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DVD-Reviews G-H

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G3 – Live in Concert(Sony)
Rory Gallagher – At Rockpalast (ARD/In-Akustik)
Rory Gallagher – Irish Tour 1974 (BMG/ DVD auch als VHS)
Rory Gallagher – Live at the Cork Opera House (SonyBMG)
Genesis – Inside Genesis 1975 – 1980 (Classicrock)
David Gilmour – In Concert (Capitol)
Godsmack – Changes (Coming Home Studios)
Grateful Dead - Anthem to Beauty (Eagle Rock Entertainment DVD UK-Import)
Grateful Dead - Dead Ahead (BMG)
David Gray - Live (Warner Vision)
Peter Green - An Evening with... (Eagle Vision)
Guano Apes – Don´t give me Names (BMG/DVD)
George Harrison – The Concert For Bangladesh (Warner/Apple)
Jimi Hendrix – The Dick Cavett Show (MCA/Universal)
Jimi Hendrix –  Live At Woodstock - Deluxe Edition 2 DVD (Warner)
Faith Hill – When the Lights Go Down (Warner Vision)
Lauryn Hill – Unplugged NO 2.0 (Sony)



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G3 – Live in Concert (Sony)

Bereits das Event „Night of the Guitar“ vereinte um 1990 herum eine Schar von Gitarrenhelden der vergangenen Tage auf einer Bühne. Unter dem Logo „G3“ taten sich dann im Oktober 1996 drei der unbestritten größten Gitarrengenies der Gegenwart zusammen: Steve Vai, der schon an der Seite von Frank Zappa brillierte, Joe Satriani, Gitarrenlehrer von Kirk Hammet (Metallica), Steve Vai u.a. und der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Eric Johnson.

Die DVD präsentiert jeweils drei Solodarbietungen der einzelnen Gitarristen und drei Stücke aus der gemeinsamen Jam-Session: den Bluesrock-Klassiker „I´m going down“, Zappas „My Guitar wants to kill your Mama“ und Hendrix´ „Red House“. Da die Gitarre eindeutig im Mittelpunkt des Abends steht, wundert es nicht, dass die meisten gebotenen Songs Instrumentalstücke sind. Der digitale Sound – stereo und surround – weiß zu gefallen und auch an der Bildqualität gibt es nicht viel auszusetzen. Einziges Manko: Kaum ist man auf den Geschmack gekommen, ist nach jeweils drei Stücken schon wieder Schluss. Etwas mehr als die enthaltenen 75 Minuten hätten es ruhig sein dürfen. Einziges echtes Extra sind die musikalischen Biographien der drei Akteure. Wer E-Gitarren-Mucke in Perfektion mag, kann hier getrost zugreifen.

Tracklisting: Joe Satriani – Coll #9, Flying in a blue Dream, Summer Song; Eric Johnson – Intro Song, Manhattan, SRV; Steve Vai – Answers, For the Love of God, The Attitude Song; The Jam Session Songs – Going down, My Guitar wants to kill your Mama, Red House

Extras: Biographien

Ton: PCM Stereo, DD 5.1,
Bild: 4:3
Laufzeit: 75 Min.
VÖ-Datum: 3.2.2003
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Extras: Menüführung in deutsch und englisch, individuelle Playlist

DVD-Format: 9
Region: 2
Ton: Stereo; Dolby Digital 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 222 Min.
VÖ-Datum: 19.3.2004

Rory Gallagher – At Rockpalast (ARD/In-Akustik)

Das Warten hat ein Ende: Startschuss für die ersten fünf offiziellen Rockpalast-DVDs. Dabei ist gleich ein ganz Großer – Rory Gallgher. Insgesamt viermal war er im Rockpalast zu Gast. Die beiden ersten Konzerte sind auf dieser DVD verewigt: zum einen der gut 100-minütige Auftritt im WDR-Studio L im Oktober 1976 und zum anderen der Gig bei der schon legendären ersten Rocknacht im Juli 1977. Aus dem dritten Konzert im Rahmen des Rockpalast während der Maifestspiele in Wiesbaden 1979 gibt es schließlich – sozusagen als Zugabe – die Jam-Session mit Frankie Miller.

Das ganze spielt sich auf einer einzigen Scheibe ab, nicht wie zunächst angekündigt auf zweien. Das erste Gastspiel 1976 besticht vor allem durch seinen intimen Charme im kleinen WDR-Studio vor spärlichem Publikum. Der Set ist zweigeteilt in einen akustischen Solo-Part zu Beginn und einen anschließenden elektrischen Teil in der Quartett-Besetzung Gallagher, McAvoy, DeAth und Martin. Ausgestrahlt wurde seinerzeit im dritten Fernseh-Programm nur die erste halbe Stunde des Akustikparts, in dem Rory seinen schwarzen Bluesvorbildern Tribut zollte. Doch auch der lange Zeit ungesendete zweite, rockige Teil ist überaus sehenswert.

Eine dreiviertel Jahr später betrat die Rory-Gallgher-Band in derselben Vierer-Besetzung die Bühne der Essener Grugahalle und eröffnete die allererste Rockpalast-Nacht. Ab dem vierten Stück schalteten sich etliche Fernsehanstalten ins laufende Konzert, sodass die ersten drei Titel damals nur über die Rundfunkübertragung zu hören waren. Auf der DVD sind glücklicherweise auch sie mit Bild und Ton vertreten. Ganz charmant, dass zu Beginn die originale Radio-Anmoderation zu hören ist und später die TV-Ansage inklusive Eurovisionsfanfare. Für ein Schmunzeln sorgen die darauf folgenden Moderationen in der Halle, für die u.a. Rockpalast-Urgestein Albrecht Metzger verantwortlich war („German Television proudly presents...“). In diesem Fall wurde proudly präsentiert – eben der große Ire mit der abgeblätterten Stratocaster, der in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli 1977 alles aus sich und seiner Gitarre herausholte, zwei Zugaben nachlegte und bis heute u.a. durch dieses Konzert unvergessen ist.

Ein ebenfalls ausgesprochen überzeugendes Konzert bot Gallagher mit Band bei den Maifestspielen in Wiesbaden – diesmal als Trio. Der Rockpalast war dabei. Der Klassiker „Bullfrog Blues“ und die anschließende Jam-Session mit Frankie Miller bilden den dritten Teil der DVD. Auch hier wieder – wie kann es anders sein – Rory in Höchstform. Dann – nach über dreieinhalb Stunden Laufzeit – fällt der digitale Vorhang.

