On The Moon 16. Junkie's Lament 17. Copperline 18. Shed A little Light 19. Fire & Rain 20. You've Got A Friend 21. Your Smiling Face 22. How Sweet It Is (To Be Loved By You) 23. Traffic Jam 24. Knock On Wood 25. You Can Close Your Eyes 26. Sweet Baby James 27. Credits

Extras: The Making Of October Road, Biography, Discography

Ton: stereo, DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 119 Min
VÖ-Datum: 20.11.2002
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Extras: individuelle Playlist

DVD-Format: 9
Region: 2
Ton: Stereo; Dolby Digital 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 112 Min.
VÖ-Datum: 19.3.2004

Thin Lizzy – At Rockpalast (ARD/MAWA/In-Akustik)

Verfolgt man einschlägige Message-Boards im Internet, so ist der Auftritt von Thin Lizzy am 29. August 1981 auf der Loreley eines der am meisten gefragten Rockpalast-Konzerte überhaupt. Der Mitschnitt war zudem über zwanzig Jahre lang nicht im TV zu sehen. Jetzt gibt es ihn. Und nicht nur das. Es gibt ihn komplett – 112 Minuten lang, wahlweise in Dolby Digital 5.1 oder in stereo.

Zwei Jahre vor ihrer Auflösung und viereinhalb Jahre vor dem Tod von Phil Lynott gaben Thin Lizzy, die für ihre Live-Qualitäten bekannt waren, noch einmal ein großartiges Konzert vor abendlicher Kulisse an sagenumwobener Stätte. Auf der damaligen “Cinatown”-Tournee standen dem dunkelhäutigen Iren das Gitarren-Duo Scott Gorham, Snowy White sowie Drummer-Urgestein Brian Downey zur Seite. Und so darf man sich an einem Feuerwerk an präzise dargebotenen Leadgitarren-Duetten erfreuen und an 19 meist erstklassigen Lynott-Kompositionen.

Im Vorfeld der DVD-Veröffentlichung war zu hören, dass bei der Recherche zunächst verloren geglaubtes Konzertmaterial aufgetaucht sei, was ein zusätzlicher Grund zur Freude ist. Die gute Festival-Stimmung kommt auch via Bildschirm und Hifi-Anlage gut rüber, wenn auch der Sound trotz neuem Mix, was Dynamik und Transparenz angeht, nicht den Gipfel des high-fidelen erreicht. Das Bild ist so gut es eben sein kann, das heißt die auch von anderen älteren Rockpalast-Konzerten bekannten zeitweiligen Querstreifen sind auch bei diesem Konzert zu erkennen. Doch stört dies nicht wirklich.

Standard der Rockpalast-DVD-Serie ist die individuelle Programmierfunktion, so natürlich auch auf dieser Scheibe. Generell können mit dieser Funktion bis zu 24 Titel in beliebiger Reihenfolge programmiert werden. Bei19 Songs ist dies also für das komplette Konzert möglich. Noch praktischer wäre es gewesen, wenn man die einmal programmierten Titel in der gewählten Folge auch angezeigt bekommen hätte. Bis auf die direkte Titelanwahl und ein achtseitiges Booklet bietet die DVD keine weiteren Extras. Doch sind wir bescheiden und heben den Daumen.

Titelverzeichnis: Are You Ready, Genocide, Waiting For An Alibi, Jailbreak, Trouble Boys, Don’t Believe A Word, Memory Pain, Got To Give It Up, Chinatown, Hollywood, Cowboy Song, The Boys Are Back In Town, Suicide, Black Rose, Sugar Blues, Baby Drives Me Crazy, Rosalie, Desaster, Emerald

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Ton Steine Scherben – Land in Sicht (eye tune)

Im Frühjahr 1983 tourten die Scherben gemeinsam mit der „Schröder Road Show“ und dem Clown Eisi Gulp durch Deutschland. Christian Wagner – Regisseur des Rockpalast – begleitete die Tour und drehte einen mehrstündigen Dokumentarfilm darüber. Das Ganze lief vor einiger Zeit noch einmal im WDR-Fernsehen. Auf der gelungenen DVD „Land in Sicht“ ist das komplette Offenbacher Konzert jener Tournee zu sehen, das auszugsweise in besagter TV-Doku enthalten ist.

Geboten werden Stücke aus der damals aktuellen LP „Scherben“ und eine bunte Mischung aus Scherben-Klassikern von „Wir müssen hier raus“ bis zum obligatorischen "Rauch-Haus-Song“. Klanglich und bildtechnisch ist hier sicher alles herausgeholt worden, was das 20 Jahre alte Material hergab. So liegt der Ton in drei Varianten vor: stereo, dolby digital 5.1 und sogar in dts. Dabei fallen vor allem die wuchtigen Bässe und die trockenen Drums auf. Das Bild zeigt altersbedingt sporadische Blitzer ist aber insgesamt durchaus akzeptabel und weist keine typischen Digitalisierungs-Schwächen auf.

Die Bonustracks vom Hamburger Open-Air-Konzert haben eher dokumentarischen Wert. Interessant sind die chaotischen Begleitumstände, bedingt durch besoffene Punks, die die Bühne belagerten und dämliche Sprüche ins Mikro brüllten. Ein Konzert kam so beinahe nicht zustande. Interessant auch Rios Hilflosigkeit in dieser Situation. Hintergründiges liefert ein knapp halbstündiges Interview mit Rio Reiser im Tourbus und backstage in der Bochumer Zeche. Ergänzt wird dieses Gespräch durch eine kurze Passage aus Rios Arbeitszimmer in seiner zeitweiligen Wahlheimat Fresenhagen. Die obligatorische Disko- und Biographie komplettieren diese wirklich gelungene Scheibe. Einer limitierten Auflage von 3.000 Exemplaren liegt eine CD bei, welche einen Teil des Livekonzerts enthält.

Tracklisting (Offenbach, 30.5.1983): Der Traum ist aus, Wo sind wir jetzt, Hau ab, Verboten, Halt dich an deiner Liebe fest, S.N.A.F.T., Ardistan, Sumpf Schlock, Heimweh, Bist du´s, Mein Name ist Mensch, Alles verändert sich, Lass und n´ Wunder sein, Mole Hill Rockers, Allein machen sie dich ein, Keine Macht für Niemand, Der Turm stürzt ein, Land in Sicht, Wir müssen hier raus, Kommen Sie schnell, Wenn die Nacht am tiefsten, Rauch-Haus-Song, Wiedersehen

Extras: Biographie, Diskographie, Interview, Fresenhagen, Besetzung mit Fotogalerie, Bonustracks (Wenn die Nacht am tiefsten..., Rauchhaussong [beide Hamburg 1983], Wo sind wir jetzt [Essen 1983], in limitierter Auflage mit CD (3.000 Stk.).

Format: DVD 9
RG 0 Ton: pcm stereo, DD 5.1., DTS 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 149 Min.
VÖ-Datum: 27.1.2003
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Die Toten Hosen – En Mision del Senor – Live in Buenos Aires (VCL/ DVD)

24. März 2000: Nach einigen sehr erfolgreichen Konzerten in Argentinien – u.a. mit Iggy Pop – betraten die Toten Hosen wieder einmal eine Bühne in Buenos Aires. Dass die Düsseldorfer dort beliebt sind, beweist folgende Situation. Die Fans drängten im ausverkauften „Museum“ derart nach vorn, dass nach 30 Sekunden des Sets die Bühne zusammenbrach. Das Konzert wurde abgebrochen und für den nächsten Abend neu angesetzt. Kein Problem für die Einheimischen, die tags darauf wieder alle versammelt waren. Ein Problem aber schon für die mitgereisten deutschen Fans, die ihre Idole einmal im Land der Gauchos erleben wollten und wegen des gebuchten Rückflugs nun nicht in den Genuss kamen. Diesen Fans widmen die Hosen ihre DVD.

Und auf den beiden Scheiben wird dann auch einiges geboten. Der erste Silberling enthält den kompletten Auftritt vom 25. März 2000, insgesamt 28 Stücke. Die zweite DVD – eine DVD+ - wartet mit 5 Audiotracks aus dem Konzert auf, die auch auf dem CD-Player abgespielt werden können. Auf der Rückseite befindet sich „All die ganzen Jahre“ als Multiangletrack. Insgesamt vier verschiedene Kameraperspektiven sind auswählbar.

Das Konzert selbst zeigt die Hosen in gewohnt powervoller Manier. Auch in der argentinischen Hauptstadt ließ es sich Campino nicht nehmen, an Balkonen entlang zu klettern und ein nicht ganz ungefährliches Bad in der tobenden Menge zu nehmen, der er sich schließlich nur beinahe gewaltsam entziehen konnte. Amüsant ist der Auftritt eines argentinischen Fans, der auf der Bühne „eisgakuhlta Bommalunda“ singen darf. Ob man die Musik der Hosen mag oder nicht. Ihre Live-Auftritte sind immer ein Ereignis, ob in Düsseldorf, Dortmund oder in Buenos Aires. Und das fängt die DVD gelungen ein.

