zur MusikVideoForum-Homepage

DVD-Reviews C-D

A-B E-F G-H I-K L-P Q-R S T-Z Various

CAN - DVD/CD (Spoon/EMI)
Roger Chapman - At Rockpalast (ARD/MAWA/InAkustik)
Caravan - The Ultimate Anthology (Icestorm/Ragnarock)
Clash - The Essential Clash (Sony)
Colosseum - The Complete Reunion Concert/Valentyne Suite (Icestorm)
The Corrs – Live in London (Warner Vision)
The Cranberries – The Stars - The Best Of 1992-2002 (Mercury)
Cream - Farewell Concert (BMG/DVD)
Cream - Strange Brew (Warner Vision)
Crosby, Stills & Nash – Long Time Comin´ (Warner)
The Cure - Trilogy - Live in Berlin (Eagle Vision
Curved Air – Masters from the Vaults (Classic Rock)
Dead Kennedys – The Early Years Live (In-Akustik/DVD auch als VHS)
Deep Purple – Come Hell or high Water (BMG/DVD auch VHS)
Deep Purple – Heavy Metal Pioneers (Warner Vision)
Deep Purple – Masters From The Vaults (Classic Rock)
Deep Purple – Perihelion (Icestorm/Image Entertainment)
Die Happy – The Weight Of Circumstances (bmg)
The Doors – 30 Years Commemorative Edition (Universal/ DVD)
Dream Theater – Metropolis 2000: Scenes from New York (Warner Vision/DVD+VHS)



Bild

bei Amazon bestellen

Bonus-Material: Untertitel in Deutsch, Englisch und Französisch, Diskographie, Historie, DVDconnector, Biographien

RG: 1,2,3,4,5,6
Ton: Dolby Digital 5.1 (Remixes); Dolby Digital 2.0; pcm Stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 274 Min. (DVDs)
VÖ-Datum: 24.11.2003

CAN – DVD/CD-Box (Spoon/Mute)

„Wir mögen in Deutschland keine Überraschungen. Diese Band steht für das ‚undeutsche’ Gegenteil“, begründete Laudator Herbert Grönemeyer die Verleihung des ‚Echo-Award’ für das Lebenswerk von Can bei der Vergabe im Jahr 2003. Einblicke in das preisgekrönte bereits 35 Jahre währende Werk gibt diese nun schon zweite „Can-Box“. Die erste 1999 erschienene Box, die schon bald vergriffen war, bestand aus dem Triumvirat Buch, CD und VHS-Video. Die zweite – schön verpackt im Digipack – trägt dem neuen Medium DVD Rechnung und besteht aus zwei der digitalen Bildträger und einer Bonus-CD mit Aufnahmen der Bandmitglieder aus jüngerer Zeit – live und im Studio aufgenommen. Wobei die vier Tracks von Holger Czukay exklusiv nur auf dieser CD zu finden sind.

Die DVDs enthalten zum Teil Material, das bereits auf der Videokassette der ersten Box enthalten war. Zum Beispiel die aufwändig recherchierte anderthalbstündige Dokumentation der Musikvideo-Gurus Rudi Dolezal und Hannes Rossacher. Die beiden haben für ihren Film so ziemlich alles aus den Archiven gefischt, was aufzutreiben war, so zum Beispiel frühes Doku-Material des WDR aus „Hier und Heute“ und den Liveclip zu „Paperhouse“ aus dem Beat-Club (nicht ganz ausgespielt). Musikalisch interessant sind die kompletten und in guter Qualität erhaltenen Peformances aus der Midsiebziger-Phase beim „Old Grey Whistle Test“ (BBC) und bei „Musik Extra 3“ (NDR). Da das ursprüngliche Filmmaterial nicht mehr aufzutreiben war, ist die gesamte Dokumentation, wie für die VHS-Ausgabe vorgesehen, in englisch untertitelt – nicht ausblendbar aber wahlweise mit französischen Untertiteln zu überlagern.

