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Eagles - Hell freezes over (Icestorm)
Embryo - Vagabunden Karawane (Aviator)
Emerson, Lake & Palmer - Beyond The Beginning (Sanctuary)
Emerson, Lake & Palmer - Pictures At An Exhibition Jubiläumsedition (Classicpictures)
Faithless – Live At Alexandra Palace (SonyBMG)
Fear Factory – Digital Connectivity (Roadrunner; DVD)
Focus - Masters from the Vaults (Classic Rock)


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Eagles – Hell Freezes Over

Eine Sternstunde war die 1994er Reunion der Eagles nicht nur für die Fans der Band. Der damals entstandene Konzertmitschnitt "Hell freezes over" darf getrost als Sternstunde des Mediums Musik-DVD bezeichnet werden. Denn sowohl Klang als auch Bildqualität setzen Maßstäbe. Was die Produzenten hier gezaubert haben, gilt allgemein als Referenzklasse und ist bislang kaum oder gar nie wieder erreicht worden.

Hinzu kommt eine perfekte Inszenierung vor kleinem Publikum mit präziser Kameraführung. Das seinerzeit für MTV produzierte Konzert kommt als DVD ohne großes Bonusmaterial aus – vielleicht der einzige kleine Kritikpunkt. Nach einer dokumentarischen Einleitung mit Interviews und Backstage-Aufnahmen kommen die Herren Frey, Henley, Walsh, Felder und Schmit direkt zur Sache.

Gleich zu Beginn wird bei Hotel California klar, wohin der High End Zug fahren wird. Zu keiner Zeit entsteht der Eindruck, dass die Eagles 14 Jahre lang nicht zusammen gespielt hatten. Und so präsentieren die fünf mit Leichtigkeit, viel Gefühl und musikalischer Virtuosität ihre Hits, ergänzt um einige neuere Stücke von Don Henley. "Hell freezes over" ist bereits jetzt ein Klassiker und gehört in jede Musik-DVD-Sammlung.

Playlist: Tequila sunrise, Love will keep us alive, Lern to be still, Hotel California, Wasted time, Pretty maids all in a row, I can't tell you why, The girl from yesterday, New York minute, The last resort, Take it easy, In the city, Life in the fast lane, Get over it, Desperado,

Extras: Bonus Audio-Track in dts: Seven bridges road, direkte Titelanwahl

Bild: 4:3
Ton: stereo, english 5.1, dts
Laufzeit: 99 Minuten
VÖ: 29.5.2001

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Extras: Werner Penzels Kurzfilme "Babaji und Dokri Maa" und "Haiku"

DVD-TYP: 9
RG: 0
Bild: 4:3
Ton: DD 2.0, DD 5.1
Laufzeit: 115 Minuten (97 Minuten Hauptfilm)
VÖ-Datum: 21. Oktober 2005

Embryo – Vagabunden Karawane (Aviator)

Als "Landstreicher, Weltenbummler" definiert das Meyersche Taschenbuchlexikon den Begriff Vagabund. Wahrscheinlich hat Filmemacher Werner Penzel an die zweite Deutungsvariante gedacht, als er seinen Dokumentarfilm aus dem Jahr 1979 "Vagabunden Karawane" betitelte. Im Herbst 1978 startet die Gruppe Embryo mit einer kompletten Musikanlage im Gepäck von München aus eine achtmonatige musikalische und persönliche Entdeckungsfahrt nach Kalkutta. Mit dabei waren ein Clown, ein Maler, ein Feuerschlucker, einige Freunde und das Penzelsche Filmteam zur Dokumentation der Reise. Auf der langen und beschwerlichen Fahrt nach Indien gab man mehrere zuvor geplante Konzerte und suchte, wo es nur ging, die musikalische Begegnung mit fremden Kulturen.