Playlist Konzert:
Opel Gang, Liebesspieler, Schön sein, Lesbische Schwarze Behinderte, Pushed again, Revenge, Sonntag im Zoo, Raise your Voice, Hier kommt Alex, Wünsch dir was, Should I stay or should I go, Niemals einer Meinung, Paradies, Call of the Wild, Bonnie & Clyde, Viva la Revolution, Bayern, Zehn kleine Jägermeister, Hang on Sloopy, Auld lang Syne, Blitzkrieg Bop, All die ganzen Jahre, Guantanamera, Eisgekühlter Bommerlunder, Die zehn Gebote, Bis zum bitteren Ende, Schönen Gruß auf Wiedersehen, Whole wide World

Bonusmaterial (Extra DVD):
Eine Seite mit 5 Audiotracks „Live in Buenos Aires 25.3.2000 (Opel Gang, Liebesspieler, Wünsch dir was, Call of the Wild, Hang on Sloopy)
Komplette Album-Discographie
Ein Multiangletrack: „All die ganzen Jahre“

Länge (Konzert): 111 Min.
Länge (Bonusmaterial): 31 Min.
DVD 1: DVD 9
DVD 2: DVD+
Regionalcode: 0 Pal
Ton: DTS 5.1, DD 5.1, PCM Stereo
Bild: 4:3 Vollbild
Veröffentlichungstermin der DVD: 9. August 2001

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Extras: Kommentare zum Film von Tim Van Rellim (Original Producer) and Mark Allen (DVD Director), Outtakes, Tyrannosaurus Rex im TV 1967 (Sarah Crazy Child), Video- und Audio-Restaurations-Demo, Jeepster als Multi-Audi-Track, Cadilac als Multi-Kamera-Track, Tonys Interview, Bills Story, Doku “Cosmic Rock”, Untertitel, Film-Trailer

RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Stereo, DTS
Bild: 16:9
Laufzeit: 325 Minuten
VÖ-Datum: 17. Mai 2005

T.REX - Born To Boogie - Special 2DVD Edition (Sanctuary)

Wenn Rockhistorisches auf DVD veröffentlicht wird, gibt es nicht selten eine herbe Enttäuschung. Das Material bleibt oft unbearbeitet und wird lieblos digitalisiert. Manchmal ist man aber überrascht, wie gut Bild und Ton die Jahre überstanden haben. Und ganz selten ist man regelrecht ergriffen, was Profis mit moderner Technik aus alten Konserven herausgeholt haben. Die Led-Zeppelin-Box war so ein Fall und auch die restaurierte Fassung von „The Kids Are Alright“ (The Who). „Born To Boogie“ reiht sich nun in diese kleine Schar von Musik-DVD-Meisterwerken nahtlos ein. Fünf Stunden T.REX in atemberaubend guter Surround-Klangqualität und mit einem sehr guten restaurierten Bild – als High-Definition-Video – lässt die T.Rextacy noch einmal lebendig werden.

„Born To Boogie“ war ein Kinofilmprojekt, das der begeisterte Hobbyfilmer Ringo Starr ein Jahr nach dem Split der Beatles ins Leben rief. Damals – Anfang 1972 – war Marc Bolan mit T.REX und drei Nummer-1-Hits auf dem Zenit seines Erfolgs angekommen. Die Hysterie der Fans war bestenfalls mit der Massenextase zu vergleichen, die John, Paul, George und Ringo einige Jahre zuvor erlebt haben. Aber auch musikalisch hatten Bolan und seine drei Musiker einiges zu bieten, was angesichts des Teeniehypes beinahe in Vergessenheit geraten ist. Und so war Ringos Vorhaben, einen Konzertfilm über T.Rex zu drehen, keine beliebige Wahl. Aufgezeichnet wurden im März 1972 zwei Konzerte. Einige Stücke daraus bildeten das Herzstück des Films, der zudem ein paar surrealistische Spielszenen enthält, in denen unter anderem Catweazle-Darsteller Geoffrey Bayldon auf einer inszenierten Party zu in John Lennons Garten zu sehen ist. Zu den Höhepunkten des Streifens gehört außerdem eine Jam-Session in Ringo Starrs Studio, bei der neben Ringo an den Drums auch der heutige „Sir“ Elton John spontan als Pianist mitwirkte.

Ende der 90er Jahre kam Bolans musikalischer Nachlassverwalter Brian Dunham in den Sinn, „Born To Boogie“ auf dem gerade frisch aus dem Ei geschlüpften Medium DVD zu veröffentlichen. Auf der Suche nach den alten Filmbändern machte er schließlich im Jahr 2003 eine sensationelle Entdeckung. In Ringos Garage fanden sich sechs Blechkisten mit Rohmaterial auf 272 Filmrollen, darunter die beiden kompletten Wembley-Konzerte vom 18. März 1972, die auf den DVDs in voller Länge zu sehen sind. Sie sind die eigentlichen Höhepunkte dieses DVD-Werks.

Der Zustand der Bänder war hingegen weniger sensationell. Die Filmrestaurierer benötigten viele hundert Stunden, um Bild und Ton in die Verfassung zu bringen, die den Betrachter jetzt – achtzehn Monate später – in Verzückung versetzt. Dieser Prozess wird auf der DVD anschaulich dokumentiert. Die Interviews führte Marcs Sohn Rolan, der quasi den roten Faden der DVD bildet. Er befragte die alten Weggefährten seines Vaters, darunter Musikjournalist Bob Harris, diverse Ton- und Film-Techniker, den einzigen überlebenden T.Rexler Bill Legend und Produzent Tony Visconti. Visconti war nicht nur für den Sound der alten T.REX-Platten verantwortlich, sondern auch für den Ton dieser DVD. Da seinerzeit mit 16 Spuren aufgezeichnet wurde, konnte Visconti beim Surround-Mix (DTS und Dolby Digital) aus dem Vollen schöpfen. Das Ergebnis ist frisch und wuchtig, vor allem im Vergleich zur unbehandelten Fassung. Man sich sogar davon überzeugen, denn zu den interessantesten Features in der Special-Rubrik auf DVD 2 gehören die Audio- und Video-Gegenüberstellungen von alt und neu, sprich ursprünglicher und restaurierter bzw. remasterter Bild- und Tonqualität – verblüffend.

Neben zahlreichen Film-Outtakes findet sich unter den Extras mit dem ersten kurzen TV-Auftritt von Tyrannosaurus Rex eine weitere Rarität, damals eingeleitet vom Papst der Musik-Journalisten John Peel. Alle Specials sowie Film und Konzerte sind in Kapitel unterteilt, die direkt angewählt werden können. Hilfreich sind auch die Untertitel, u. a. in deutsch. Um dem grandiosen Innenleben der Scheiben gerecht zu werden, musste die Verpackung auch etwas Besonderes sein, ist sie auch. Das Ganze kommt im aufwändigen Klappcover + Schuber daher. Drinnen steckt ein 32-seitiges informatives Booklet. Gleichzeitig mit der DVD-Veröffentlichung erscheint übrigens auch eine „Born-To-Boogie“-Doppel-CD. Schon jetzt gehört dieses Projekt zu den Musik-DVD-Highlights des Jahres 2005.

Inhalt: DVD 1: Born To Boogie – Der Film, wahlweise mit Kommentaren von Tim Van Rellim (Original Producer) und Mark Allen (DVD Director) – 65 Min.; Wembley-Konzert vom 18.3.1972, 20.30 Uhr, in voller Länge (61 Min.), Setlist: Cadillac, Jeepster, Baby Strange, Spaceball Ricochet, Girl, Cosmic Dancer, Telegram Sam, Hot Love, Get It On, Summertime Blues; Filmtrailer

Inhalt DVD 2: Wembley-Konzert vom 18.3.1972, 17.30 Uhr, in voller Länge (60 Min.), Setlist: Cadillac, Jeepster, Baby Strange, Spaceball Ricochet, Girl, Cosmic Dancer, Telegram Sam, Hot Love, Get It On, Summertime Blues; Doku “Cosmic Rock - When T.Rex Ruled The World” 47 Min., vorgestellt von Rolan Bolan, Interviews mit Tony Visconti, Bob Harris, Emperor Rosko und mehr; Re-Born To Boogie – Restaurations-Doku 15 Min. - Rückblick auf den Restaurationsprozess; Outtakes und gelöschte Szenen ('The Eater of Cars' - Airfield Outtakes & deleted Footage 'More Tea, Anyone?' - Tea Party Outtakes 'Apple Outtakes' - Extra Apple Studio Sessions), Video and Audio Demonstrationen

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U2 – The Best of 1990 - 2000 (Mercury)

Genau genommen müsste diese DVD „The best of 1990 – 2002“ heißen, denn auch die Jahre 2000 bis 2002 sind mit den neuesten Clips repräsentiert. Insgesamt ist beinahe die gesamte „Post-Rattle-and-Hum-Phase“ videomäßig abgedeckt. Die 90er Jahre sind aus U2-Sicht die Zeit von „Achtung Baby“, von „Zoo TV“, von Filmmusiken aber auch eine Zeit, in der Bono zu einer Art Popbotschafter auf höchstem internationalem Parkett avancierte. All dies findet seinen Widerhall in der filmischen Umsetzung der 16 Songs auf der DVD.

Zu vielen Stücken gibt es alternative Versionen in Ton und/oder Bild. So existieren z.B. von „One“ zwei ganz unterschiedliche Clips von verschiedenen Regisseuren + eine Dokumentation (Making of). Die Tracklist führt alle übersichtlich untereinander auf. Von „Even better than the real Thing“ ist zusätzlich zum Original eine Dance-Mix-Version vorhanden. Zu „Electrical Storm“ und „Miss Sarajevo“ gibt es weitere Dokumentationen – beide recht interessant. Letztere dokumentiert die Konzert-Reise der Band ins vom Krieg gezeichnete Bosnien des Jahres 1997.

Die einzelnen Songs sind optional jeweils mit den Kommentaren der Regisseure unterlegt – akustisch und untertitelt. Untertitel finden sich prinzipiell, d.h. auch bei den Dokus in vier Sprachen, u.a. in deutsch. Die 16 Stücke werden durch weitere 6 Bonustracks ergänzt. Wahlweise können alle 16 bzw. 22 Songs fortlaufend abgespielt werden oder man nutzt die Randomplay-Funktion und lässt sich überraschen. Schön gemacht auch das 16-seitige Booklet mit vielen Fotos und Informationen zu sämtlichen Tracks. Hier wurde mit dem Medium DVD experimentiert – mit gutem Ergebnis. Die Bildqualität ist einwandfrei. Einziger jedoch bitterer Wermutstropfen: Der fehlende Surround-Sound.