Ebenfalls schon auf der VHS-Kassette befand sich das legendäre Free-Concert, aufgezeichnet von Regisseur Peter Przygodda in der Kölner Sporthalle Anfang 1972. Vor 10.000 Zuschauern improvisierten Can dort in ihrer unnachahmlichen Art, unterbrochen von Auftritten eines Zauberers und von den Kunststücken einer Akrobatentruppe. Ebenso experimentell wie die Musik wirkt der gesamte gut 50-minütige Film. Przygodda, der an dieser Box mitgewirkt hat, bat darum, keine dem Medium DVD gemäße Kapiteleinteilung des Konzerts vorzunehmen, um sein Regiewerk als Ganzes zu belassen. Der aufgezeichnete Ton entsprach seinerzeit nicht dem Highend-Standard. Und so erlebt der Zuschauer zwar keinen Ohrenschmaus, darf aber ein kostbares historisches Dokument sein Eigen nennen, das den so genannten progressiven Zeitgeist der frühen siebziger Jahre treffend widerspiegelt.

Auf DVD 2 erwartet den Betrachter eine weitere gut achtzigminütige Dokumentation, ebenfalls zusammengestellt von Peter Przygodda. Es handelt sich dabei um Material aus den Jahren 1997 bis 2003, das hauptsächlich Managerin Hildegard Schmidt gefilmt hat. Auf diese Weise erhält man recht intime Einblicke von der Promo-Welttour zur Remix-CD „Sacrilege“, von Fotosessions, Interviews und Konzerten.

Ein glücklicher und zugleich trauriger Augenblick war die schon angesprochene und auf DVD 2 enthaltene „Echo-Verleihung“. Traurig deshalb, weil das Fehlen von Gitarrist Michael Karoli, der 2001 an Krebs verstarb, schmerzlich bewusst wird. Insbesondere sein innovatives Gitarrenspiel wird von Can-Fan und Award-Paten John Frusciante (Red Hot Chili Peppers) in höchsten Tönen gelobt.

Vier Can-Tracks wurden extra für diese DVD auf 5.1 neu abgemischt. Doch nicht nur den Surround-Klängen dieser vier Stücke darf gelauscht werden. Hinzu kommt ein als „Making of“ titulierter Blick über die Schulter von Surround-Engineer Jono Podmore, der gemeinsam mit den Can-Mitgliedern den alten Bändern neues Leben einhauchte.

Weitere DVD-Features sind ein origineller einminütiger Film von Brian Eno über Can, Biographien der Bandmitglieder und der wichtigsten Personen aus dem Can-Umfeld, eine Band-Historie, eine Diskographie und der „DVDconnector“. Das bemerkenswerte an der Diskographie: Sie kann als Slideshow abgespielt werden und spielt von jedem Can-Album etwa eine Minute eines darauf enthaltenen Stücks an. Beim „DVDconnector“ handelt es sich um einen speziellen Zugang zu einer eigens eingerichteten Website, auf der zu einzelnen Features erweitertes Material zu finden ist (Fotos, Interviews, Infos etc.).

Bild- und Tonqualität der DVD-Inhalte schwanken mit den verwendeten Vorlagen. Teile des Materials (z.B. Free-Concert) sind historisch, andere ursprünglich nicht für eine kommerzielle Verwendung aufgezeichnet (Can-Notes). Alles in allem ist der Inhalt der Box gut umgesetzt und die Quantität ist mit einer Gesamtlaufzeit von viereinhalb Stunden (nur DVDs) mehr als üppig.

Um es mit den eigenen Worten der Künstler zusammenzufassen: Can ist ein Prozess, der niemals endet. Er schreitet weiter voran in den Projekten der einzelnen Can-Mitglieder und in dem, was zahlreiche von Can beeinflusste Musiker aus dem gemacht haben, was die Kölner ihnen vorgegeben haben. Was ihnen stets am meisten fehlte, war der Geschäftssinn. Aber in Irmin Schmidts Ehefrau Hildegard haben Sie seit über 30 Jahren eine ideale Managerin, die dafür sorgt, dass hin und wieder einmal solche Kleinode wie diese Box in den Geschäften zu kaufen sind.