Das erste Konzert, insbesondere die akustischen Nummern gehören zu den klanglichen Highlights der DVD. Überhaupt muss man sagen, dass mit den aktuellen DVD-Veröffentlichungen die bestmögliche Ton- und Bild-Qualität der Rockpalast-Auftritte geboten wird. Wahlweise ist der originale Stereosound zu hören (falls in stereo aufgezeichnet wurde) und alternativ ein Surround-Mix in Dolby Digital. Selbstverständlich reicht die Tonaufzeichnung damaliger Hallen- oder Open-Air-Konzerte nicht an zeitgenössische Produktionen heran. Aber davon ist wahrscheinlich auch niemand ausgegangen. Die Bild-Qualität wird vor allem diejenigen Rockpalast-Fans begeistern, die sich jahrelang mit abgenudelten uralten TV-Mitschnitten und dubiosen Überspielungen zufrieden geben mussten. Auch hier gilt: keine Wunder erwarten. Schon aus dem TV kennt man gelegentliche Längsstreifen im Bild, der so genannte Mikrophonie-Effekt, bedingt durch die damalige Kamera-Technik. Dazu kommen minimale Bild-Störungen im 1976er-Konzert. Aber wen stört es wirklich? Hauptsache die Transformation der Filmrollen ins MPEG-Format hat gut klappt. Und hier ist nicht großartig etwas zu beanstanden.

Die Menüführung der DVD ist logisch und einfach. Es kann das komplette Programm abgespielt werden, es können die Konzerte separat ausgewählt und zusätzlich können sämtliche Tracks direkt angewählt werden. Ein besonderes Extra ist die individuelle Playlist. Hier können aus jedem Konzert bis zu 24 Titel in beliebiger Reihenfolge programmiert werden. Dieser prinzipiell begrüßenswerte Service funktioniert zwar meistens, leider jedoch nicht in jedem Fall. Die DVD wird in einer Amaray-Box ausgeliefert, der ein achtseitiges illustriertes Booklet in deutscher und englischer Sprache beiliegt. Darin schreibt der Musik-Journalist Jürgen Stark über das, was auf der Scheibe geboten wird, mit Schwerpunkt auf der Rocknacht. Wie eingangs bemerkt: Das Warten hat ein Ende. Und – das Warten hat sich gelohnt!

Titelverzeichnis:

WDR Studio L 1976 (102 Min.): Pistol Slapper Blues;Too Much Alcohol; Out On The Western Plain; Bankers Blues; Rag Mama Rag; Nothing But The Devil; Goin`To My Hometown; I Take What I Want; Calling Card; Secret Agent; Do You Read Me; Bought and Sold; Country Mile; Jacknife Beat; Boogie

Rockpalast-Festival 1977 (85 Min.): Messin`With The Kid; I Take What I Want; A Garbage Man; Moonchild; Secret Agent; Calling Card; Out On The Western Plain; Barley And Grape Rag; Tatoo’d Lady; Souped Up Ford; Bullfrog Blues; Bought And Sold

Wiesbaden 1979 (35 Min.): Bullfrog Blues; Walkin` The Dog; Sea Cruise; Around And Around; Roll Over Beethoven

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Rory Gallagher – Irish Tour 1974 (BMG/ DVD auch als VHS) 83 Min.

Um es gleich vorwegzunehmen. Dem bekannten Filmemacher und Musikjournalisten Tony Palmer ist mit dieser Konzertdokumentation ein beeindruckender Musikfilm gelungen. Und BMG darf dazu gratuliert werden, in den vom Mainstream dominierten Musikmarkt hinein ein solches Werk gesetzt zu haben. Zu sehen und zu hören ist der Gitarrenvirtuose und gefeierte Rockgigant Gallagher. Ein Derwisch an der abgeblätterten Stratocaster. Keine Showeffekte, Bluesrock pur. Powerstücke á la Cradle Rock, Bullfrog Blues und Walk on hot Coals gepaart mit melodiösen Balladen wie A Million Miles away und geradlinigem Blues (Going to my Hometown).

Gezeigt wird aber auch der bodenständige und bescheidene Ire in kariertem Holzfällerhemd. Rory Gallagher nachdenklich auf einer Brücke, der von seiner Heimat erzählt. Gespräche und Musik werden übrigens so gut wie nie ineinandergeschnitten wie in so vielen Musikdokus! Besondere Leckerbissen sind die Interviewparts des Films, in denen Gallagher seine Gitarrentechnik demonstriert und Sessionaufnahmen ohne Publikum. Im Gegensatz zu anderen Musik-DVDs, die ohne Extras daher kommen, gibt es als Bonusmaterial Homevideoaufnahmen von Gallagher, McAvoy, DeAth und Martin auf ihrer 74er Japan-Tournee und eine komplette Diskographie von Rorys Solokarriere.

Der für sein Alter sehr gefällige Ton kann in Dolby Stereo oder Surround Sound gewählt werden. Dem Bild merkt man zwar seine inzwischen 27 Jahre etwas an. Aber wir haben es hier schließlich mit Rock-Historie zu tun. Die einzige Frage, die offen bleibt: Warum fristete dieser Film eine so lange Zeit hinter verschlossenen Archiv-Türen?

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DVD-TYP: 9
Region: 2, 3, 4, 5, 6
Ton: Dolby 5.1. Surround Sound / 2.0 LPCM Stereo
Bild: 4:3 (Special Features: 16:9)
Laufzeit: 79 Min. (Konzert)
VÖ-Datum: 02.06.2006

Extras: 1) Persönlicher Rough Guide To Rory's Cork ("Cork Streetmap"), illustriert mit Memorabilia und raren und unveröffentlichten Fotos - alles begleitet mit Anekdoten und Erinnerungen. 2) EPK zum Album Big Guns - The Best Of Rory Gallagher von 2005 (6 Minuten) 3) TV Spots UK und Irland zum Album (je 30 Sekunden) 4) Discography + Foto Gallery (ca. 20 Fotos) 5) 12 Seiten Booklet

Rory Gallagher - Live at the Cork Opera House (SonyBMG)

Lang scheint sie vorüber zu sein, die gute alte VHS-Video-Zeit. Dabei ist es gerade einmal sieben Jahre her, dass „Live At Cork Opera House“ auf Videoband veröffentlicht wurde und nicht auf dem damals noch neuen Medium DVD. Dies wird jetzt nachgeholt. Die DVD-Version bringt die 13 Titel des Konzertes im zeitgemäßen Surroundsound und fügt eine ganze Reihe an Extras hinzu. Die 1987er Tour flankierte die Veröffentlichung des Albums Defender. Und so sind selbstverständlich mit Continental Op, Don't Start Me To Talkin', I Ain't No Saint und Loanshark Blues vier Stücke vom Spätwerk des Meisters vertreten. Aber auch über Klassiker wie Tatto'd Lady und Out On The Western Plain durften sich die Fans seinerzeit in Rorys Heimatstadt freuen.