Tracklisting: 01 Real Thing (Godley Clip + Commentary, Smyth Dance Version Clip) 02 Mysterious Ways Sednaoui Video + Commentary) 03 Beautiful Day (Akerlund Clup + Commentary) 04 Electrical Storm (Video, Director's Version: No Shower Scene) + Commentary, Making Of Documentary 05 One (Anton Corbijn + Commentary, Phil Joanou + Commentary), div. Making Ofs 06 Miss Sarajevo (Linnane Clip + Commentary, "Missing Sarajevo": Mini-Documentary) 07 Stay (Faraway, So Close): Wenders Clip + Commentary) 08 Stuck In A Moment (Kahn Clip + Commentary, Godley Clip + Commentary) 09 Gone (Live From Popmart) 10 Until The End Of The World (Kevin Godley Special) 11 The Hands That Built America (Studio Video) 12 Discotheque (Sednaoui Clip + Commentary) 13 Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me (Godley/Linnane + Commentary) 14 Staring At The Sun (Scott Clip + Commentary, Steinberg) 15 Numb (Godley Clip + Commentary, EBN Version) 16 The Fly (Smith/Klein - Lounge Lizard Mix + Commentary)

Extras: Bonus-Tracks (Please, If God will send his Angels, Who´s gonna ride your wild Horses, Lemon, Last Night on Earth, Mofo, The Ground benath her Feet), 3 Mini-Dokus, Untertitel

Format: DVD 9
Ton: DD stereo, pcm stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 176 Min.
VÖ-Datum: 2.12.2002
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Extras: direkte Titelanwahl, 2 Bonus-Tracks

Region: 2
Ton: Dolby Digital Stereo; Dolby Digital 5.1; DTS
Bild: 4:3
Laufzeit: 76 Min.
VÖ-Datum: 23.6.2004

Uriah Heep – Classic Heep Live From The Byron Era (Classic Rock)

Das Grundgerüst des „Classic-Rock“-Labels aus England bilden Ton- und Bildaufzeichnungen von Uriah Heep. Und so hat diese Plattenfirma in den letzten Jahren bereits zahlreiche Musik-DVDs der Hardrocker herausgebracht. Zumeist handelt es sich dabei um Konzerte jüngeren Datums. Mit dieser DVD erwartet den Heep-Fan diesmal jedoch Material mit dem Stempel „historisch“. „Classic Heep from the Byron Era“ vereinigt Konzertmitschnitte von 1973, 1974 und 1975 mit dem 1985 verstorbenen Frontmann auf einer Scheibe. Die ersten drei Stücke entstammen einem 73er-Konzert in der Budokan-Halle in Tokyo, die folgenden vier sind 1974 aufgezeichnet worden.

Das Herzstück ist aber klar die Aufzeichnung von „Don Kirshners Rock Concert“ aus dem Jahr 1975. Es handelt sich dabei um eine Konzertreihe des US-Fernsehens, die hierzulande kaum zu erlangen ist und die meines Wissens noch nicht offiziell zu kaufen war. So verwundern die begeisterten Schilderungen von Bob Carruthers nicht, die auf dem Cover nachzulesen sind. Der Produzent schildert dort die Spannung, die ihn befiel, als er wusste, dass das Material, das er von grottenschlechten Videoüberspielungen her kannte, nun als Mastertape auf seinen Schreibtisch landen würde. Und das Ergebnis kann sich tatsächlich sehen lassen. Zwar ist der Klang nicht wirklich hifidel, aber im Gegensatz zu den beiden anderen Quellen der DVD handelt es sich dabei um den Originalton.

Die Tonspur des Budokankonzerts – der Rezensent hat sie einmal zur Kenntnis nehmen dürfen – ist in der Tat ein Fiasko. Deshalb unterliegt dem durchaus akzeptablen Bildmaterial eine andere besser klingende Liveaufnahme – offenbar ursprünglich in stereo aufgezeichnet. Nach demselben Prinzip wurde mit dem 74er-Material verfahren. Der Fan mag sich über diese Gepflogenheit selbst ein Urteil erlauben. Im Anschluss an die fünf „Don Kirshner“-Stücke bildet eine Film-Montage zu „July Morning“ den Abschluss des offiziellen Programms. Darauf folgt eine kurze Bonussequenz mit den beiden Stücken „Easy Livin´“ und „Stealin“ aus dem 1974er Shepperton-Konzert. Warum die beiden Titel im Bonus-Material stecken und nicht im Hauptfilm, ist allerdings nicht recht ersichtlich. Selbst wenn wir die beiden ersten Parts wegen des angesprochenen Bild-Ton-Mixes abziehen, bleibt mit „Don-Kirshners-Rock-Concert“ ein absolut interessantes Dokument, für das es sich lohnt, diese DVD zu besitzen.

Tracklist: Sunrise '73, Tears in My Eyes '73, Traveller in Time '73, Love Machine '74, So Tired '74, The Easy Road '74, Rock'n'roll Medley '74, Return To Fantasy '75, Easy Livin' '75, Stealin' '75, Prima Donna '75, Shady Lady '75, July Morning Montage '73-'76, Bonus tracks: Easy Livin'74, Stealin' '74

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Stevie Ray Vaughan – Live at the El Mocambo (Sony)

„Live at the El Mocambo“ wurde bereits 1991 – ein Jahr nach des Meisters Tod – als VHS-Video veröffentlicht. Der erste DVD-Release erfolgte Ende 1999. Jetzt ist das `83er-Konzert noch einmal „für den kleinen Geldbeutel“ erschienen. In dem gut einstündigen Set präsentiert Vaughan alle Highlights, die seine bis dahin noch junge Karriere zu bieten hatte. Eine kurze Karriere, die bekanntlich mit dem frühen Tod des Gitarren-Genies bei einem Hubschrauberabsturz im Sommer 1990 jäh endete.

Auf der Setlist standen selbstredend die beiden Hendrix-Hommagen „Voodoo Chile (Slight Return)“ und „Third Stone from the Sun“ sowie eigene Klassiker wie „Texas Flood“ und „Pride and Joy“. Das schöne an dem Gig ist nicht nur Vaughans hohe Gitarrenkunst, sondern auch die intime Atmosphäre in dem beschaulichen „El Mocambo“-Club in Toronto. Interessantestes Bonusfeature ist sicher das Interview mit Tommy Shannon und Chris Layton von „Double Trouble“ vom Oktober 1999.

Für eine Aufnahme aus dem Jahr 1983 sind Bild- und Tonqualität erfreulich gut. Das Bild erreicht zwar nicht ganz die Schärfe und Räumlichkeit einer guten aktuellen DVD-Produktion, ist dafür aber frei von Artefakten und sonstigen Störfaktoren. Der Ton – u.a. überarbeiteter Surroundqualität – ist mehr als akzeptabel.

Tracklisting: Testify, So Excited, Voodoo Chile (Slight return), Pride and Joy, Tell Me, Mary Had A Little Lamb, Texas Flood, Love Struck Baby, Hug You Squeeze You, Third Stone From The Sun, Lenny, Wham!

Extras: Lyrics einblendbar, Timeline, Diskographie, Interview mit Double Trouble (22 Min.)

Ton: Dolby Stereo, DD 5.1,
Bild: 4:3
Laufzeit: 63 Min.
VÖ-Datum: 3.2.2003
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Bonusmaterial: Dokumentation "The Lost Journey"

RG: 0
Ton: Dolby Stereo, Dolby Digital 5.1, dts 5.1
Bild: 4:3/16:9
Laufzeit: 135 Min.
VÖ-Datum: 21.03.2005

Rick Wakeman – Journey To The Center Of The Earth – (Classicpictures)

“Journey To The Centre Of The Earth” war nicht nur für Jules Verne ein Bestseller, sondern einhundert Jahre später auch für Tastenvirtuose und Yes-Organist Rick Wakeman. Sein Album mit diesem Titel platzierte sich im Jahr 1974 sogar auf Rang eins der britischen LP-Charts. Es folgte eine Mammut-Welttournee mit dem krönenden Abschluss in Australien. Eines der Konzerte im Sydney Myer Concert Bowl wurde am 4. Februar 1975 für das australische Fernsehen aufgezeichnet und ist nun zur Freude der nach wie vor zahlreichen Wakeman-Verehrer als „30-Jahre-Jubiläums-Edition“ auf DVD erschienen.

In der Tat ist diese Aufzeichnung ein rockhistorisches Juwel, umfasst sie doch insgesamt 94 Minuten Wakeman und Band live vor 30.000 Zuschauern, begleitet vom Melbourne Philharmonic Orchestra. Geboten wird das komplette „Journey“-Album und zusätzlich mit „Catherine Parr“, „Catherine Howard“ und „Anne Boleyn“ drei wichtige Stücke des legendären „The Six Wives Of Henry The VIII“. Dazu kommen mit „Guinevere“ und „Merlin“ zwei Kompositionen des kurz nach der Tour erschienenen dritten Wakeman-Solo-Albums „ King Arthur And The Knights Of The Round Table“.

Bild- und tontechnisch können die 30 Jahre alten Aufnahmen nicht mit modernen Livemitschnitten konkurrieren. Das können auch die Dolby-Digital und die dts-Überarbeitung nicht verbergen. Doch wird dies wohl auch niemand wirklich erwarten. Da es sich aber um eine professionelle Fernsehproduktion handelt, erreichen sowohl Bild als auch Ton alles in allem befriedigende Werte, in einer – soweit sich das beurteilen lässt – bestmöglichen Digitalisierung.