Spontan wurden Jam-Sessions mit einheimischen Musikern arrangiert, so z. B. in Afghanistan auf einem Marktplatz, wo erlebbar wird, das musikalische Verständigung ohne Worte auskommt. Sprachlos war die "Vagabundenkarawane" auch, als eine der mitreisenden Frauen in einem Zelt am "Ende der Welt" ihr Baby zur Welt brachte. Die Geburtsszene – im Film dokumentiert – passt natürlich vorzüglich zum spirituellen Rahmen des Geschehens. Ganz weltlich ging es hingegen immer dann zu, wenn der Konvoi im Schlamm stecken blieb oder eine technische Panne die Reise verzögerte. Doch trotz aller Warnungen angesichts der damaligen politischen Großwetterlage im nahen und mittleren Osten schlug sich die Vagabundenkarawane durch die Türkei, den Iran, Afghanistan über den Kyberpass bis nach Indien durch, wo die Gruppe Embryo zum Grande Finale auf dem Internationalen Jazz-Festival in Kalkutta aufspielte. Selten passte das philosophische Motto "Der Weg ist das Ziel" besser, als auf diese Abenteuerreise.

Die Bildqualität ist recht gut, da optimal digitalisiert, wenn auch das Original-Filmmaterial lagerungsbedingt einige Alterserscheinungen aufweist – jedoch nicht sonderlich störend. Der Ton wurde restauriert, neu gemastered und abgemischt. Mit dem Ergebnis, dass der 26 Jahre alte Film nun in Dolby Surround zu anzuhören ist. Durch diese DVD-Veröffentlichung in der "Krautrock Classics" Reihe wird der Streifen aus den Archiven einiger Filmmuseen nun ans Licht der Öffentlichkeit gebracht – zu Recht. Als Bonus enthält die DVD Werner Penzels Kurzfilme "Babaji und Dokri Maa" und "Haiku" – ebenfalls aus den siebziger Jahren. Eine schöne Zugabe ist auch das 16-seitige Fotoalbum bzw. Booklet.

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Extras: 'Beyond The Beginning' Dokumentary/ unveröffentlichter Film v. Probeaufnahmen 1973/ unveröffentlichte Aufnahmen beim Brands Hatch Prominenten Motorrennen/ Interview mit Bob Moog/ außergewöhnliche Geschichte der Album Cover, Untertitel

DVD-TYP: 9
RG: 0
Bild: 16:9 / 4:3 anamorph
Ton: DD Stereo, DD 5.1
Laufzeit: 250 Minuten
VÖ-Datum: 04. Juli 2005

Emerson, Lake & Palmer – Beyond The Beginning (Sanctuary)

Und erneut erscheint nach der T.REX-Doppel-DVD mit „Beyond The Beginning“ ein randvoll gepacktes Tandem mit teilweise unveröffentlichtem Material einer klassischen Rockband. Und obwohl bereits einige Scheiben von Emerson, Lake & Palmer auf dem Markt sind, bietet erst diese Veröffentlichung so ziemlich alles, was das Herz begehrt. DVD 1 startet mit drei Clips der Vorläuferbands The Nice, The Crazy World Of Arthur Brown und King Crimson. Die beiden ersten stammen aus dem Beat-Club, letztere zeigt Amateuraufnahmen aus dem legendären Hyde-Park-Konzert von 1969. Leider gibt es keinen Originalton dazu, sondern stattdessen die Konservenversion von „21st Century Schizoid Man“. Der eigentliche Hauptteil nennt sich „ELP in Pictures“ und bietet 19 Liveclips aus unterschiedlichen Quellen, die die komplette Schaffensphase von 1970 bis 1997 abdecken. Es geht los mit dem 12-minütigen „Take A Pebble“ aus dem Beat-Club und endet mit „Touch and Go“ vom 1997er Budapest-Konzert. Dazwischen glänzen besonders die beiden Stücke vom Brüsseler Konzert von 1971 durch ihre dynamische Klangqualität und ihr historisches Flair. Anderes Material kann da klangtechnisch nicht mithalten, leider auch die Songs vom 74er California-Jam nicht.