Bereits Mitte der 60er Jahre hatte Gallagher mit den frisch gegründeten Taste im „Opera House“ Sternstunden seiner Musikerlaufbahn erlebt. Und auch Tony Palmer hat seine Rockdokumentation „Irish Tour 74“ dort gedreht. Da der berühmte Sohn zuvor länger nicht an seinem Geburtsort gastiert hatte, nahm das Irische Fernsehen die Rückkehr Ende der achtziger Jahre zum Anlass, das Ereignis zu filmen. Das besondere Verhältnis zwischen Rory und den Fans in „seiner“ Stadt ist offensichtlich und wird spürbar. Einziger Wermutstropfen der DVD ist der nicht so ganz gelungene 5.1 Mix, der gegenüber der Stereoversion doch deutlich an Dynamik verliert und nicht überzeugen kann. Die Bildqualität ist OK, wenn auch angesichts eines leichten Bildrauschens nicht optimal.

Zu den Highlights der DVD gehört hingegen die aufwändige Menügestaltung in Form eines virtuellen Rundgangs durch die Stadt Cork mit Anekdoten zu bedeutenden Plätzen und darin eingebettet das Bonusmaterial. Dazu zählt eine (wahlweise – auch deutsch – untertitelte) Kurzdoku inklusive Interviews mit bekannten Roryverehrern wie Slash, The Edge und Regisseur Cameron Crowe (Almost Famous), eine Diskographie, die einem CD-Regal in einem Plattenladen nachempfunden ist, alte Zeitungsausschnitte, die man aber leider so gut wie nicht lesen kann, eine Fotostrecke, allerlei liebevoll Zusammengetragenes aus dem Familienalbum und ein Trailer zur Doppel-CD „Big Guns“. Ein weiteres Plus ist das 12-seitige Booklet – ebenfalls mit Stadtimpressionen aus Cork. Für die zahlreichen Gallagherfans ist die Anschaffung dieser DVD keine Frage. Für Einsteiger gibt es Gelungeneres – z. B. die Rockpalast-Box.

Tracklist: Tracks: Continental Op (from Defender) Don't Start Me To Talkin' (from Defender) Tatto'd Lady (from Tattoo) I Ain't No Saint (from Defender) Follow Me (from Stage Struck) When My Baby She Left Me Off The Handle (from Top Priority) Out On The Western Plain (from Against The Grain) Wanted Blues; The Loop (from Fresh Evidence) Shadow Play (From Stage Struck) Messin' With The Kid; Loanshark Blues (from Defender)

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Extras: Direkte Kapitelanwahl, sortiert nach Albumtiteln, 2 Bonustracks

Region: 0
Ton: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1, DTS
Bild: 4:3
Laufzeit: 60 Min. (nur Doku)
VÖ-Datum: 28.6.2004

Extras: 3 Bonus-Tracks aus dem Beat-Club

Genesis – Inside Genesis 1975 – 1980 (Classicrock)

„The Definitive Critical Review“ – wie die Reihe im Untertitel heißt – ist der Versuch, Plattenkritiken für das Medium DVD aufzubereiten. Somit fällt die Serie (u.a. mit Deep Purple, Led Zeppelin, Pink Floyd) am ehesten in die Rubrik „Musik-Dokumentation“. Gegenstand ist jeweils ein Teil der entsprechenden Bandhistorie. Im Fall Genesis wurden die Plattenveröffentlichungen von 1975 bis 1980 – von „Trick of the Tail“ bis „Duke“ – unter die Lupe genommen. Kopf und Frontmann Peter Gabriel hatte gerade die Gruppe verlassen – Gitarrist Steve Hackett sollte bald folgen – und die meisten Fans und Kritiker sahen das Ende nahe. Den musikalischen Wandel mit Phil Collins und den damit verbundenen kommerziellen Erfolg hatten die wenigsten vorausgesehen – und auch nicht alle begrüßt.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Plattenrezensionen kommen auf der DVD eine ganze Schar von Kritikern zu Wort, darunter auch die Bandmitglieder selbst. Je nach persönlichem Hintergrund hat die Beurteilung des musikalischen Schaffens einen unterschiedlichen Schwerpunkt. So gehören zu den Rezensenten renommierte Musikjournalisten und Mitglieder der Progrockband „Mostly Autumn“. Vor allem ihre Kommentare sind wegen ihres praktischen musikalischen Sachverstandes informativ.

Es wird zwar logischerweise viel geredet, aber nicht ausschließlich. Gelegentliche Einspielungen von Livematerial von der „Duke“-Tour sorgen für das nötige Salz in der Suppe. Ausgespielt ist aber leider keines der Stücke. Auf Bild- und Tonqualität kommt es – anders als bei Livekonzerten und Clipsammlungen – hier nicht so sehr an. Zu beanstanden gibt es aber dennoch nichts.

Wer in das Bonusmaterial schaut, wird dann auf der Suche nach ausgespieltem Livematerial doch noch fündig. Jedoch nicht Genesis entdeckt man da, sondern Ex-Mitglied Steve Hackett bei einem Konzert von 1990 in Nottingham. Die beiden Stücke „In The Quiet Earth“ und „Please Don´t Touch“ geben - laut der Beschreibung auf der Hülle – einen Eindruck, wie Genesis heute klingen könnte, wenn Hackett geblieben wäre. Wer weiß? Zu den Pluspunkten der DVD gehören die Infos im Inneren der Amaray-Box und die nette Verpackung im Pappschuber. Zu den Nachteilen zählen die fehlenden Untertitel und die geringe Laufzeit von etwa 60 Minuten. Da hätten noch einige Jährchen und Langspielplatten mehr Platz gefunden. Immerhin erhalten Genesis-Fans interessante Einblicke und einige noch nicht veröffentlichte musikalische Schnipsel.

Tracklist: Ausschnitte aus "Dance On A Volcano", "Deep In The Motherland", "Follow You Follow Me", "Duke End", "I Know What I Like", "Turn It On Again", "Duchess", "Los Endlos"

Bonus-Tracks: Steve Hackett: „In The Quiet Earth“ und „Please Don´t Touch“ nach oben

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David Gilmour – In Concert (Capitol)

Wie einschlägigen Foren im Internet zu entnehmen ist, warten Pink Floyd Fans schon gespannt auf das Erscheinen einiger Musik-DVDs ihrer Lieblingsband – besonders auf „Live in Pompeii“, das in 2003 auf den Markt kommen soll und „P.U.L.S.E.“. Die Wartezeit versüßt nun der Solo-Silberling von David Gilmour auf ganz exzellente Weise. Nachdem Ex-Bandkollege Waters mit „In the Flash“ bombastisch vorgelegt hat, schlägt Gilmour die für ihn typischen sanften Töne an.

Beinahe unplugged sind 16 Songs vom 2001er Londoner Meltdown Festival und drei Nummern aus der Royal Festival Hall zu erleben. Letztere wurden Anfang 2002 aufgezeichnet und überraschen mit Gastauftritten von Bob Geldorf (Comfortably Numb) und Richard Wright (Breakthrough). Neben Stücken neueren Datums trägt David Gilmour einige absolute Floyd-Klassiker vor, darunter „Shine on you crazy Diamond“ „High Hopes“ und „Wish You were here“. Wie nicht anders zu erwarten, sind Ton- und Bildqualität hervorragend.