Nostalgisches Flair verbreitet die rund 40-minütige Dokumentation "The Lost Journey", leider ohne Untertitel. Im Januar 2005, 30 Jahre nach dem Sydney-Konzert, haben sich die Bandmitglieder Ashley Holt (ex-Warhorse), Roger Newell, Barney James, Gary Pickford Hopkins und natürlich Rick Wakeman im Tonstudio wiedergetroffen. Dort lassen sie die alten Zeiten humorvoll aufleben und sehen sich gemeinsam 8-Milimeter-Amateuraufnahmen an, die Sänger Pickford Hopkins 1974/75 während der Tournee gedreht hat. Recht unterhaltsam das Ganze.

Über das animierte Menü lassen sich alle Stücke einzeln anwählen oder komplett abspielen. Die wichtigsten Informationen sind auf der im Schuber steckenden Amaray-Box nachzulesen, ein zusätzliches Booklet gibt es nicht. Wer perfekt vorgetragene, aufwändig in Szene gesetzte und klassisch inspirierte Rockmusik mag und eine Vorliebe für historische Rockkonzerte hat, der ist mit dieser DVD bestens bedient.

Titelverzeichnis: Catherine Parr; Guinevere; Journey To The Center Of The Earth: 1) The Journey 2) The Recollection 3) The Battle 4) The Forest; Catherine Howard; Merlin; Reprise From The Forest

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DVD-TYP: 9
Region: 0
Ton: DD 5.1 , surround-codiertes PCM-Stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 150 Min. (DVD)
VÖ-Datum: 02.06.2006

Extras: 1) Behind-The-Scenes (30 Min.); Band Biographien; Fotogalerie; Lyrics; Anleitung zur optimalen Einstellung des Surround Systems

Roger Waters - In the Flesh (SonyBMG) DVD + 2 CD

„The Final Cut“ war zwar bis zur kurzzeitigen Reunion beim 2005er Live Aid das Ende von Pink Floyd. Für Roger Waters war es jedoch keineswegs der abschließende Schnitt. Höhepunkte seines Soloschaffens nach Pink Floyd waren seine „The Wall“-Inszenierung am Potsdamer Platz in Berlin und die „In The Flesh“-Tournee um die Jahrtausendwende. Der Gig in der Rose Garden Arena in Portland/Oregon am 27. Juni 2000 wurde komplett mitgeschnitten – in Ton und Bild. Während der Sound schon im selben Jahr auf CD erschienen ist, mussten sich die Fans noch zwei Jahre lang gedulden, bis das Konzert im Jahr 2002 schließlich auf DVD veröffentlicht wurde. Jetzt gibt es die Doppel-CD und die DVD gemeinsam in einer limitierten Edition – verpackt im Triple Jewel Case.

Anlass der Veröffentlichung ist Waters derzeitige „Dark Side Of The Moon“ Tournee. Und so ist die CD/DVD-Kombi auch nur für sechs Monate erhältlich. Ein harter Kern von Musikern, die Roger Waters schon auf der „In The Flesh“ Tournee unterstützt haben, ist auch im Jahr 2006 wieder mit ihm unterwegs. Dazu gehört neben der Sixties-Ikone P.P Arnold das Gitarristenduo Andy Fairweather Low und Snowy White. Wer diesmal schmerzlich vermisst wird, ist der seinerzeit dritte Gitarrist Doyle Bramhall, der auf „In The Flesh“ wirklich Großartiges auf den sechs Seiten präsentiert – vor allem im Duett mit Snowy White.

Geboten wurden 24 Stücke – teils aus Pink-Floyd-Zeiten, teils aus Waters Solokarriere, die alle Schaffensphasen abdecken, angefangen vom psychedelischen „Set The Controls For The Heart Of The Sun“ über „Money“ und „Wish You Were Here“ bis hin zu Comfortably Numb“ und dem einzigen damals neuen Stück „Each Small Candle“. Wer Pink Floyd Inszenierungen kennt, wird bei „In The Flesh“ nichts anderes erwarten, als ein bombastisches Konzertereignis. Und so ist es auch, wenngleich bei allem Bombast die Musik immer im Vordergrund steht – dargeboten in perfektem Raumklang. Auch die Bildqualität ist kaum zu verbessern.

Als Bonus gibt die siebzehnminütige Mini-Dokumentation „Gearing Up“ Einblicke in die Proben für die Tournee. Dazu kommen eine Fotoshow sowie Biographien der einzelnen Bandmitglieder. Ein nettes Feature ist die durchgängige Untertitelung mit den Songtexten – natürlich wahlweise auch ausblendbar. In dem 24-seitigen Booklet schildert Roger Waters seine Eindrücke von der Tournee, äußert sich zu der Beziehung Künstler-Publikum und schließlich zur Entstehung der CDs und der DVD.

The Band: Doyle Bramhall II - Guitar and Vocals; Graham Broad - Drums; Jon Carin - Keyboards/Lap Steel/Programming/Guitar Vocals; Andy Fairweather Low - Guitar and Vocals; Katie Kissoon - Vocals; Susannah Melvoin - Vocals; P P Arnold - Vocals; Andy Wallace - Hammond/Keyboards; Roger Waters - Vocals/Guitar & Bass; Snowy White - Guitar

Tracklist: CD 1: 1.In The Flesh 2.The Happiest Days Of Our Lives 3.Another Brick In The Wall, Part 2 4.Mother 5.Get Your Filthy Hands Off My Desert 6.Southampton Dock 7.Pigs On The Wing, Part 1 8.Dogs - 9.Welcome To The Machine 10.Wish You Were Here 11.Shine On You Crazy Diamond (Part 8) 12.Set The Controls For The Heart Of The Sun

CD 2: 1.Breathe (In The Air) 2.Time 3.Money 4.The Pros And Cons Of Hitch Hiking Part 11 (aka 5:06 a.m. - Every Stranger's Eyes) 5.Perfect Sense (Part II) 6.The Bravery Of Being Out Of Range 7.It's A Miracle 8.Amused To Death 9.Brain Damage 10.Eclipse 11.Comfortably Numb 12.Each Small Candle

DVD: In The Flesh + The Happiest Days Of Our Lives + Another Brick In The Wall, Part 2 + Mother + Get Your Filthy Hands Off My Desert + Southampton Dock + Pigs On The Wing, Part 1 + Dogs Welcome To The Machine + Wish You Were Here Shine On You Crazy Diamond (Part 18) + Set The Controls For The Heart Of The Sun + Breathe (In The Air) + Time + Money + The Pros And Cons Of Hitch Hiking Part 11 (AKA 5:06 A.M. + Every Stranger's Eyes + Perfect Sense (Part 1 and 2) + The Bravery Of Being Out Of Range + It's Miracle Amused To Death + Brain Damage + Comfortably Numb + Each Small Candle

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Extras: Behind-The-Wall-Dokumentation, Animierte Bildergalerie, Original Bühnen-Animationen, Multi-Audio-Option

DVD-Typ: 9
Region: 0
Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0, dts
Bild: 16:9
Laufzeit: 110 Min. (Konzert), 30 Min. (Dokumentation)
VÖ-Datum: 18.10.2004

Roger Waters – The Wall Live in Berlin – Special Edition (Universal)

Manchmal gibt es gleich mehr als ein Jubiläum zu feiern. Die Special Edition von „The Wall Live in Berlin“ zelebriert zum einen den 25-jährigen Geburtstag des gleichnamigen Albums von Pink Floyd. Zum anderen hat sich in diesem November zum 15. Mal der Fall der Berliner Mauer gejährt. Im Jahr 1990 ließ dieses Ereignis Genius Roger Waters, der zu dieser Zeit ohnehin „The Wall“ live aufführen wollte, quasi keine andere Wahl, als dies in Berlin zu tun. Und so ging am 21. Juli 1990 auf dem Potsdamer Platz ein Monumentalspektakel sondergleichen über die Bühne.

Geladen waren Legionen an namhaften Künstlern verschiedener Genres wie Bryan Adams, Mitglieder von The Band, Ute Lemper, Paul Carrack, The Hooters, Cyndi Lauper, Thomas Dolby, Joni Mitchell, Jerry Hall, die Scorpions, Van Morrison und Sinead O'Connor. Dazu musizierten das Orchester und der Chor des Ostberliner Rundfunks, Flötist James Galway und – besonders kurios – die Marschkapelle der sowjetischen Streitkräfte. Mehr als eine viertel Million Menschen waren dabei und noch einmal 300 bis 500 Millionen an den Fernsehgeräten. Gab es seinerzeit bei der TV-Übertragung einige Pannen, so ist bei der DVD, die in abgespeckter Form als „ganz normale“ Edition bereits in 2003 erschienen ist, alles perfekt. Auch wer das merkwürdig erscheinende Starensemble skeptisch beäugt, wird von der genialen Musik und der atemberaubenden Inszenierung beeindruckt sein.

Zusätzlich zu der erwähnten „Erstausgabe“ der DVD enthält die Special Edition einen dts-Mix und ein Wide-Screen-Bild. Ein nettes und sinnvolles Soundfeature ist die Multi-Audio Funktion bei zwei Stücken. Damit ist es möglich, einzelne musikalische Elemente separat anzuhören. Bild- und Ton-Qualität sind gut aber nicht auffallend brillant. Weitere Extras sind u. a. die 30-minütige untertitelte Doku zur Entstehung des Events sowie Animationen mit Film-Kollagen aus dem „Wall“-Film. Im schön gemachten Digipack steckt zudem ein 12-seitiges illustriertes Booklet mit allen wichtigen Informationen zum Ereignis und zur DVD.