Titelverzeichnis:

DVD 1: 1. CAN-Free-Concert - Cologne 1972 2. CAN Notes - by Hildegard Schmidt 3. Photogallery 4. Smoke, Get The Can, Below This Level, Half Past One - 5.1 Remixes ( + The Making Of The Remixes ) 5. Discography 6. DVD Connector - PC only DVD Rom Link

DVD 2: 1. CAN Documentary - DoRo 2. A Short Tribute Film To CAN by Brian Eno 3. Echo Awards Presentation Footage 4. Biographies 5. History 6. DVD Connector - PC only DVD Rom Link

CD: 1. Goatfooted Balloonman ( Irmin Schmidt & Kumo ) 2. Fledermenschen - Live (Irmin Schmidt & Kumo ) 3. Las Plumas del Búho ( Irmin Schmidt & Kumo ) 4. Rhein Rauf ( Jaki Liebezeit & Brunt Freidman ) 5. On A Can ( Jaki Liebeszeit & Drums Off Chaos ) 6. Veloiraptor - Live ( Jaki Liebeszeit & Drums Off Chaos ) 7. Solitary Life - Live ( Holger Czukay & U-She ) 8. Time and Tide ( Holger Czukay & U-She ) 9. Cruise ( Holger Czukay & U-She ) 10. Sunday Morning - Live ( Holger Czukay & U-She ) 11. Michael Karoli & Sofortkontakt! 12. Pounding Venus - Live ( Michael Karoli & Sofortkontakt! ) 13. Research Has Shown... - Live ( Michael Karoli & Sofortkontakt! )

 nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: individuelle Playlist

DVD-Format: 9
Region: 2
Ton: Stereo; Dolby Digital 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 235 Min.
VÖ-Datum: 19.3.2004

Roger Chapman – At Rockpalast (ARD/MAWA/In-Akustik)

Die britische Formation Family galt als eine der bemerkenswertesten Rockbands der späten 60er und frühen 70er Jahre – nicht zuletzt wegen ihres exzentrischen Frontmannes Roger Chapman. Das Energiebündel mit dem Meckervibrato löste sich schließlich 1973 gemeinsam mit Gitarrist John Whitney von der „Familie“. Mit ihrem neuen Projekt „Streetwalkers“ gastierten sie dann im März 1975 als eine der ersten Gruppen überhaupt im gerade entstandenen Rockpalast.

Und so sind die drei aus diesem Konzert entnommenen Stücke – darunter u. a. das noch aus Family-Zeiten stammende „Burlesque“ – tatsächlich so etwas wie absolute Rock-TV-Historie. Ausführlicher gibt es „Chappo“ dann ohne Whitney mit seiner anschließenden Formation „The Shortlist“ zu sehen. Die „engere Auswahl“, wie Shortlist wörtlich übersetzt heißt, tourte 1979 durch Deutschland, wo sie der Rockpalast in der Hamburger Markthalle vor die Kameras bekam. Der Eindruck, den Chapman und seine Kombo beim Publikum und dem Rockpalast-Team dort hinterließen, musste wohl gewaltig gewesen sein, denn zwei Jahre später erfolgte die Einladung von Rüchel und Co. als Headliner der Oktober-Rocknacht von 1981. Fast zwei Stunden lang begeisterte der damals schon etwas rundliche und nicht mehr ganz junge Chapman das Essener Publikum. Die Musik der Shortlist war dabei nicht besonders innovativ wie die der Family, sondern fällt eher in die Rubrik „schnörkelloser bluesiger, zuweilen etwas jazziger Rock“. Gespickt waren die Sets der Band stets mit wechselnden Coverversionen wie beispielsweise dem Hendrix-Klassiker „Stone Free“ oder dem Stones-Evergreen „Let´s spend the Night together“. Ironie des Schicksals. Kommerziellen Erfolg hatte Chapman weder mit der von Kritikern viel gelobten Family noch als Solist mit seinen verschiedenen Bands. Die Charts stürmte er erst ein paar Jahre später als Sänger für Mike Oldfield mit „Shadow on the Wall“.