Gesangliche Höchstleistungen vollbringt der Chor, der auch im Bonusmaterial in einem Homevideo zu sehen ist. Darin gibt es Eindrücke von den recht entspannt wirkenden Proben zu sehen. Die Extra-Features bieten auch darüber hinaus einige bemerkenswerte Kleinode, so z.B. die so genannten „Spare Digits“. Dabei handelt es sich um sechs Songs, bei denen der Kameramann dem Meister einmal genauer auf die Finger schaut. Ein Leckerbissen für Hobbygitarristen. Last but not Least sind die Lyrics aller gespielten Tracks aufgeführt. Drei Bonustracks runden das Programm dieser gelungenen DVD ab.

Tracklist: 1. Shine On You Crazy Diamond Parts 1-5 2. Terrapin 3. Fat Old Sun 4. Coming Back To Life 5. High Hopes 6. Je Crois Entendre Encore 7. Smile 8. Wish You Were Here 9. Comfortably Numb 10. Dimming Of The Day 11. Shine On You Crazy Diamond Parts 6-8 12. A Great Day For Freedom 13. Hushabye Mountain 14. Dominoes 15. Breakthrough (von und mit Richard Wright) 16. Comfortably Numb - Alternate Version (mit Bob Geldorf); Bonus Tracks: 17. Don´t 18. I Put A Spell On You 19. Shakespeare´s Sonnet 18

Extras: Spare Digits, Home Movie, High Hopes Choral, Lyrics, 5.1. Sound Tester

Format: DVD 9
Ton: 24-bit LPCM stereo, DD 5.1
Bild: 16:9 anamorph
Laufzeit: 130 Min.
VÖ-Datum: 27.10.2002
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Extras: Direkte Titelanwahl, direkte Szenenanwahl

Region: 2
Ton: Stereo, 5.1 Multichannel, DTS, SRS Circle Surround 5.1
Bild: 16:9
Laufzeit: 104 Minuten; 60 Min. Konzert
VÖ-Datum: 15.11.2004

Godsmack – Changes (Coming Home Studios)

Für viele Bands wäre das Karriereziel mehr als erreicht, wenn sie es bis ins Vorprogramm von Metallica geschafft hätten. Nicht so für Godsmack. Der Ehrgeiz und die Einstellung der vier Bostoner, wie sie Frontmann Sully Erna in dieser Dokumentation auf den Punkt bringt, verlangt nach mehr: „Gib immer 150 Prozent, ob du vor fünf oder fünfzigtausend Leuten spielst.“ Vor fünf Zuschauern müssen Godsmack schon lange nicht mehr spielen. Inzwischen können sie sieben Millionen verkaufte Alben, elf Top Ten Singles, drei Grammy-Nominierungen und eine enorme Fangemeinde verbuchen.

Wer bei der 2003/04er „Faceless“-Tour nicht dabei sein konnte, kommt mit dieser DVD zumindest nahe dran an das Erlebnis eines Godsmack-Konzerts. Denn neben Tourimpressionen und ausführlicher Interviews liefert „Changes“ über eine Stunde lang Godsmack in Concert, aufgezeichnet von 14 Kameras bei ihrem Gig in Pennsylvania. Lobenswert: Die dreizehn Stücke können am Stück oder einzeln unabhängig von der sie einbettenden Dokumentation angeschaut werden. Ein Feature, das leider nicht alle Doku-/Konzert-Kombinationen bieten. Tipp: „Batalla De Los Tambores“. In insgesamt vier! Tonvarianten gibt die DVD einen makellos druckvollen Sound in stereo und Surroundklang wieder. Da auch das Bild beinahe perfekt ist, erreicht die Scheibe technische Bestnoten.

Die aufwändige Verpackung im besonders originellen Digipack inklusive dem achtseitigen Hochglanzbooklet ergänzt den sehr guten Gesamteindruck. Abzüge gibt es lediglich für die fehlenden Untertitel und die mit einer Stunde nicht gerade extralange Laufzeit des Livekonzerts. Changes gehört jedenfalls zu den besonders gelungenen Musik-DVD-Veröffentlichungen des Jahres 2004.

Tracklist: 1. Straight Out Of Line 2. Awake 3. Faceless 4. Bad Religion 5. Moon Baby 6. Changes 7. Re-Align 8. Serenity 9. Keep Away 10. Voodoo 11. Batalla De Los Tambores 12. Whatever 13. I Stand Alone

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Grateful Dead – Anthem to Beauty (Eagle Rock Entertainment DVD UK-Import) 75 Minuten

Aus der DVD-Reihe "Classics Albums" sind außerdem Scheiben von The Band (The Band), Fleetwood Mac (Rumors), Jimi Hendrix (Electric Ladyland), Paul Simon (Graceland) und Stevie Wonder (Songs in the Key of Life) erschienen. Zu sehen sind einige rare Aufnahmen der Dead vom Anfang ihrer Karriere. Überwiegend geht es aber um die Entstehung der ersten Platten, erzählt von den Bandmitgliedern und anderen Zeitgenossen.

Für Deadheads sehr interessant, für den Musikfreund etwas schade, dass die gezeigten Livestücke (Konzert- und TV-Aufnahmen) nicht ausgespielt werden – ein gewaltiges Manko vieler Rockdokumentationen. Ein Bonus der DVD: Der deutsche Synchron-Kommentar kann ausgestellt werden, dann klingt die Musik noch brillianter.

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Grateful Dead – Dead Ahead (BMG)

Wird mit dem Begriff Rocklegende zuweilen inflationär umgegangen, so trifft er sicher auf die Grateful Dead ohne Übertreibung zu. Auch nach dem Tod von Jerry Garcia ist die Westcoastband und ihre unverwechselbare Musik unsterblich. Wer einmal auf einem Dead-Konzert war, weiß wie schwer die einzigartige Symbiose zwischen der Gruppe und ihren Fans zu beschreiben ist und welch ein Feeling bei einem Dead-Konzert regelmäßig entstehen konnte. Zumindest als Videoaufzeichnungen sind der Nachwelt Eindrücke solcher Live-Erlebnisse erhalten geblieben. So auch der zweistündige Zusammenschnitt von mehreren Konzerten in der New Yorker Radio City Music Hall im Oktober 1980.

Natürlich ist es sehr zu begrüßen, dass den Bootleg-erprobten Deadfans dieses Video nun als DVD in die Wohnzimmer gebracht wird. Genau wie es sehr zu begrüßen wäre, wenn dies mit all den in den USA bereits erschienenen Streifen wie dem Grateful Dead Movie u.a. ebenfalls geschähe. Zur Einstimmung gibt es erst einmal einige akustische Stücke wie den „Bird Song“ oder „On the Road again“, bevor im elektronischen Teil die für die Dead so bezeichnenden verträumten Improvisationen z.B. in Willy Dixons Little Red Rooster zu genießen sind.