Titelverzeichnis: 01 In The Flesh 02 The Thin Ice 03 Another Brick In The Wall (Part I) 04 The Happiest Days Of Our Lives 05 Another Brick In The Wall (Part II) 06 Mother 07 Goodbye Blue Sky 08 Empty Spaces 09 Young Lust 10 Oh My Good - What A Fabulous Room 11 One Of My Turns 12 Don't Leave Me Know 13 Another Brick In The Wall (Part III) 14 Goodbye Cruel World 15 Hey You 16 Is There Anybody Out There? 17 Nobody Home 18 Vera 19 Bring The Boys Back Home 20 Comfortably Numb 21 In The Flesh 22 Run Like Hell 23 Waiting For The Worms 24 The Trial 25 The Tide Is Turning 26 Outside The Wall - End Credits"

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Extras: Alternativer Kamerawinkel bei drei Tracks; Video: Transdermal Celebration – Video von Adam Phillips

Region: 0
Ton: Stereo, Dolby Digital 5.1
Bild: 16:9
Laufzeit: 120 Min. (DVD); 75 Min. (CD)
VÖ-Datum: 27.9.2004

Ween – Live In Chicago (Sanctuary; bmg) DVD/CD

Seit rund 15 Jahren schon empören die Brüder Dean und Gene Ween das amerikanische Kleinbürgertum mit ihren Kompositionen auf das Heftigste. Mal in Gestalt wunderschöner Balladen (z. B. Baby Bitch), mal in der Verpackung punkiger Kirmesmusik (z. B. The H.I.V. Song) übertreten die Brüder und ihre musikalische Begleitung konsequent die Grenzen des so genannten „guten Geschmacks“ und scheren sich einen Kehricht um die „political Correctnes“. Davon ab sind sie hervorragende Musiker und begeistern vor allem live ihr Publikum immer wieder aufs neue mit improvisierten Texten und umgestrickten Songs, so auch bei diesem Konzert, das als DVD/CD-Kombi in der Amaray-Box steckt.

Sage und schreibe 26 Ween-Songs sind auf der DVD versammelt und auf der CD noch einmal 17 – allerdings die gleichen Versionen aus den am 8. und 9. November 2003 im Chicagoer „Vic Theatre“ aufgezeichneten Konzerten. Darunter befindet sich eine ganze Batterie von dem hervorragenden 1994er-Album „Chocolate and Cheese“. Etwas Schade nur, dass die Nummer „Buenos Tardes Amigo“ von besagtem Album es nur zur Hintergrundmusik für das Menü, nicht aber in den Live-Set geschafft hat. Doch was soll’s: Zwei Stunden lang darf der Fan in bester Bild- und Tonqualität den sarkastischen Dichtungen und hochklassigen musikalischen Darbietungen lauschen. Wohl dem, der den dolby-digitalen Surround-Sound im Wohnzimmer verbreiten kann, der neben dem Stereomix enthalten ist. Und das Bild in 16:9-Relation wird Breitwand-Freunde begeistern.

Wer im Englischen nicht perfekt ist, wird nicht jede Pointe verstehen. Zumindest englische Untertitel, wenn nicht gar deutsche Übersetzungen (wie bei Film-DVDs üblich) wären da ein hilfreiches Extra gewesen. Apropos Extras: In dieser Rubrik ist ein Videoclip zu „Transdermal Celebration“ zu finden sowie drei Tracks, die aus alternativen Kamerapositionen gefilmt wurden. Das ist nicht all zu viel. Doch wie es bei Ween auf der Bühne nicht auf unnötigen Schnickschnack ankommt, sollte wohl auch auf der DVD nicht viel vom Wesentlichen ablenken. Daumen hoch!

Titelverzeichnis (DVD): 1. Buckingham Green 2. Spinal Meningitis Got Me Down 3. Pork Roll Egg and Cheese 4. Take Me way 5. The Grobe 6. Transdermal Celebration 7. Even If You Don't 8. Voodoo Lady 9. Baby Bitch 10. The H.I.V. Song 11. Roses Are Free 12. Mutilated Lips 13. Chocolate Town 14. I'll Be Your Jonny On Th' pot 15. Touch My Tooter 16. The Argus 17. Zoloft 18. Ocean Man 19. Don't Laugh (I Love You) 20. All of My Love 21. Big Jilm 22. You Fucked Up 23. Doctor Rock 24. She Fucks Me 25. Booze Me Up and Get Me High 26. The Blarney Stone

Titel (CD): Take Me Away; The Grobe; Transdermal Celebration; Even If you Don’t ; Voodoo Lady; The H.I.V. Song; Baby Bitch; Roses Are Free; Mutilated Lips; Chocolate Town; I’ll Be Your Jonny On Th’ Spot; Buckingham Green; Spinal Meningitis Got Me Down; Pork Roll Egg And Cheese; The Argus; Zoloft; Ocean Man

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Paul Weller – Live – Two Classic Performances (Sony)

Bemerkenswert ist die Bewunderung, die seine Fans Paul Weller entgegenbringen. O-Töne am Rande des Hyde-Park-Konzerts vom 22. August 2002: „Er ist Gott“, „Er singt mein ganzes Leben“. „Two Classical Perfomances“ – das ist zum einen jenes zweistündige Konzert im spätsommerlichen London und zum anderen der Auftritt in der „Jools Holland-TV Show“ Weihnachten 2001.

Das Hyde-Park-Konzert vor 22.000 Besuchern bietet mit 25 Songs eine üppige Retrospektive auf Wellers Solowerk und mit einigen neuen Titeln bereits einen Ausblick auf das aktuelle „Illumination“-Album. Die Live-Atmosphäre wird aus zahlreichen Kamera-Perspektiven gut eingefangen. Als Special Guests treten auf: Jocelyn Brown, Carleen Anderson und Stereophonics-Sänger Kelly Jones, der genau wie Weller selbst bereits beim Royal Albert-Hall-Konzert der Who gastierte.

Genau dies tat übrigens auch Noel Gallagher (Oasis), der wiederum beim Jools Holland Konzert als Stargast auftritt. Dieses TV-Konzert zeigt Paul Weller von einer ganz anderen Seite – zumeist alleine nur begleitet von seiner Gitarre oder bei einigen Stücken auch von Percussion- und Pianoklängen. Erstmalig nach zehn Jahren gibt Weller auch ältere Stücke aus seiner Style Council- und Jam-Zeit zum besten – z.B. „Town called Malice“ und „That´s Entertainment“. Letzteres übrigens mit besagtem Noel Gallagher.

Beide Konzerte geben die jeweilige Atmosphäre schön wieder. Der Sound beim Hyde-Park-Konzert wirkt ungeschliffen, lässt es aber dafür an Brillanz missen. Dolby Digital 5.1 und 2.0 sind wählbar, bei Jools Holland nur letzteres. Dieser Gig hat einen dünneren Sound. Tontechnisch wäre mehr herauszuholen gewesen. , ebenso beim Bild, das nur mittelmäßige Qualität aufweist – unscharfe Konturen bei Bewegungen. Als Bonusmaterial ist ein zehnminütiges Weller-Interview anlässlich des Videodrehs zu „It´s written in the Stars“ enthalten. Ein paar „Goodies“ mehr hätten es ruhig sein können. Doch wollen wir mit zwei Livekonzerten auf einer DVD zufrieden sein und die Scheibe getrost weiterempfehlen.

Tracklisting (Hyde Park): Sunflower, Bull Rush, Friday Street, Hung up, A Bullet For Everyone, Whirlpools End, Leafy Mysteries, Up in Suze´s Room, All Good Books, Can You heal us Holy Man, This is no Time, Foot of the Mountain, Broken Stones, Picking up Sticks, You Do Something To Me, Stanley Road, Out Of The Sinking, Peacock Suit Into Tomorrow, The Changingman, Standing Out In The Universe, Wild Wood, Call Me No. 5, Woodcutter´s Son

Tracklisting (Jools Holland): Brand New Start, Out Of The Sinking, The Loved, English Rose, Above The Clouds, Clues, That's Entertainment (feat. Noel Gallagher - Guitar/Vocals), Wild Wood, You do Soemthing to Me, Headstart for Happiness, Town Called Malice (feat. Jools Holland - Piano), Country

Extras: direkte Titelanwahl und Interview

Format: DVD 9
RG: 0 Ton: DD stereo, DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 170 Min.
VÖ-Datum: 9.12.2002
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The Who & Special Guests – Live at the Royal Albert Hall (Icestorm/DVD)

Am 27. November 2000 gaben die Who in der Londoner Royal Albert Hall ein Konzert der besonderen Art. Die Einnahmen des Benefiz-Events sowie die Erlöse aus dem DVD-Verkauf sind bestimmt für den Teenage Cancer Trust und kommen so krebskranken Kindern zugute. Ein besonderes Konzert ist es aber auch aus einem zweiten Grund. Neben den altehrwürdigen Herren Daltrey, Townsend und Entwistle nebst Drummer Zak Starkey und Keyborder John Bundrik gaben sich an jenem Abend eine Reihe von hochkarätigen Gästen Mikrofon und Gitarre in die Hand. Speziell für dieses Konzert flog Eddie Vedder von Pearl Jam über den großen Teich. Aus Kanada dabei: Bryan Adams. Dazu gesellten sich Kelly Jones (Stereophonics), Noel Gallagher (Oasis), Paul Weller und Kennedy.

Der dritte Grund, dieses Konzert als besonders zu bezeichnen, ist schließlich der verblüffend gute Set der Altmeister. Musikalisch hatte ich ehrlich gesagt kein großartiges Highlight erwartet. Doch meistens kommt es anders..... Ich habe die Who selten so kraftvoll und gut aufspielen sehen. Zur Freude der Who-Fans verzichtet die Band auf jeden überflüssigen Pomp auf der Bühne und stellt ganz das musikalische Können ihrer Mitglieder in den Mittelpunkt. Vor allem Pete Townsends Gitarrenspiel kommt glasklar rüber, sowohl an der elektrischen Powergitarre als auch während der akustischen Passagen. Herauszuheben und besonders interessant ist die Interpretation von Magic Bus.