Die Ausstattung der DVD wird dominiert – was will man mehr – durch die enorme Konzertlänge von insgesamt knapp vier! Stunden. Als Extras gibt es die direkte Titelanwahl und die Programmiermöglichkeit von bis zu 24 Titeln. Wie in der Rockpalast-Reihe üblich, kann zwischen den beiden Tonmixen Stereo 2.0 und Dolby Digital 5.1 gewählt werden. Die Klangqualität ist den Umständen entsprechend anständig, die Bildqualität ansprechend. Denn anders als zum Beispiel beim Thin-Lizzy-Konzert auf der Loreley halten sich die als laufende Querstreifen sichtbaren „Mikrophonie-Effekte“ auf der Chapman-DVD in Grenzen. In der Amaray-Box steckt als weiteres Bonus ein achtseitiges Booklet mit einigen Fotos des ersten Rockpalst-Auftritts von Roger Chapman mit den Streetwalkers und einige Notizen von Jürgen Stark. Weitere Extras gibt es nicht.

Titelauflistung:

WDR Studio L 1975 (21 Min.): Crazy Charade, Run For Cover, Burlesque

Markthalle Hamburg 1979 (98 Min.): Moth To A Flame, Keep Forgettin’, Face Of Stone, Midnite Child, Who Pulled The Night, Down/ Talkin’ About You, Shape Of Things, Short List, Burlesque, Can’t Get In / Bo Diddley / Hoochie Coochi Man, Always Gotta Pay In The End, Let’s Spend The Night Together, Hang On To A Dream, Can’t Turn You Loose

Grugahalle Essen 1981 (116 Min.): Who Pulled The Night Down, Keep Forgettin’, Unknown Soldier, Ducking Down, I Just Want To Make Love To You, Killing Time, He Was, She Was, Hang On To A Dream, Prisoner, Short List, Hyenas Only Laugh For Fun, Common Touch, Making The Same Mistake, Midnite Child, Stone Free, Goodbye Reprise, Blood And Sand, Let’s Spend The Night together, Jesus And The Devil, Help Me, Prisoner

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Direkte Titelanwahl

Region: 0
Ton: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1, DTS
Bild: 4:3
Laufzeit: 95 Min.
VÖ-Datum: 6.7.2004

Extras: 3 Bonus-Tracks aus dem Beat-Club

Caravan – The Ultimate Anthology (Ragnarock/Icestorm)

Caravan galten in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren als eine der herausragenden Bands der so genannten „Canterbury Scene“ in England. Ihr experimenteller Softrock war zwar nie so recht hitparadentauglich, ist aber ein erstklassiges Beispiel für progressive Musik in der damaligen Zeit. Zwar nicht in der ursprünglichen Quartettbesetzung, aber mit Bandleader Pye Hastings tourte die Band Anfang dieses Jahrtausends durch England. Sieben Stücke von Caravan und Hastings solo plus ein Caravan-Medley zeugen auf dieser DVD von der Tour. Zwar ist es etwas dick aufgetragen, diese DVD als die ultimative Anthologie – sprich Auswahl – zu titulieren. Doch hat die Scheibe durchaus ihre Qualitäten.

Obwohl die Kompositionen heutzutage nicht mehr besonders progressiv wirken, werden die Konzertmitschnitte Freunden sanfter zuweilen etwas jazziger Rocktöne gefallen. Und – das muss man sagen: Die Krönung des Silberlings ist ganz klar das Bonusmaterial. Dort sind drei Aufzeichnungen aus dem Beat-Club versammelt, die bislang zum Teil kaum sonst wo zu sehen waren. Zwei der Stücke („Magic Man“ und „Place Of My Own“) stammen von der Debut-LP und wurden von Radio Bremen Ende 1969 das erste Mal gezeigt, während „Golf Girl“ zwei Jahre später und schon in Farbe über den Sender ging. Konzert und Bonustracks weisen eine erfreulich gute Bild- und Tonqualität auf, den Ton gibt es – wie für die „Ultimate-Anthology“-Reihe obligatorisch – in Stereo, Dolby Digital und DTS.