Womit wir schon beim nächsten Thema wären: den Raritäten. Denn das komplette 44-minütige „California-Jam“ Konzert dürften nur die wenigsten Fans in dieser Qualität bisher gekannt haben. Zwar ist das Original-Material weit entfernt von optischer und akustischer Brillanz. Aber auf DVD 2 ist wohl die bestmögliche Qualität zu sichten, die ohne Nachbearbeitung zu bekommen ist. Eine technische Aufpeppung dieses Höhepunkts wäre aber sicher das berühmte I-Tüpfelchen gewesen, das der ansonsten mit viel Aufwand produzierten DVD Höchstnoten beschert hätte. Ein besonders interessantes Extra ist ein viertelstündiger Mitschnitt von einer Session im Aufnahmestudio. Der kurze Film vermittelt einen schönen Eindruck von der Leichtigkeit, mit der die drei Ausnahmekönner komplizierte Melodien und Rhythmen präzise aus dem Ärmel zauberten – hochinteressant! Weniger bemerkenswert ist ein rarer Schwarzweißfilm über die Teilnahme der Band an einem Prominentenrennen in Brands Hatch im Jahr 1973. Unterhaltsam ist die Dokumentation der Bandgeschichte mit aktuellen Interviews und historischen Aufnahmen auf der zweiten DVD. Und auch das Interview mit Syntheziser-Veteran und Wegbegleiter Bob Moog und die Geschichte der Album-Cover bieten ein recht kurzweiliges Ergänzungsprogramm. Alle Wortbeiträge sind untertitelt und der Klang ist wahlweise in stereo und dolby-digitalem Surround-Sound zu haben.

Die Aufmachung der Doppel-DVD ist mit Schuber und 24-seitigem informativem Booklet sehr ansprechend und die einjährige Recherche hat sich für die Zusammenstellung des Materials mehr als gelohnt. Abstriche sind dagegen wegen einiger Ungenauigkeiten und einer kleinen Produktions-Panne zu machen. So lässt sich der Part aus dem Isle-Of-Wight-Festival zumindest in einigen Playern nicht komplett abspielen und auf dem Cover stimmt die Reihenfolge der Songs nicht ganz. Dennoch kann zum Kauf unbedingt geraten werden.

DISC 1: Before The Beginning/Promo Videos: 01. America (The Nice) - 1969 Beat Club 02. Fire (The Crazy World Of Arthur Brown) - 1969 Beat Club 3. 21st Schizoid Man (King Crimson) - 1969
ELP Pictures: 01. Take A Pebble (1970 The Beat Club) 02. Knife Edge (1970 Belgien) 03. Rondo / Pictures (Zusammenschnitt v. Auftritten) 04. Rondo (1970 Belgien) 05. Lucky Man (1970 Belgien) 06. Tarkus / Eruption (Promo Japan) 07. Hoedown (1973 Manticore) 08. Tank (1973 Manticore) 09. Still You Turn Me On (1974 Cal Jam) 10. Karn Evil 9 (1974 Cal Jam) 11. I Believe In Father Christmas (1975 Original Promo) 12. Honky Tonk Train Blues (1976 Oscar Peterson Show) 13. Tocatta (1976 Aquarius) 14. Fanfare For The Common Man (1977) 15. Pirates (1977 Montreal) 16. Tiger In The Spotligh (1977 Pop Rock) 17. Watching Over You (1978 Memphis) 18. Tarkus (1992 Royal Albert Hall) 19. Touch And Go (1997 Budapest)

DISC 2: California Jam 1994: 01. Tocatta 02. Still You Turn Me On 03. Lucky Man 04. Piano Improvisations 05. Take A Pebble 06. Karn Evil 9 1st Impression Part 2 07. Karn Evil 9 3rd Impression 08. Spinning Piano 09. Great Gates Of Kiev

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Extras: Konzertaufzeichnung (Audio) des Nationalen Symphonie Orchesters der Ukraine

RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1, PCM Stereo, DTS
Bild: 4:3
Laufzeit: 42 Min. (Konzert); 40 Min. (Bonus-Audio)
VÖ-Datum: April 2005

Emerson, Lake & Palmer – Pictures At An Exhibition (Classicpictures)