Ansonsten bilden die 24 Titel einen gelungenen Streifzug durch die ersten zehn erfolgreichen Jahre der Who. Angefangen vom ersten Hit „I can´t explain“ über „Pinball Wizzard“ aus der Rockoper „Tommy“ bis hin zum Seventies-Hit „Won´t get fooled again“. Der Sound ist exzellent, das Bild sehr gut. Mit Interview, Backstagesequenzen und einem Multiangle-Track (Pinball Wizzard) auf einer extra DVD ist das Paket zudem üppig geschnürt. Nicht nur wegen des guten Zwecks sollten Rockfans hier also zugreifen!

Playlist: I can´t explain, Anyway Anyhow Anywhere, Pinball Wizzard, Relay, My Wife, The Kids are allright, Bargain, Magic Bus, Who are you, Baba O´Riley, Drowned, Heart to hang onto, So sad about us, I´m one, Behind blue Eyes, You better you bet, The real me, 5:15, Won´t get fooled again, Substitute, Let´s see action, My Generation, See me feel me

Bonusmaterial: Extra DVD mit Proben- und Backstageaufnahmen, Dokumentation mit Roger-Daltrey-Interview, Mehrfach-Sequenzen bei Pinball Wizzard

2 DVD
Länge: 166 Minuten
Ton: DD 5.1, DD Stereo, DTS 5.1 Surround
Bild: 16:9 Pal
Regionalcode: 2
Veröffentlichung am 25. September 2001

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Tommy - The Movie (The Who) (Universal/ DVD auch als VHS)

Tommy wird als Kind Zeuge, wie der Freund seiner Mutter seinen Vater erschlägt. Darauf verliert der Junge sein Augenlicht, sein Gehör und sein Sprachvermögen. Abstruse Heilversuche scheitern. Erst die Liebe zum Flipperspiel holt den inzwischen zum jungen Mann herangewachsenen Tommy aus seiner inneren Isolation. Nach seiner Heilung durch einen Sturz entwickelt sich Tommy zum Religionsstifter und Messias. Als die religiöse Bewegung zur kommerziellen Posse missrät, kommt es zur Katastrofe...

So weit der Plot. Ken Russel hat Pete Townsends Rockoper von 1969 sechs Jahre später opulent und mit großem Staraufgebot aus Film und Musik für das Kino in Szene gesetzt. Ann Margret und Oliver Reed glänzen schauspielerisch als Tommys Mutter und Stiefvater. Und Roger Daltrey beweist in der Titelrolle, dass er noch mehr kann als singen und auf der Bühne posen. Farbenfroh und rasant inszeniert sind die Auftritte von Elton John als Pinball Wizzard und Tina Turner als Acid Queen. In weiteren Rollen: Jack Nicholson, Eric Clapton, Arthur Brown und natürlich die übrigen Mitglieder der Who. Autor Pete Townsend fungierte zudem als Mucial Director. Zu hören sind die Who-Klassiker des Tommy-Albums in alternativen Versionen, darunter Pinball Wizzard, I´m free, See me, feel me (we´re not gonna take it).
Die Bildqualität ist für das Alter sehr gut, der Ton OK, wenn auch nicht berauschend. Leider fehlt der deutschen Version die 5-Kanal-Tonvariante. Extras gibt es bis auf die Songanwahl nicht. Hilfreich wären beispielsweise deutsche Untertitel gewesen. Dafür ist das Menü sehr originell als Flipperautomat gestaltet.

Länge: 105 Minuten
Bild: 4:3 Full Frame
Ton: Stereo 2.0
Erscheinungstermin: 19. Juli 2001
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Extras: Pet Stories (Interviews), Bildergalerie, Discographie

Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0, dts
Bild: 4:3
Laufzeit: 55 Min. (Konzert), 40 Min. (Dokumentation)
VÖ-Datum: 1.11.2004

Brian Wilson – Pet Sounds Live in London (Sanctuary)

Inspiriert vom Beatles-Album „Rubber Soul“ nahm der 23-jährige Brian Wilson Ende 1965/Anfang 1966 die LP „Pet Sounds“ auf, um das Beatles-Werk zu toppen. Scheinbar ist ihm dies gelungen, denn viele Kritiker feierten das Meisterwerk als das beste Album der Popgeschichte. Das Bemerkenswerte daran: Außer dem Gesang haben die übrigen Beach Boys nichts beigesteuert. Die Musik stammt von Brian, die Texte von Tony Asher und die Instrumente spielten erstklassige Studio-Musiker, die mehr als 35 Jahre später in der Begleitdoku zu diesem Konzertereignis noch einmal zu Wort kommen und wie Bassistin Carol Kaye zur Verdeutlichung auch schon einmal markante Passagen nachzupfen.

Seit Ende der 90er Jahre ist der von Drogensucht und Krankheit gezeichnete Wilson aktiv wie lange nicht mehr. Im Jahr 2002 scharte er eine zehnköpfige Truppe um sich und begab sich mit ihnen nach London, um das komplette „Pet Sounds“-Album insgesamt sechsmal live vorzuführen. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen, sogar in Dolby Digital 5.1 und dts.

Zu jedem Song weiß Brian Wilson eine kleine Geschichte zu erzählen. So erfährt man beispielsweise, dass „God Only Knows“ seinerzeit Paul McCartneys Lieblingsstück war und das instrumentale Titelstück eigentlich für einen „James-Bond-Film“ vorgesehen war. Mit „Good Vibrations” bildet ein Meilenstein der Beach-Boys-Geschichte den Abschluss, der seinerzeit nicht den Weg aufs Album gefunden hat, aber ursprünglich dafür vorgesehen war. Obwohl Brian das Sprechen etwas schwer fällt, ist sein Gesang erstaunlich präzise und klar, und das trotz der vielen anspruchsvollen Vokalpassagen, mit denen „Pet-Sounds“ gespickt ist. Die Begleitmusiker sind allesamt leidenschaftliche Beach-Boys-Verehrer und musikalische Spitzenkräfte. Und so ist das rund einstündige Konzert in der Londoner Royal Festival Hall ein wahrer Schmaus für Leib und Seele mit musikhistorischem Gehalt. Extras gibt es auch, zum einen die erwähnte 40-minütige Dokumentation mit ausführlichen Informationen zu Entstehungsgeschichte und zu allen Songs von „Pet Sounds“ sowie eine Diskographie und eine Fotogalerie zum Liveevent.

Titelverzeichnis: 01 Show Open 02 Wouldn't It Be Nice 03 You Still Believe In Me 4 That's Not Me 05 Don't Talk (Put Your Head On My Shoulder) 06 I'm Waiting For The Day 07 Let's Go Away For A While 08 Sloop John B 09 God Only Knows 10 I Know There's An Answer 11 Here Today 12 I Just Wasn't Made For These Times 13 Pet Sounds 14 Caroline No 15 Band Intros 16 Good Vibrations 17 Credits

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Johnny Winter – Pieces & Bits (Music Video Distributors/InAkustik)

Überflüssig zu erwähnen, dass Johnny Winter einer der ganz Großen des weißen Blues war und ist. Und so dürfte diese DVD von Blues- und Rockfreunden mit großer Spannung erwartet worden sein. Zu sehen sind eine ganze Reihe von Liveaufnahmen aus verschiedenen Schaffensepochen des Gitarrenderwischs. Teilweise zwischen den Titeln platziert erzählt Johnny seine Lebensgeschichte, bebildert mit Fotos aus Ehefrau Susan Winters Fotoarchiv.

Den Anfang der Liveaufnahmen machen drei Stücke aus dem offiziellen Video "Live in Toronto", gefolgt von "Manish Boy" (nur teilweise) mit dem großen Muddy Waters. Neben Waters ist Johnny an der Seite von u.a. Dr. John, B.B. King und natürlich seinem Bruder Edgar zu sehen. Die Aufnahmequalitäten (Bild und Ton) sind größtenteils als historisch und teilweise (Tell the Truth) als "sehr historisch" zu bezeichnen. Das eine oder andere Mal dürfte eine Videokopie der x-ten Generation als Vorlage gedient haben. Also nichts für Hifi-Freaks und Liebhaber der Vorzüge der DVD-Technik.

Dafür dürften alle anderen Winterfans, die mit dem Silberling eine Art offizielles Bootleg in Händen halten, mit der Kollektion auf ihre Kosten kommen. Die zweite Hälfte des Videos besteht aus diversen Liveauftritten aus den 80s, gekrönt von Johnnys Gastspiel auf dem Dylan-Tribute-Konzert von 1992 (Highway 61 revisited).

Playlist: It´s my Life Baby, Rock´n Roll Hoochie Coo, Stranger, Sweet Papa John, Life is hard, Manish Boy, Tell the Truth, Love Life & Money, Mad Dog, When you got a good Friend, Don´t take Advantage of me, Mojo Boogie, Highway 61 revisited

Extras: DVD-ROM Weblink
DVD-Typ: 5
Region: 0
Bild: 4:3 Fullframe
Ton: DD 2.0
Laufzeit: 78 Minuten
Veröffentlichung: 18. Februar 2002
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Wishbone Ash – 25th Anniversary Of The Marquee (Classic Pictures/ BMG)

1983: Der Marquee-Club in London feiert 25-jähriges Jubiläum. Zu den Gratulanten , die ihre musikalischen Geburtstagsgrüße auf der Bühne überbringen, gehören neben Man und Ten Years After auch Wishbone Ash. Von der Ur-Besetzung, die auf dem populären 73er-Livealbum zu hören ist, sind damals noch Andy Powell und Steve Upton dabei. In Laurie Wisefield hat Gittarist Ted Turner bereits 1974 einen versierten Nachfolger gefunden. Den Bass zupft im Marquee Ex-Uriah Heep Trevor Bolder.