Tracklist: 01 Nine Feet Underground 02 For Richard 03 Caravan Medley 04 Nightmare 05 All The Way 06 A Very Smelly Little Oik 07 If I Could Do It Again... 08 Liar

Bonus-Tracks: 09 Magic Man 10 Place Of My Own 11 Golf Girl nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Clash - The Essential Clash (Sony)

Anfang 1976 gegründet, gehörten die Clash zu den Londoner Punkbands der ersten Stunde. Und ähnlich wie die Stranglers oder The Jam schafften es Joe Strummer, Mick Jones, Paul Simonon und Terry Chimes mit der gekonnten Integration von zahllosen anderen musikalischen Stilrichtungen die Punk-Revolution zu überleben. Mit „London Calling“ und „Should I stay or should I go“ kreierten sie sogar unbewusst zwei Rock-Evergreens.

Den Auftakt der DVD macht der Trailer von „Clash on Broadway“ aus dem Jahr 1981 inklusive „London Calling“ live und einem Clip zu „Radio Clash“. Es folgt eine Mischung aus Live- und Studio-Clips, darunter „Rock the Casbah“ und „Should I stay...“ in der bekannten Live-Version. Ein wirklich nützliches Feature ist der so genannte Video-Selector, eine Programmiermöglichkeit für die zwölf Songs. Mindestens ebenso interessant wie die Video-Sammlung ist das Bonus-Material. Es zeigt ein frühes Interview aus der „London Weekend Show“ von 1976 und eine Live-Promo-Sequenz mit weiteren drei Stücken (1977, White Riot und London´s Burning). Dazu kommt eine Coverversion von „I fought the Law“ aus „Rude Boy“ und last but not least ein 49-minütiger Stummfilm in schwarzweiß. Es handelt sich dabei um eine von Joe Strummer im Jahr 1983 gedrehte Gangster- und Drogengeschichte mit dem Titel „Hell W10“.

Das zum Teil 27 Jahre alte Filmmaterial ist so gut wie möglich digitalisiert worden. An der Transcodierung ist nichts zu beanstanden. Und so darf man sich auch über einen recht akzeptablen remasterten Sound freuen (Dolby Digital 5.1 und stereo). Das schrill bunte Menü führt übersichtlich durch das Programm und obendrein liegt der Amaray-Box ein kleines illustriertes Booklet bei, das die Bandgeschichte enthält und Abbildungen aller Platten zeigt. Fazit: Der Clash-Fan wird mit dem recht umfangreichen Material der DVD in ansprechender Qualität zufrieden sein.

Tracklisting: 01 Clash On Broadway Trailer "London Calling" & "Radio Clash" 02 White Rio 03 Complete Control 04 Tommy Gun 05 Clampdown 06 Train in Vain 07 London Calling 08 Bankrobber 09 The Call Up 10 Rock The Casbah 11 Should I Stay Or Should I Go (live) 12 Career Opportunities (live)"

Extras: Video Selector, Hell W10 – Schwarz/Weiss Stummfilm von Joe Strummer aus dem Jahre 1983, Promo-Filmmaterial von 1976, Interview aus der London Weekend Show von 1976, Diskographie, I fought the Law (aus „Rude Boy“)

Ton: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital stereo
Bild: 4:3
VÖ-Datum: 7.7.2003
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Colosseum - The Complete Reunion Concert/Valentyne Suite (Icestorm)

1994 war das Jahr der großen Rock-Reunions. Sowohl die Eagles als auch Colosseum gaben damals perfekte Konzerte, welche die Nachwelt mit etwas Verspätung nun auf DVD beglücken. Während die Eagles mit „Hell Freezes over“ bereits vor ein paar Jahren Maßstäbe im Musik-DVD-Genre gesetzt haben, legen Colosseum jetzt mit Ihrem Reunion-Silberling nach. In brillianter Bild- und Tonqualität zu bestaunen, zogen die begnadeten Jazzrocker um Schlagzeuger John Hisemann im Kölner E-Werk alle Register ihres Könnens. Die Songauswahl lässt mit der „Valentyne-Suite“ als Höhepunkt nichts zu wünschen übrig.