„Supergruppe“ war eines der Modewörter der Jahre um 1970. Besonders häufig wurde es im Zusammenhang mit Emerson, Lake & Palmer gebraucht, waren doch alle drei bei ihrer Vereinigung keine unbeschriebenen Blätter mehr. Emerson hatte den klassisch inspirierten und Keyboard dominierten Sound bereits bei The Nice erfolgreich praktiziert, Lake als Bassist und Sänger mit King Crimson den Progrock aus der Taufe gehoben und Palmer bereits mit Arthur Brown und Atomic Rooster am Schlagzeug für Aufsehen gesorgt. Als einer der Höhepunkte des musikalischen Schaffens der drei gilt bis heute die Mussorgsky-Adaptation „Pictures At An Exhibition“. Diese Jubiläums-Ausgabe zum 35-jährigen Bestehen von ELP zeigt den bereits auf VHS und DVD veröffentlichten Auftritt vom 9. Dezember 1970 im Lyceum Theater.

Die Performance ist zweifellos erstklassig. Bei den mal sehr nah am Original und mal sehr frei gehaltenen Interpretationen der einzelnen Stücke (Gemälde) zeigen alle drei Musiker, dass der Begriff Supergruppe tatsächlich auf sie zutrifft. Von der gefühlvollen Ballade bis zum Orgelstakkato sind alle Gefühlslagen, die Musik ausdrücken kann, umgesetzt. Das eigentlich Geniale sind aber nicht die solistischen Fähigkeiten, sondern das präzise Zusammenspiel des Trios, zu bewundern vor allem bei „The Hut of Baba Yaga“, das des Öfteren von Rockmusikern gecovert wurde, unter anderem in den achtziger Jahren von der experimentellen Metalband „Mekong Delta“.

Ein in der ELP-Fangemeinde höchst umstrittenes Beiwerk dieses Konzerts sind die artifizellen Bildeffekte, die teilweise an die zeitgenössischen Collagen eines Mike Leckebusch (Beat-Club) erinnern. In einigen Passagen wurde hiermit nicht gegeizt, was den Blick auf die Arbeit der Musiker nicht unbedingt erleichtert. Die Bild- wie auch die Tonqualität sind im übrigen sehr gut und lassen nicht vermuten, dass der Mitschnitt 35 Jahre auf dem Buckel hat. Zum Stereo- und Dolby-Digital- kommt bei dieser Wiederveröffentlichung der DTS-Sound. Ein Plus ist auch das am Thema orientierte und edel gestaltete animierte Menü, das den Weg u. a. frei macht zu dem originellen Bonusmaterial in Form einer kompletten Konzertaufzeichnung der klassischen Vorlage von „Bilder einer Ausstellung“. Zu hören ist eine Interpretation des Nationalen Symphonie Orchesters der Ukraine. Auch hier muss nicht ganz auf Visuelles verzichtet werden. Zwar ist das Orchester nicht zu sehen, dafür dienen grafische Animationen in unterschiedlichen Optiken der bildlichen Untermalung. Wie bei den meisten Classicpictures-Veröffentlichungen wurde auf ein Booklet verzichtet und die Amaray-Box in einen Pappschuber gesteckt. Wer das Konzert in Bild und Ton noch nicht besitzt, ist mit der Jubiläums-Edition gut bedient.

Titelverzeichnis: 1. Promenade 2. Gnome 3. Promenade 4. The Sage 5. The Old Castle 6. Blue Variation 7. Promenade 8. The Hut Of Baba Yaga 9. The Curse Of Baba Yaga 10. The Hut Of Baba Yaga 11. The Curse Of Baba Yaga 12. The Great Gates Of Kiev

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Extras: Fotogalerie

Verpackung : Amaray-Box
DVD-Tyo : 9
RG: 2, 3, 4, 5, 6
Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Stereo, DTS
Bild: 16:9
Laufzeit: 95 Min.
VÖ-Datum: 14. Oktober 2005

Faithless – Live At Alexandra Palace (SonyBMG)

Über kaum eine Live-DVD ist während der letzten Monate in den Musik-DVD-Foren des weltweiten Netzes schon vor Erscheinen so intensiv diskutiert worden wie über diese. Erstaunlich ist das nicht, gehören doch Faithless zu den wenigen Acts, die die musikalischen Vorlieben von Anhängern elektronischer Dancefloormusik und Fans handgemachter Musik gekonnt unter einen Hut bringen – und das schon seit mehr als zehn Jahren. Dabei machen sie keine faulen Kompromisse, sondern bieten bemerkenswerte Klangerlebnisse auf höchstem musikalischen Niveau – vor allem live. Wer einmal dabei war, weiß, dass Sister Bliss, Maxi Jazz und Co. auch optisch nicht mit Effekten geizen, um eine hypnotische Atmosphäre zu erzeugen. Daher sah sich z. B. die Plattenfirma gezwungen, eine Warnung vor Stroboskop-Licht auf dem Cover anzubringen.