Recht humorvoll führen die in den USA bekannten Comedians „Franken and Davis“ durch das Programm. Besonders witzig: die Henry Kissinger Parodie. Kissinger wird darin als Bootlegger enttarnt, der versucht, einen Kassettenrekorder in die Halle zu schmuggeln.

Der digital überarbeitete Klang liegt in Dolby Digital stereo und 5.1 vor. Die Instrumente schallen sauber getrennt aus den Boxen und überhaupt ist der Klang ein großes Plus dieser DVD – zumal wenn man das Alter der Aufnahme berücksichtigt. Das Bild hält da nicht ganz mit, ist aber in jedem Fall gut ins digitale Format übertragen worden. Gespart haben die DVD-Produzenten dagegen am Menü – es gibt nämlich keines. Und so sind die einzelnen Stücke auch nicht schnell und direkt ansteuerbar. Extras sind ebenfalls Fehlanzeige, wenn man einmal von der Fotostrecke im Vorspann absieht und von den Backstageaufnahmen zwischen den Songs. Alles in allem ist „Dead Ahead“ aber trotz dieser Abzüge in der Gesamtwertung unverzichtbar für die Sammlung.

Titel: Bird song, On the road again To lay me down, Ripple, Me and my uncle, Mexicali blues, Ramble on rose, Little red rooster, Don't ease me in, Lost sailor, Saint of circumstance, Freanklin's tower, Drums/Space, Fire on the mountain, Not fade away, Good lovin'

Extras: keine

RG: 2,3,4,5,6
Ton: DD 2.0, 5.1
Bild: 4:3 Fullscreen
Laufzeit: 115 min
VÖ: 5.8.2002

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David Gray – Live (Warner Vision/DVD)

Nach drei CD-Veröffentlichungen mit mäßigen Verkaufszahlen hatte sich David Gray vor drei Jahren schon damit abgefunden, dass es mit der ganz großen Karriere nichts mehr wird. Dann erschien das vierte Album „White Ladder“ und alles wurde ganz anders. Aus dem Geheimtipp wurde auf der Insel ein umjubelter Star. Und das zu Recht. Man darf den Engländer mit der markanten Stimme wohl ohne Übertreibung als einen der größten Singer/Songwriter der letzten zwanzig Jahre bezeichnen. Da stimmen die Texte, da bewegt die Musik.

Am 22. Dezember 1999 bildete ein grandioses Konzert im „Point“ in Dublin den krönenden Abschluss der ausverkauften Irlandtournee. 9.000 Menschen zelebrierten an diesem Abend geradezu die Musik von David Gray. Dieses bemerkenswerte Konzerterlebnis fängt die DVD hervorragend ein. Wir haben es hier mit einem musikalischen Phänomen zu tun, bei dem ein unsichtbarer Draht zwischen Künstler und Publikum besteht.

Gray spielt 17 seiner Songs, darunter die Singles „Babylon“, „Please forgive me“ und "This Year´s Love“, die zusammen mit dem bereits kultigen „Shine“ zum Sahnehäubchen seines Repertoirs gehören. Doch ist jedes Stück für sich ein kleines Meisterwerk und steht für richtig gute handgemachte Musik. Interessant ist die Dokumentation „Up to a Point“, die auf derselben Tournee entstand und die sich ebenfalls auf der DVD befindet. Darin erhält man erhellende und sehr familiäre Einblicke in das Phänomen David Gray. Ton und Bild sind hervorragend. Empfehlung: unbedingt kaufen!

Playlist: Sail away, White Ladder, Late Night Radio, Faster sooner now, Lead me upstairs, Babylon, The Light, We´re not right, Flame turns blue, This Years Love, Coming down, Shine, A Century ends, My oh my, Wisdom, Silver Lining, Please forgive me

Bonusmaterial DVD: Dokumentation „Up to a Point“ mit Untertiteln in D/GB/F/I/E (52 Min.), Untertitel/Lyrics; Bonusmaterial VHS: Interview „David Gray and the White Ladder“ (11 Min.)

DVD 9
RG: 2,3,4,5,6
Länge: 140 Minuten (DVD), 99 Min. (VHS)
Ton: DD 5.0 Surround Sound, L-PCM Stereo
Bild: 4:3 Pal
Veröffentlichung am 19. November 2001
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Extras: Diskographie, Interview mit Peter Green und Nigel Watson, Full Video of Real World, Untertitelung des Interviews u.a. in deutsch

DVD-Typ: 9
RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1, DD Stereo, DTS
Bild: 16:9
Laufzeit: 147 Min.
VÖ-Datum: 22.9.2003

Peter Green - An Evening with Peter Green - Splinter Group in Concert (Eagle Vision)

Es gibt ihn immer noch: Peter Green, erstklassiger Gitarrist und begnadeter Komponist von solchen Ever-Greens (ein kleines Wortspiel sei erlaubt) wie Albatros, Man of the World und Black Magic Woman. Jawohl – letzteres stammt nicht von Carlos Santana. Seit Mitte der 90er Jahre ist der Altmeister mit der Splinter Group unterwegs, bevorzugt auch in Deutschland. Die Splinter Group – das sind Roger Cotton, Peter Stroud, Larry Tolfree und Nigel Watson, alles begnadete Vertreter des weißen Blues. Vor allen Dingen Watson (Gitarre und Gesang) setzt auf der Bühne Akzente und wirkt bei weitem vitaler, als der ebenso beleibte Peter Green, dessen Stimme mittlerweile arg brüchig geworden ist. Sein Gitarrenspiel bleibt jedoch einmalig und unnachahmbar. Davon gibt die vorliegende DVD Kunde. Aufgezeichnet wurde ein Konzert der 2003er Tournee. Gesplittet ist der Set in einen kürzeren akustischen und einen umso längeren elektrischen Teil. Geboten werden Bluesklassiker wie „Sweet Home Chicago“, eigenes aktuelles Material wie „Must be a Fool“ und natürlich Erlesenes aus Greens Fleetwood Mac-Tagen. So bildet der Instrumental-Klassiker Albatros den gelungenen Höhepunkt des Akustik-Sets, während „Black Magic Woman“, „The Green Manalishi“, „Need Your Love so bad“ und „Man of the World“ den elektrischen Teil krönen. Besonders gelungen ist die instrumentale Interpretation von „Man of the World“, bei der Nigel Watson den Gesangspart mit seiner Leadgitarre gefühlvoll ersetzt. Das vom Publikum geforderte rockige „Oh Well“ wird nicht geboten, hätte wohl auch nicht ganz in die eher getragene Stückeauswahl gepasst.