Die Besetzung John Hiseman (Schlagzeug), Chris Farlowe (Gesang), Dick Heckstall-Smith (Bläser), Clem Clempson (Gitarre), Dave Greenslade (Keyboards) und Mark Clarke (Bass) ist zwar nicht das ursprüngliche Line-up. Doch in dieser Formation erlebte die Band 1970 bis 1971 ihre größten Erfolge. Und diese Kombination weiß auch 23 Jahre nach ihrer Trennung auf der Bühne zu überzeugen. Der Enthusiasmus ist den Musikern förmlich anzumerken. Vor allem die 90-minütige Dokumentation lässt Hisemans Besessenheit - im positiven Sinne - spüren. Zu Recht beklagt er darin die so genannten Bandrevivals, die oftmals nur aus einem Mitglied der Urbesetzung bestehen. Zu Wort kommen in der Doku zudem sämtliche vormaligen Musiker und die entscheidenden Personen aus dem Bandumfeld. Gespickt ist das ganze mit alten Amateuraufnahmen und Ausschnitten aus Konzertmitschnitten (Supershow 69, Beat-Club etc.). Die DVD erfüllt die gesteckten Erwartungen voll und ganz. Zur Perfektion fehlen lediglich ein paar Special Features wie Untertitel, die der Dokumentation nicht schlecht zu Gesicht gestanden hätten.

Tracklist: Those About To Die - Skelington - Elegy - Tanglewood '63 - The Valentyne Suite (a) January's Search (b) February's Valentyne (c) The Grass is Always Greener - Rope Ladder To The Moon - Theme For An Imaginary Western - The Machine Demands Another Sacrifice - Solo Colonia - Lost Angeles - Stormy Monday Blues - Walking In The Park

Extras: The Story of Colosseum (90-minütige Dokumentation)

Format: DVD 9
Ton: DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 180 Min.
VÖ-Datum: 5.2.2003
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

The Corrs - Live In London (Warner Vison/DVD + VHS)

Ein großes Publikum sind die Corrs spätestens nach ihrem Auftritt in Lansdowne Road gewohnt, wo sie vor 43.000 Menschen spielten. Und so machten sie auch am 21. Dezember 2000 im Londoner Wembley Stadion eine gute Figur. Wie wir es von den ersten drei DVD-Veröffentlichungen gewohnt sind, wartet auch „The Corrs – Live in London“ mit einer exzellenten Bild- und Ton-Qualität auf. Die sechs Musiker um die Familie Corr bringen insgesamt 24 Stücke, darunter ihre größten Hits und einige Songs vom letzten Album „In Blue“. Als Bonustrack gibt es obendrein die alte Lennon-Nummer „Merry Xmas – The War is over“.

Drei der Stücke sind als Multi-Angle-Tracks aus insgesamt fünf Kameraperspektiven zu sehen. Wer ein DVD-ROM-Laufwerk im PC hat, kann den Titel „So Young“ zusätzlich mit einer 360-Grad-Multi-Angle-Perspektive bestaunen. Interessante Backstageeinblicke und Interviews mit den Musiker/-innen bietet die 30-minütige Doku „All Access“. Darin verschafft sich die Journalistin Kate Thornton Zugang in die Kabinen der Corrs. Aufgenommen ist der Film am Ende der letzten Europatournee in Schweden. Außerdem sind einige Szenen des Auftritts von Lansdowne Road zu sehen.

Wer noch keine DVD von den Corrs besitzt, kann hier getrost zugreifen. Für Freunde der Corrs, die bereits „Lansdowne Road“, „Royal Albert Hall“ und/oder „Unplugged“ ihr Eigen nennen, lohnt sich die Scheibe wegen der neuen Songs und des zusätzlichen Materials.