Highlights des einstündigen Auftritts sind das epische „Phoenix“ vom Debütalbum und „King will Come“ vom Longplayer „Argus“. Dazu kommen zumeist Stücke von den damals aktuellen Alben „Number of the Brave“ und „Twin Barrels Burning“. Besonders bei dem zumeist instrumentalen „Phoenix“ haben Powell und Wisefield Gelegenheit ihre hohe Kunst an der doppelt besetzten Leadgitarre unter Beweis zu stellen. Der Sound im dolby-digitalen Stereomix ist altersbedingt OK, das Bild erhält eine mittelprächtige Bewertung. Fehlende Schärfe und leichtes Rauschen sind erkennbar, dafür aber keine Komprimierungsfehler.

Außer der obligatorischen Biographie und einer Diskographie gibt es keine Extras. Dass die Titel direkt ansteuerbar sind, ist bei einer Konzert-.DVD selbstverständlich. Alles in allem ist die in der Reihe „Legends of Rock“ neu aufgelegte DVD solide gemacht. Wishbone-Ash-Fans, welche die Erstveröffentlichung vor zwei Jahren nicht ergattern konnten, dürften sich freuen – auch wenn ganz große Hits wie „Jailbait“ oder „Blowin´Free“ leider fehlen und die Laufzeit mit sechzig Minuten etwas kurz ist.

Tracks: Can't Fight Love, Living Proof, Open Road, No More lonely Nights, Underground, King Will Come, Phoenix, Engine Overheat, Play Out Music

Extras: Biographie, Diskographie, direkte Titelanwahl

RG: 0
DVD-Typ: 5
Ton: Dolby Digital 2.0 und 5.1
Bild: 4:3 Vollbild
Laufzeit: 60 Min.
VÖ-Datum: 1.4.2003
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Yardbirds – Yardbirds (Warner Vision)

Während die Yardbirds heute fast nur noch eingefleischten Kennern der Rockhistorie ein Begriff sind, haben ihre Leadgitarristen ihre Popularität bis heute bewahrt. Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page haben Mitte der sechziger Jahre Akzente an der elektrischen Gitarre gesetzt und sind in erster Linie dafür verantwortlich, dass die Yardbirds als eine der innovativsten Bands ihrer Zeit galt.

Diese DVD zeichnet die kurze Geschichte der Gruppe nach. In der Dokumentation von 1991 (damals als VHS veröffentlicht) kommen u.a. fast alle überlebenden Bandmitglieder zu Wort. Sänger Keith Relf war bereits damals verstorben. Dazu gibt es natürlich jede Menge rarer Livemitschnitte – angefangen von frühen TV-Auftritten aus dem Jahr 1964 bis zu einem Ausschnitt aus der Sendung „Beat, Beat, Beat“ vom Hessischen Rundfunk (1967). Die größten Hits von „For Your Love“ bis „Over, under sideways down“ sind in der Kollektion vereint. Manche Stücke sind ausgespielt, manche leider nicht. Und der Sound ist auch für damalige Verhältnisse sehr mäßig. Alles in allem eine mit 52 Minuten kurze aber auch kurzweilige Musikdokumentation.

Tracklisting: I Wish You Would, Good Morning Little School Girl, For Your Love, I´m A Man,Heart Full Of Soul, Shapes Of Things To Come, Over And Under Sideways Down, Happenings Ten Years Time Ago

Interviews mit: Jeff Beck, Eric Clapton, Peter Grant, Chris Dreja, Paul Samwell-Smith, Giorgio Gomelsky

Extras: direkte Titelanwahl und englische Untertitel

Format: DVD 5
RG: 2-6; NTSC Ton: pcm stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 52 Min.
VÖ-Datum: 27.1.2003
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YES - House of Yes/Live from the House of Blues (Icestorm/DVD)

Nach "Keys to Ascension" hat nun mit "House of Yes" die zweite DVD der Art-Rocker den deutschen Markt erreicht. Das Konzert aus dem House of Blues Club in Las Vegas entstammt der "Ladder"-Tour und dokumentiert die ungetrübte Spiellaune der Veteranen. Von der Ur-Besetzung noch dabei: Jon Anderson, Chris Squire und Steve Howe, verstärkt durch Billy Sherwood (g), Alan White (dr) und Igor Koroshev (key). Der Set, der für das Fernsehen aufgezeichnet wurde ist eine gelungene Mixtur aus absoluten Yes-Klassikern wie Roundabout und Yours is no Disgrace und Stücken aus dem Ladder-Album. Man merkt den Musikern an, dass sie selbst zufrieden mit dem sind, was sie zuvor im Studio eingespielt haben und nun auf der Bühne live präsentieren.

Mit einem von Fantasy-Bildern untermalten Audiotrack, einem "Making of..." sowie Fotos und Weblinks ist die DVD gut mit Bonusmaterial ausgestattet. An Bild, 5.1 und 2.0 Sound gibt es nichts zu beanstanden. Und so muss kaum erwähnt werden, dass Yes- und Prog-Rock-Fans hier zugreifen müssen.

Playlist: Yours is no Disgrace, Time and a Word, Homeworld (The Ladder), Perpetual Change, Lightning strikes, The Messenger, Ritual-Nous Sommes du Soleil, And You and I, It will be a good Day (The River), Face to Face, Awaken, Your Move/I´ve seen all good People, Cinema, Owner of a lonely Heart, Roundabout

Bonusmaterial: 5.1 Audio Track "Homeworld (The Ladder)" mit Bildern aus dem Homeworld PC-Game, Virtual Tourbook mit Fotos und Bios, Making of the Ladder mit Interviews, direkte Titelanwahl, Weblinks

DVD: 5
Region: 2
Laufzeit: 112 Min.
Bild: 1,78:1
Ton: DD 5.1, DD 2.0
Veröffentlichung: 30.10.2001
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Extras: Interview mit Roger Dean (untertitelt in u.a. deutsch)

RG: 2, 3, 4, 5
Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Stereo, DTS
Bild: 16:9
Laufzeit: 171 Minuten (Konzert); 7 Minuten (Interview)
VÖ-Datum: 4. Juli 2005

Yes – Songs From Tsongas – 2 DVD (Warner)

Die Musiker von Yes sind nicht nur Meister an ihren Instrumenten. Sie sind auch Weltmeister im Veröffentlichen von Musik-DVDs. Pro Jahr erscheinen bei unterschiedlichen Labels regelmäßig gleich mehrere Titel der Prog-Veteranen. Und auch zum 35-jährigen Band-Jubiläum sind es gleich zwei. Eine davon – genau genommen zwei, da Doppel-DVD – beinhaltet das Bostoner Konzert der Jubiläums-Tournee vom Mai 2004. „Songs From Tsongas“ umfasst die komplette Aufführung mit einer Gesamtlaufzeit von fast drei Stunden. Gefilmt wurde mit 12 Kameras. Technisch wird beste Qualität geboten: erstklassiger Sound in Dolby Digital Stereo, 5.1. und DTS. Das Bild kommt im 16:9-Widescreen-Verfahren daher und zeigt die Akteure in einem – selbst für Yes-Verhältnisse – opulentem Bühnenbild. Verantwortlich hiefür war kein geringerer als der Yes-Coverdesigner Roger Dean, der in einem Interview-Special selbst zu Wort kommt.

Was diese DVD von den vielen anderen neueren Produktionen unterscheidet, ist vor allem der Mann an den Tasten. Denn zum Jubiläum war Ausnahme-Keyborder und Teilzeit-Yesler Rick-Wakeman wieder einmal mit dabei. Über die Interpretation der alten und neueren Songs kann man geteilter Meinung sein. Zwar ist allen Akteuren immer noch große Begeisterung und Spielfreude anzumerken, die aufs Publikum überspringt. Doch klingen Werke wie „Yours is no Disgrace“ oder „Starship Trooper“ bei weitem nicht mehr so knackig und forsch wie einst. Insgesamt ist die jugendlichen Aggressivität mit rund 60 Jahren nicht mehr so recht vorhanden. Wen erstaunt´s? Wer hier nicht allzu kritisch mit den Herren Anderson und Co. ins Gericht geht, wird dennoch zufrieden sein mit dieser ordentlich Portion Augen- und Ohrenschmaus für das High-Tech-Pantoffel-Kino.

Tracklist: DVD 1: 1 Going For The One 2 Sweet Dreams 3 I've Seen All Good People 4 Mind Drive (Part 1 And 2) 5 South Side Of The Sky 6 Turn Of The Century 7 My Eyes / Mind Drive (Part 3) 8 Yours Is No Disgrace

DVD 2: 9 The Meeting Room / The Meeting (Instrumental) 10 Long Distance Runaround 11 Wonderous Stories 12 Time Is Time 13 Roundabout 14 Show Me 15 Owner Of A Lonely Heart 16 Second Initial (Instrumental) 17 Rhythm Of Love 18 And You And I 19 Ritual 20 Every Little Thing 21 Starship Trooper

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Yes – Symphonic Live (Eagle Vision; Doppel-DVD)

Eine geballte Ladung Yes erwartet den Fan auf zwei DVDs. Der erste Silberling lässt ein zweieinhalb Stunden langes Konzert bestaunen, der zweite legt als Zugaben den Video-Clip zu Don´t go und die Doku „Dreamtime“ nach. Der Konzertmitschnitt zeigt die Band bei ihrem Amsterdam-Gig der 2001er-Symphonic Tour. Unterstützt werden die Musiker um Jon Anderson, Chris Squire, Steve Howe und Alan White vom European Festival Orchestra. Und so bietet sich Augen und Ohren ein bombastisches Musikereignis. Dennoch – und das ist entscheidend – wirkt der Sound nicht überladen. Die für den Yessound markanten Instrumente – Squires kerniger Bass und Howes virtuose Gitarre - kommen gut zur Geltung.