Die Atmosphäre im Wohnzimmer lebt ein Stück weit von der gelungenen Tonqualität, besonders bei den akustischen Stücken. Drei Soundversionen liegen vor. Neben dem Stereoton und Dolby Digital Surround ist eine dts-Spur vorhanden. Die Bildqualität ist eher durchwachsen, im Grunde genommen recht ordentlich, jedoch mit Schwächen bei schwierigen Lichtverhältnissen. Das nett anzuschauende Menü in Gestalt einer Schauspielhausfassade lädt ein in die beiden Sets, deren Stücke jeweils direkt angesteuert werden können, hält eine Diskographie bereit sowie ein Interview mit Green und Watson. Darin geht es ums Touren, um den Blues und natürlich – um Gitarren. Untertitelt ist das ganze mehrsprachig, u.a. auch in deutsch. Der Amaray-Box liegt ein vierseitiges Booklet bei, in dem kurz die Hintergründe des Projekts „Splinter Group“ und dieser DVD erläutert werden. Zuguterletzt kann man sich dann das Video zum Song „Real World“ anschauen. Alles in allem ein empfehlenswertes Kleinod für Bluesfans.

The Splinter Group line up: Peter Green (g, v), Nigel Watson (g, v), Roger Cotton (keyboards, guitar), Peter Stroud (bass), Larry Tolfree (drums)

Tracklist:
Acoustic Set: Hitch Hiking Woman, Sweet Home Chicago, Dead Shrimp Blues, Can You Tell Me Why (aka Legal Fee Blues), Little Queen Of Spades, Hell Hound On My Trail, Albatross Electric Set: I Believe, My Time Ain't Long, Running After You, Little Red Rooster, Ain't Nothing Gonna Change It, Shadow On My Door, Must Be A Fool, The Stumble, Cool Down, Man Of The World, Dangerous Man, Need Your Love So Bad, Real World, The Green Manalishi (With The Two Prong Crown), Black Magic Woman, Look On Yonder Wall

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Bild Guano Apes - Don´t give me Names (BMG/DVD)

So sollte es sein: Eine DVD randvoll mit Material, das Medium vorbildlich genutzt. Leider sind nicht alle Musik-DVDs so komfortabel ausgestattet wie „Don´t give me Names“ von den Guano Apes. Zum einen wäre da ein komplettes Livekonzert, aufgezeichnet auf der 2000er Tour in Amsterdam. Die packende Liveatmosphäre kommt nicht zuletzt durch die gute Tonqualität rüber.
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Als Zugabe gibt es insgesamt 7! Videoclips der Band - von „Open your Eyes“ bis „Livin in a Lie“ sowie Interviews mit den einzelnen Bandmitgliedern, Privataufnahmen und ein „Making of No Speach“. Doch damit nicht genug. Die Audio-CD „Don´t give me Names“ ist ebenfalls auf die Scheibe gebrannt, und das im AC3 Surroundmix. Und damit das Visuelle auch hier nicht fehlt, sind die Tracks mit einer mehr als 100 Fotos umfassenden Slight-Show hinterlegt. Wie gesagt: So muss es sein!
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Playlist: Live Concert (Video): Crossing the Deadline, Money & Milk, Open your eyes, Heaven Gogan, Mine all Mine, Living in a lie, No Speech, Move a little closer, We use the pain, Lords of the boards, Big in Japan, Rain, Dödel up
.
Clips (Video): Open your eyes, Lords of the boards, Rain, Don't you turn your back on me, Big in Japan, No Speech, Livin in a lie
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Audio: Innocent Greed, No Speech, Big in Japan, Money & Milk, Living in a lie, Dödel up, I want it, Heaven, Mine all mine, Too close to leave, Gogan ,Anne Claire, Ain't got time
.
Länge: 158 Min.
Ton: AC3 5.1./ PCM Stereo (Video), AC3 5.1./Stereo (Audio)
Bild: Konzert 4:3 (full frame)
Veröffentlichungsdatum: 31.10.2000
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Extras: Siehe Tracklist Disc 2, Untertitel

Verpackung : Klappbox im Schuber
RG: 2, 3, 4, 5, 6
Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Stereo, DTS
Bild: 4:3 Pal
Laufzeit: 176 Min. (Konzert: 98 Min.)
VÖ-Datum: 28. Oktober 2005

Various - The Concert for Bangladesh (2 DVDs) (Warner/Apple)

Die Mutter aller Benefiz-Konzerte á la Live-8 fand am 1. August 1971 im New Yorker Madison-Square Garden statt. Auf Wunsch seines Freundes Ravi Shankar hat Ex-Beatle George Harrison das „Concert For Bangladesh“ in kürzester Zeit auf die Beine gestellt. Hintergrund war eine Flüchtlings- und Hungerkatastrophe im damaligen Ost-Pakistan. Innerhalb weniger Wochen brachte Harrison eine beeindruckende Musikertruppe zusammen, zu denen Ringo Starr, Eric Clapton, die Gruppe Badfinger, Billy Preston, Leon Russel und Bob Dylan gehörte. Alle hatten spontan zugesagt, zum Teil eigene Konzerte gecancelt und boten an jenem Augusttag zwei großartige Vorstellungen vor insgesamt 40.000 Menschen. Das Ergebnis wurde von zahlreichen Kameras und Mikrofonen eingefangen und auf Platten bzw. Film gebannt. Der Konzertfilm bekam damals gar einen Grammy.

Nun, nach einigen mehr oder weniger offiziellen Veröffentlichungen, steht das „Concert For Bangladesh“ in einer aufwändigen Doppel-DVD-Version in den Läden. In hervorragender Bild und Ton-Qualität (DD Stereo, DD 5.1 und DTS) enthält die erste Scheibe den kompletten Kinofilm, der aus einem Mix beider Konzerte besteht. Vor allem angesichts der kurzen Vorbereitungsphase – manche Künstler konnten nicht oder kaum proben – wurde großartige Musik geboten.

Furios der Auftritt von Ravi Shankar, der bereits mit dem Stimmen seiner indischen Musikinstrumente das nicht ganz fachkundige Publikum zu Beifallsstürmen hinriss. Bis zuletzt hatte der von Kameras und Mikrofonwäldern verstörte Dylan sich seinen Auftritt offen gehalten. Dann die Erleichterung bei Harrison und der Jubel des Publikums, als der Meister auf die Bühne trat und gemeinsam mit Leon Russel am Bass und George Harrison an der Gitarre einige seiner größten Hits spielte. Größte Hits bot natürlich auch der Initiator des Events, der nach dem Split der Beatles bis dahin nicht öffentlich aufgetreten war. Und so durfte man sich damals und darf man sich heute auf „My Sweet Lord“, „Something“, „My Sweet Lord“ und weitere Harrison-Kompositionen freuen.