Das lange Warten auf die DVD hängt vor allem damit zusammen, dass die Band nur in der perfekte Location aufzeichnen wollte. Mit dem Londoner "Alexandra Palace" hatte man sie im Frühjahr 2005 endlich gefunden. Und so wurde – so gut das geht – die Liveatmosphäre eines Faithless-Konzertes wohnzimmertauglich gemacht. Da die 14-monatige Tour „Greatest Hits Tour“ hieß, sind sie natürlich alle auf der Setlis: von „Insomnia“ über „God Is A DJ“ bis „Salve Mea“. Aber auch die weniger spektakulären und eher ruhigeren Stücke mit Akustikgitarrenbegleitung fügen sich harmonisch in den Set und lassen alle 18 Songs zu einem Gesamtwerk ohne Übergänge verschmelzen.

Mehr als bei anderen Live-DVDs war die spannende Frage, wie der Surroundmix gelungen ist. Und anders als bei manch anderer Produktion ist der sechskanalige Klang in diesem Fall ein gehöriger Zugewinn gegenüber dem Stereosound, der die Konzert-Atmosphäre eben nur weniger als halb so gut wiedergibt. Instrumente und Soundeffekte werden perfekt auf alle Lautsprecher verteilt, wie man es sonst eigentlich nur von Studioaufnahmen gewohnt ist. Da auch die Bildqualität mit äußerst schwierigen Bedingungen wie ständig wechselnden Lichteffekten sehr gut fertig wird, gibt es für die technischen Faktoren Höchstwerte. Außer einem nur vierseitigen Booklet und einer Fotogalerie sind keine weiteren Extras vorhanden, im Grunde das einzige Manko, das von der Anschaffung der DVD aber nicht abhalten sollte.

Tracklist: 01 Sweep 03:50 02 Insomnia 05:54 03 No Roots 04 God Is A DJ 05 Bring My Family Back 06 Mass Destruction 07 Everything Will Be Alright 08 What About Love? 09 Miss U Less, See U More 10 Drifting Away 11 Postcards 12 I Want More - Part 1 13 I Want More - Part 2 14 Take The Long Way 15 We Come 1 16 Machines R Us 17 Muhammad Ali 18 Salva Mea

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Fear Factory – Digital Connectivity (Roadrunner; DVD)

Brutal, aggressiv und kühl und gleichzeitig gefühlvoll und melodiös: So paradox könnte man die Musik von Fear Factory beschreiben, die mit der Präzision einer Maschine daherkommt und dennoch voller Leben ist. Unbestreitbar ist, dass Fear Factory vier begnadete Musiker vereint. Das dokumentiert diese DVD eindrucksvoll. Kurz gesagt ist den Machern der Scheibe ein recht kurzweiliger Trip durch die Welt des Quartetts gelungen. Die Möglichkeiten des Mediums werden mit allerlei Zusatzmaterial und Wahlmöglichkeiten intelligent genutzt – nicht zuletzt das Booklet, Mangelware bei vielen Silberlingen. Nicht so hier. Auf vier Seiten erzählt Sänger Burton die Bandgeschichte.

Und Historie wird auch auf der DVD selbst groß geschrieben. So erfährt der Zuschauer viel Interessantes von den einzelnen Bandmitgliedern selbst und bekommt Einblicke in sämtliche Schaffensphasen. Kurzweilig ist der Streifen wegen der gelungenen Mixtur aus Livemitschnitten, Videoclips sowie zahlreichen Backstage-, On the Road- und Interviewesequenzen. Doch keine Angst: Anders als bei manch anderen Musikdokus werden die Stücke glücklicherweise ausgespielt.