Seit 30 Jahren im Set und auch hier auf der Playlist sind die Klassiker „Roundabout“, „I´ve seen all good People“ und „And You and I“. Höhepunkte bilden aber das konzeptionelle „Close to the Edge“ und das beinahe ebenso epische „Starship Trooper“. Beide Stücke sind übrigens auf der letztjährigen DVD „House of Yes“ nicht enthalten. Von den absoluten Standards fehlt auf dieser Scheibe lediglich „Yours is no Disgrace“. Dafür gesellen sich zu den Classics einige Stücke des Albums „Magnification“. Allen voran Sänger Jon Anderson merkt man die lebhafte Begeisterung für das Projekt „Symphonic Live“ an. Hintergründiges erfährt man in der Doku „Dreamtime“, in der die Band und ihr Umfeld ausgiebig zu Wort kommt. Bild (16:9) und Ton (gar in DTS) sind absolut im grünen Bereich, auch wenn es zum High End bei beidem nicht reicht. Dennoch gibt es für die Doppel-DVD eine dicke Kaufempfehlung – nicht zuletzt für die liebevoll gestaltete Box im Schuber.

Playlist: Overture, Close to the Edge, Long Distance Runaround, Don´t go, In the Presence of, Gates of Delirium, Steve Howe Guitar Solo (Lute Concerto in D Major, 2nd Movement, Mood for a Day), Starship Trooper, Magnification, And You and I, Ritual, I´ve seen all good People, Owner of a lonely Heart, Roundabout

Extras: einblendbare Animationen, “Don´t Go”-Bonusvideo, “Dreamtime-Dokumentation”

DVD-Typ: 9, 5
Bild: 16:9
Ton: DD 2.0, DD 5.1., DTS
Laufzeit: 194 Minuten
Veröffentlichung: 13. Mai 2002

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Neil Young & Crazy Horse – Rust Never Sleeps (Sanctuary)

Dieses Highlight des Konzertfilms durfte natürlich im MusikVideoForum nicht unrezensiert bleiben – wenn auch mit etwas Verspätung. Denn das gute Stück ist bereits im letzten Herbst endlich auf DVD erschienen. Die Rede ist von „Rust Never Sleeps“, den der „Rolling Stone“ im Jahr 1987 zu „einer der größten Live-Darbietungen der letzten zwanzig Jahre“ erklärt hat. Auch nach 25 Jahren ist das Konzert aus dem „Cow Palace“ in San Franzisco immer noch fesselnd. Der Meister und seine Mitstreiter von Crazy Horse in Höchstform – was will man mehr?

Merkwürdige Kapuzenmännchen mit leuchtenden Augen richten die Bühendeko her. Im Hintergrund läuft die Hendrix-Version von „Star Sprangled Banner“ und danach „A Day in the Life“ von den Beatles. Nächste Szene: Neil Young kniet mit Akustikgitarre und Mundharmonika auf einer überdimensionierten Verstärker-Attrappe und startet mit „Sugar Mountain“. So beginnt das surreale Konzertspektakel. Zunächst trägt Young einige akustische Stücke allein vor und holt sich anschließend mit Billy Talbot, Frank Sampedro und Ralph Molina lautstarke Unterstützung hinzu. Und so jagt im zweiten Konzertteil von „Cortez the Killer“ über „Cinnamon Girl“ bis „Like a Hurricane“ ein Höhepunkt den nächsten, bevor „Tonight´s the Night“ den treffenden Abschluss bildet. Die erwähnten Kapuzenmänner begleiten das Konzertgeschehen ebenso wie diverse Einspielungen vom „Woodstock-Festival“ aus dem Off.

Die DVD enthält das komplette Konzert in drei Tonabmischungen (stereo, Dolby Digital 5.1 und auch DTS). Der Klang ist – gemessen am Alter der Bänder und an der untergeordneten Bedeutung filigraner Klänge bei einem solchen Konzert – sehr gut. Die Bildqualität ist zwar vor allem wegen der bescheidenen Schärfe keine Offenbarung – aber auch hier ist natürlich das Alter von 25 Jahren zu berücksichtigen. Außer dem Gig sind auf der Scheibe diverse Extras versammelt: eine Fotogalerie mit Motiven von der Tour – unterwegs, hinter und auf der Bühne; sämtliche Songtexte der gespielten Stücke und das handgeschriebene Bühnenskript, welches zusätzlich im inneren des Booklets abgedruckt ist. Fazit: ein zeitloses Rockdokument in bestmöglicher Qualität.

Tracklisting: 1. Introduction: Star spangled banner/A day in the life 2. Sugar mountain 3. I am a child 4. Comes a time 5. After the gold rush 6. Thrasher 7. My my, hey hey 8. Stage announcements 9. When you dance I can really love 10. The loner 11. Welfare mothers 12. The needle and the damage done 13. Lotta love 14. Sedan delivery 15. Powderfinger 16. Cortez the killer 17. Cinnamon girl 18. Like a hurricane 19. Hey hey, my my (into the black) 20. End Credits: School days/ Tonight's the night

Extras: Photo Gallery, Lyrics, Road Eye Slides, Script

Ton: DD 5.1, DTS, PCM Stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 120 Minuten
VÖ-Datum: 7.10.2002

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Extras: Direkte Kapitelanwahl, 4 Trailer (3 zu „Babysnakes und 1 „Live at The Roxy 1973“), Infos zur DVD, 0-D-Brille, Beigelegte Fotos und Zeitungsausschnitte

Ton: Dolby Digital 5.1; Dolby Digital Stereo
Bild: 16:9
Laufzeit: 164 Min.
VÖ-Datum: 26.1.2004

Frank Zappa – Baby Snakes (Eagle Vision)

“Baby Snakes ist ein Film über Leute, die Dinge tun, die nicht normal sind“, so Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller Frank Zappa über den gut zweieinhalbstündigen Streifen, der im Dezember 1979 in die Amerikanischen Kinos kam. Wie schon in der einstündigen TV-Produktion von 1974 „A Token of his Extreme“, sind in „Baby Snakes“ einige exzellente Sequenzen aus Bruce Bickfords bizarren Knetgummi-Animationen zu sehen. So verzehrt beispielsweise ein Hamburger seinen menschlichen Sitznachbarn in einem Kinosaal. Nicht weniger skurril ist der Mitschnitt eines Live-Konzerts aus dem New Yorker Palladium, das Zappa anlässlich einer Halloween-Party als standesgemäßes Happening inszenierte. In der „Audience Participation Time“ wird Zappa-Fan John auf der Bühne beispielsweise von einer Schar weiblicher Groupies mit Peitschen und Stöcken geschlagen. Damit soll die Pein des ideellen Gesamtkünstlers veranschaulicht werden, der von den Plattenbossen drangsaliert wird.

Doch keine Angst – Musik gibt es auch. Und das nicht zu knapp. Insgesamt 25 Titel stehen auf dem Programm, darunter „Titties & Beer“, „Camarillo Brillo“ und „Disco Boy“, in denen Zappa die Branche gewohnt satirisch aufs Korn nimmt. Dazwischen gibt es ein paar Kostproben seines genialen Gitarrenspiels – dazu bitte einmal das Ende von „Punky´s Whips“ bestaunen. Die Kollage von Konzertaufnahmen, Backstage-Szenen, Knet-Animationen und abgedrehten Dialogen macht den Film auch bei 164 Minuten Laufzeit zu einem kurzweiligen Vergnügen – vorausgesetzt man mag die Kunst des Meisters.

Der Sound überzeugt auf ganzer Linie. Dies erstaunt nicht, denn dem u. a. von Dweezil Zappa produzierten 5.1-Mix liegt eine von Vater Frank seinerzeit erstellte Vierkanal-Abmischung zugrunde. Die Filmvorlage ist bildtechnisch ebenfalls Ok, nur die Digitalisierung ist nicht optimal gelungen. Rauschmuster und gelegentliches Aufpixeln bringen Abzüge in der B-Note.

In bescheidenem Maße enthält die DVD Bonus-Material, so zum Beispiel vier Werbespots bzw. Trailer. Drei davon kündigen den vorliegenden Film an, während einer auf den schon 1973 abgedrehten Streifen „Live At The Roxy“ hinweist. In der Amaray-Box finden sich einige Beiblätter, auf denen Fotos aus dem Film zu sehen sind sowie technische Informationen und einige interessante Reviews zum Kinostart von „Baby Snakes“. Und wie von Yps-Heften bekannt enthält die DVD ein Gimmick, keine 3-D-Brille, sondern eine 0-D-Brille. Wozu die gut ist? Einfach zusammenbauen und selbst sehen!

Trackliste: 01 Baby Snakes 02 Curse of the Knick-Knack People 03 The Poodle Lecture 04 City of Tiny Lites 05 Flakes 06 Pound (For a Brown) - solos 07 I Have Been In You 08 Managua / Police Car / Drum Solo 09 Disco Boy 10 X-scape 11 King Kong 12 Roy's Halloween Gas Mask 13 Bobby Brown Goes Down 14 I'm so Cute 15 Titties & Beer 16 Audience Participation 17 Black Page 18 Jones Crusher 19 Broken Hearts Are For Assholes 20 Punky's Whips 21 Dinah-Moe Humm 22 Camarillo Brillo 23 Muffin Man 24 San Ber'dino 25 Black Napkins"

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