Die zweite DVD bietet eine Menge Extras, die sich lohnen. Zum Beispiel drei Bonustracks, die während der Proben, des Soundchecks oder während der Konzerte mitgeschnitten wurden. Sie zeigen Dylan und Harrison bei einem Duett von „If Not For You“ und die Band mit „Come on In My Kitchen“ und „Love Minus Zero“ von Dylan. Höhepunkt des Bonusmaterials ist eine dreiviertelstündige Dokumentation, in der viele der damaligen Beteiligten Musiker, Vertreter von Plattenfirmen und Techniker zu Wort kommen. So entsteht ein Eindruck von dem Ereignis aus vielen verschiednen Blickwinkeln, der in mehreren kürzeren „Making Ofs“ und Interviewparts noch vertieft wird.

Interessant zu verfolgen, wie kompliziert das Aufnahmeverfahren war, als qualitativ hochwertige Filmmitschnitte von Konzerten noch keine große Tradition hatten. Interessant auch die Schilderungen von Eric Clapton, der sich 1971 auf einem persönlichenTiefpunkt befand und sich mit diesem Konzert ein Stück weit wiederbelebte. Aufschlussreich auch die Kommentare zu dem Verwertungsgerangel der Plattenfirmen im Anschluss an das Konzert, das Harrison angesichts der karitativen Absicht schwer verärgerte. Alle Dokumentarsequenzen sind übrigens mit deutschen und wahlweise auch weiteren Untertiteln versehen.

Mit dem sehr guten Eindruck des Inhalts der Doppel-DVD kann auch das Drum und Dran mithalten. Die Scheiben stecken in einer hochwertigen Klappbox mit Schuber. Darin findet sich außer den Silberlingen ein schönes und umfangreiches Booklet. Die Menüführung ist schlicht und übersichtlich und erinnert in ihrer Gestaltung an die Led-Zeppelin-Box. Die so genannten „Artist Royalties“ der Verkäufe der DVD gehen übrigens weiterhin an UNICEF.

Tracklist:
Disc One: Concert / approx. 99 minutes
Bangla Dhun, Wah-Wah, My Sweet Lord, Awaiting On You All, That’s The Way God,Planned It, It Don’t Come Easy, Beware Of Darkness, Band Introduction: While My Guitar Gently Weeps, Jumpin’ Jack Flash, Youngblood, Here Comes The Sun, A Hard Rain’s Gonna Fall, It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry, Blowin’ In The Wind, Just Like A Woman, Something, Bangladesh

Disc Two
The Concert For Bangladesh 2005 – Documentary; The Concert For Bangladesh Revisited with George Harrison and Friends; Previously Unseen Performances 1. If Not For You, 2. Come On In My Kitchen, 3. Love Minus Zero/No Limit; Mini Features; The Making Of The Film; The Making Of The Album; The Original Artwork; Recollections – August 1st 1971; Photo Gallery; Take A Bow (Visuelle Präsentation der Musiker)

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Jimi Hendrix – The Dick Cavett Show (MCA/Universal)

Die Veröffentlichung von Jimi Hendrix Gastspielen in der Dick Cavett Show ist ohne Frage ein bedeutendes musikhistorisches und TV-geschichtliches Dokument. Cavett war um 1970 in den USA neben Johnny Carson der Show-Talker schlechthin. Hendrix trat dort nicht nur als Talkgast in Erscheinung, er spielte bei seinen zwei Gastauftritten auch jeweils live. Am 7.7. 1969 „Hear my Train a coming“ gemeinsam mit der Showband und am 9.9.1969 „Izabella“ und „Machine Gun“ – diesmal mit der neu formierten Experience mit Billy Cox am Bass.

Die Interviews zeigen einen humorvollen aber schüchternen und sehr sensiblen Jimi Hendrix, beim zweiten Auftritt völlig übernächtigt. Sie zeigen aber auch einen Dick Cavett, der sich wohltuend abhebt von der steifen Moderatorenriege jener Zeit, für die Rockmusiker lediglich langhaarige Exoten zum Bestaunen waren. Erinnert sei an Ed Sullivan und Dean Martin.

Ursprünglich war Hendrix in die Show direkt am Tag nach Woodstock eingeladen. Doch hatte er dort bis morgens um zehn gespielt, mal eben Musikgeschichte geschrieben und war – platt, konnte nicht kommen. Dafür waren Joni Mitchel, die wegen der Cavett-Show angeblich nicht in Woodstock aufgetreten war, Stephen Stills, David Crosby und Jefferson Airplane im Studio. Ausschnitte dieser Ausstrahlung sind in dem ebenfalls auf der DVD enthaltenen Dokumentarfilm zu sehen. Darin kommen u.a. Billy Cox, Mitch Mitchell und Dick Cavett selbst zu Wort. Themen sind die beiden Shows mit Hendrix und das Woodstock-Festival.

Über Sound und Bild lohnt es sich nicht zu philosophieren. Beides ist – soweit sich dies beurteilen lässt – in bestmöglicher Qualität auf die Scheibe gebrannt. Und das Material ist für die Jahre gut erhalten. Hilfreich sind die wählbaren Untertitel. Fazit: Gut, dass es diese DVD gibt. Schade dagegen dass es hierzulande viele US-TV-Klassiker wie Musicscene und Hullabaloo noch nicht auf DVD gibt.

Tracklist: Hear my Train a coming, Izabella, Machine Gun

Extras: Untertitel in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Brasilianischem Portugiesisch; Direkte Titel- und Szenenanwahl

RG: 0
Bild: 4:3
Ton: DD 2.0
Laufzeit: 90 Min.
VÖ: 22.7.2002
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Extras: Road to Woodstock Dokumentation (15 Minuten), Pressekonferenz 3.9.69, Nashville Roots Interviews, Recording Woodstock Interview mit Eddie Kramer, Artefakte, Untertitel

RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Stereo, DTS (Mix durch Hendrix Ton-Techniker Eddie Kramer
Bild: 4:3
Laufzeit: 215 Min.; Konzert (Disc 1 (99 Min.) + ca. 120 Minuten Zusatzmaterial (inklusive Konzert auf Disc 2)
VÖ-Datum: 23. September 2005

Jimi Hendrix – Live At Woodstock (The Deluxe Edition) – 2 DVD (Warner)

Manchmal fragt man sich, warum ein bereits erschienener Titel noch einmal veröffentlicht wird. Denn oft ist der Zusatznutzen gegenüber dem, was schon in der eigenen Sammlung steht, marginal. Dass diese Ausgabe von Hendrix legendärem Woodstock-Auftritt die Anschaffung lohnt, ist jedoch keine Frage. Auch dann nicht, wenn man schon die VHS-Kassette von 1994 und die erste DVD-Veröffentlichung von 2002 besitzt. Frage: Warum? Antwort: Erstmals ist das komplette gefilmte Material auf 2 Discs versammelt. D. h. das Konzert dauert 99 statt 57 Minuten. Jimis Auftritt ist ungekürzt in der ursprünglichen Songabfolge zu sehen, inklusive Foxy Lady, Spanish Castle Magic, Lover Man und Hey Joe, der letzte Song des Konzerts.