Ein Highlight der gezeigten Livemitschnitte dürfte sicherlich "Self Bias Resistor" sein, das die Band seinerzeit bei MTV´s Headbanger´s Ball zum besten gab. Neben dem reichhaltigen Filmmaterial bietet Digital Connectivity 8 Audiotracks, 5 Fotogallerien sowie allerlei Artwork. Die Bild- und Tonqualität variiert naturgemäß mit der gewählten Mitschnitttechnik und reicht von Homevideo- bzw. Bootlegniveau bis hin zu High-End-Standard bei den Clips.

Videoclips: Replica, Resurrection, Cars, Linchpin

Audiotracks: Frequency, Machine Debaser, Demolition Racer, Edgecrusher, Descent, Cyberdyne, Transgenic, Refueled

Weitere Extras: Discographie, Weblinks, Desktopimages

Laufzeit: 80 Minuten (Hauptteil)
RG: 2
Bild: 4:3
Ton: DD 2.0
Veröffentlichung: 14.1.2002
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Focus - Masters from the Vaults (Classic Rock)

Mit „Hocus Pocus“, „Sylvia“ und „House of the King“ hatte die holländische Band Focus Anfang der 70er Jahre einige absolute Top-Hits. Und mit Thijs Van Leer und Jan Akkerman waren zudem zwei der besten niederländischen Rockmusiker in dieser Kombo vertreten. Wobei Rock den Musikstil von Focus nur unzureichend beschreibt. Denn die zumeist instrumentalen Epen sind ebenso gespickt mit klassischen, folkloristischen und jazzigen Elementen. Was „Classic Rock“ hier aus den Archiven zusammengetragen hat, kann sich wirklich sehen lassen.

Durch den Hauptteil der DVD – die „Retrospektive“ – führt Thijs van Leer höchst selbst. Zu sehen sind Aufnahmen aus einer Dokumentation von 1971, welche die Sessions zur Entstehung des Albums „Movin Waves“ zeigt. Dazu kommen in aller Ausführlichkeit gleich mehrere Mitschnitte aus der BBC-Show „The Old Grey Whistle Test“. Diese TV-Auftritte waren es, die Focus schließlich zum Durchbruch auf der Insel verhalfen. Weitere OGWT-Aufzeichnungen finden sich außerdem im Bonusmaterial, wo das „Hamburger Concerto“ (ca. 17 Minuten) und ein Medley (ca. 7 Minuten) geboten werden. Die Aufnahmen aus dem OGWT haben den Vorzug, für diese Zeit hervorragendes Bild- und Tonmaterial zu liefern.

Bei den angesprochenen Bonustracks sind allerdings beim Bild einige Abstriche zu machen. Das Medley pixelt doch recht stark, während das „Hamburger Concerto“ ein leichtes Ruckeln aufweist. Um einen optimalen Sound präsentieren zu können, sind die Originalbänder digital überarbeitet worden und liegen im Dolby Digital 5.1 Sound vor. Die Focus-DVD ist wegen der reichhaltigen Zusammenstellung sicher ein Glanzpunkt der Reihe „Masters from the Vaults“. Unter den Specials befindet sich übrigens eine Trailer-Sammlung zu dieser Serie, die auf dem Musik-DVD-Markt einzigartig ist. Weitere Titel, die hier demnächst rezensiert werden, zeigen Curved Air, Atomic Rooster, Family und Van der Graaf Generator live zu Beginn der 70er Jahre. Diese Mitschnitte liefen ursprünglich im Belgischen Fernsehen und sind von der BBC unter dem Titel „Rock of the Seventies“ vor einigen Jahren ausgestrahlt worden.

Tracklist: Hocus Pocus (OGWT), Focus III, House of the King, Eruption, Focus I, Focus III, Sylvia (OGWT) and more....

Extras: Medley 1973 (OGWT), Hamburger Concerto (Rare/Medium/Well Done), Master from the Vaults (Trailer zu den einzelnen Titeln der Reihe)

Ton: DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 98 Min.
VÖ-Datum: 21.4.2003
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