Auf Disc 2 ist das komplette Konzert noch einmal zu sehen. Verwendet wurden hierzu Schwarzweiß-Aufnahmen des Amateurfilmers Albert Goodman, der es irgendwie geschafft hatte, sich auf der Bühne zu platzieren. Für die bescheidenen Möglichkeiten des jungen Studenten ist das Ergebnis sogar recht ansehnlich. Da die Videotechnik (Open Reel CV Format) damals aber weiß Gott nicht perfekt war und Goodman nicht durchgehend filmen konnte, haben die DVD-Macher fehlende Sequenzen mit alternativem Farb-Material gefüllt. In dieser „Second-Look-Version“ ist schließlich sogar der Song „Hear My Train A Comin`“ zu sehen, den die Warner-Film-Crew damals einfach vergessen hatte aufzuzeichnen.

Das Ganze ist wie schon das Konzert auf der ersten Disc mit einem von Hendrix-Tontechniker Eddie Kramer neu gemixtem Surroundsound unterlegt. Das informative und bebilderte Booklet gibt Auskunft darüber, unter welch erschwerten Bedingungen überhaupt gefilmt wurde. So funktionierten von den zunächst 15 eingesetzten Kameras am Ende nur noch zwei. Und zwischendurch wurden die Aufnahmen immer wieder unterbrochen. Umso bemerkenswerter ist das, was hier mit viel digitalem Restaurationsaufwand wiederhergestellt werden konnte.

Auf beiden Discs gibt es Zusatzmaterial. So wird der Konzertmitschnitt auf der ersten Scheibe mit der fünzehnminütigen Dokumentation „Road To Woodstock“ eingeleitet. Darin kommen zahlreiche Musiker aus Jimis damaligen Begleitbands zu Wort, z. B. Mitch Mitchel, Noel Redding, Larry Lee und Billy Cox. Auch Woodstock-Organisator Michael Lang und Ton-Ingenieur Eddie Kramer geben dort ihre Anekdoten zum Besten. Kramer und die beiden Weggefährten Cox und Lee haben darüber hinaus auf Disc zwei ihre eigenen kleinen Specials. Ein weiteres Bonus-Feature ist eine Pressekonferenz, die Hendrix zwei Wochen nach dem Festival anlässlich eines Benefizauftritts der Jugendorganisation „United Block Association“ gab. Auch dort war Woodstock und vor allem Jimis geschichtsträchtige Performance von Star „Sprangled Banner“ ein Thema. Einziger kleiner Makel der Edition sind die Untertitel zu diesem Bonus-Feature, die das gesamte Bild weiß überblenden. Unter dem Titel „Rare Artifacts & Memorabilia“ runden Abbildungen des Konzertposters, von Tickets und handschriftlichen Notizen von Jimi Hendrix die Doppel-DVD ab. Die Menüführung ist schlicht und unkompliziert. Die Verpackung passt sich mit einer hübschen Klappbox dem Label „Deluxe-Edition“ an.

Tracklisting (Konzert): [1] Message To Love [2] Spanish Castle Magic [3] Red House [4] Lover Man [5] Foxey Lady [6] Jam Back At The House [7] Izabella [8] Fire [9] Voodoo Child (Slight Return) [10] Star Spangled Banner [11] Purple Haze [12] Woodstock Improvisation [13] Villanova Junction [14] Hey Joe

Tracklisting (Second Look): [1] Message To Love [2] Hear My Train A Comin’ [3] Spanish Castle Magic [4] Red House [5] Lover Man [6] Foxey Lady [7] Jam Back At The House [8] Izabella [9] Fire [10] Voodoo Child (Slight Return) [11] Star Spangled Banner [12] Purple Haze [13] Woodstock Improvisation [14] Villanova Junction [15] Hey Joe

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Extras: Bonus Tracks: "Stronger" und "Back to You", Behind-the-scenes, Photo Moments

Faith Hill - When The Lights Go Down (Warner Vision)

Ursprünglich als TV-Special in den USA gesendet, ist das Konzert der Grammy-nominierten Country/Pop-Sängerin nun auf DVD zu haben - in Dolby Digital und DTS. Zu den neun gespielten Songs - eine Mischung aus alt und neu - kommen zwei Bonus-Tracks - ebenfalls live. Bei "Breathe" greift gar Carlos Santana in die Saiten. Zusätzlich zum Konzert gibt es eine Doku, die nicht für Fans recht interessant sein dürfte und Einblicke in das Geschehen hinter den Kulissen einer TV-Show und in Faiths Privatleben gibt. Die Produktion ist klanglich und bildlich top - wer zugreift, macht nichts falsch.

Tracks: When the Lights Go Down, The Way You Love Me, Free, Let Me Let Go, Cry, One, There You'll Be, This Kiss, Breathe (with Carlos Santana), If You're Gonna Fly Away

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Lauryn Hill – Unplugged NO 2.0 (Sony)

1998: Lauryn Hill stürmt mit ihrem Debütalbum „The Miseducation of Lauryn Hill” die Chartsgipfel und heimst zahlreiche Grammys und MTV Music Awards ein. Drei Jahre später: Die Ex-Fugees-Sängerin sitzt mit der akustischen Gitarre auf einem Hocker inmitten des MTV-Fernsehstudios am New Yorker Times Square und gibt dort ein Unplugged-Konzert, das auf CD und nun auf DVD veröffentlicht wurde.

Selbst für Unplugged-Verhältnisse ist die Konzertatmosphäre äußerst intim. Das kleine Publikum sitzt um die Sängerin herum und lauscht deren neuen Songs und den teils humorigen, teils tragischen Anekdoten, mit denen sie ihre Lieder einleitet – bis auf „So much Things to say“ von Bob Marley und dem Traditional „The conquering Lion“ alles Eigenkompositionen.

Mit satten 105 Minuten ist der Set deutlich länger als die von MTV ausgestrahlte Version. Die Bildqualität ist ebenso wie die Tonqualität (in DD 5.1 und stereo) brilliant. Alles in allem ein musikalischer Genuss. Da wünscht man sich viele weitere Unplugged-Konzerte auf DVD.

Playlist: Mr. Intentional, Adam lives in theory, Oh Jerusalem, War in the mind, I find it hart to stay, Water, Just want you around, I gotta find peace of mind, Mystery of iniquity, I get out, I remember, So much things to say, The conquering lion, Credits,

Extras: Interaktive Menüs, direkte Titelanwahl

Bild: 4:3
Ton: DD 5.1; LPCM 2.0
Laufzeit: Ca. 105 Minuten
Veröffentlichung: 10.6. 2002
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