Playlist: Only when I sleep, Give me a Reason, Irresistible, Forgiven not forgotten, What can I do, Joy of Life, Hurt before, Somebody for Someone, Dreams, The right Time, I never loved you anyway, Runaway, All the Love in the World, Old Town, All in a Day, Queen of Hollywood, Paddy McCarthy, Radio, No more Cry, Breathless, At your Side, So young, Toss the Feathers, Runaway

Bonusmaterial: Dokumentation „All Access“ mit Untertiteln in D/GB/F/I/E (30 Min.), Merry Xmas The War is over (Bonustitel), 3 Songs mit Multi-Angel, DVD-ROM Track von „So young mit 360 Grad Multi-Angle, Lyrics als Untertitel

DVD 9
Länge: 122 Minuten (VHS 105)
Ton: 5.0 Surround Sound, DTS
Bild: 16:9 Pal
Veröffentlichung am 29. Oktober 2001
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Cranberries - The Stars - The Best Of 1992-2002 (Mercury)

Nach "Beneath The Skin" wird den Anhängern der Iren mit "The Stars" nun die zweite DVD-Bescherung in diesem Herbst zuteil. War der Kern der erst genannten Scheibe ein Livekonzert, so stehen bei dieser Veröffentlichung die Videoclips der Band im Mittelpunkt. Und von denen sind in den letzten zehn Jahren immerhin 17 Stück produziert worden. Darunter natürlich die Promos der Megaseller "Zombie", "Linger" und "Ode to my Family". Allein diese drei Titel demonstrieren das reichhaltige Spektrum der Cranberries von hartem Rock bis hin zu melancholischen Balladen. Einige der Stücke sind zusätzlich als alternative Takes im Bonusmaterial enthalten. Interessante Einblicke in die Entwicklung der Band und ihrer Musik gibt die auf der DVD enthaltene Doku. Darin geht es u.a. um private Schicksalsschläge, Depressionen, persönliche Reifung und positive Wendungen mit den entsprechenden Niederschlägen in der Musik.

Auf Livematerial muss der Fan auch bei dieser DVD nicht verzichten. Im Gegenteil: Geboten werden einzelne Songs von diversen Gigs, u.a. von den MTV-Unplugged Sessions und ein gut 30-minütiger Live-Mitschnitt aus dem Jahr 2000. Zu sehen ist eine bereits hoch schwangere Dolores O'Riordan, die gesanglich wie gewohnt glänzt, deren Bauch aber das Umschnallen der Gitarre verhindert. Dennoch ein sehenswertes Auftritt.

Alles in allem erhält der Käufer dieser DVD eine ordentliche Gegenleistung, mit der man zufrieden sein kann, übrigens auch mit Ton- und Bildqualität, die bei den einzelnen Livesequenzen etwas variieren. Besitzer einer Surroundanlage müssen jedoch mit dem Stereosound Vorlieb nehmen, denn einen 5.1-Abmischung gibt es leider nicht. Wer dies verschmerzen kann, sollte getrost zugreifen.

Tracklist: (Promos): 1.Dreams 2.Linger 3.Zombie 4.Ode to my Family 5.I Can´t be without you 6.Ridiculous Thoughts 7.Salvation 8.Free to decide 9.When you´re gone 10.Promises 11.Animal Instinct 12.Just my Imagination 13.You and me 14.Analyse 15.Time is tickin out 16.This is the Day 17.Stars
Alternative Takes: 1.Dreams (Director: Nico Soultanakis) 2.Ridiculous Thoughts (Director’s Cut: Samuel Bayer) 3.When you´re gone (Director’s Cut: Jake Scott) 4.Just my Imagination (Performance Only) 5.Analyse(Director’s Cut - Original version) Live: 1.Daffodil Lament - '94 Astoria 2.No Need to argue - '95 MTV Unplugged 3.Empty - '94 Astoria 4.Sunday - '96 Tour 5.Shattered - '00 Vicar St. Extras: Spare Digits, Home Movie, High Hopes Choral, Lyrics, 5.1. Sound Tester

Format: DVD 9
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
Laufzeit: 154 Min.
VÖ-Datum: 11.11.2002
nach oben

Bild

Cream – Farewell Concert (BMG/DVD)

Vier Lps in zwei Jahren haben gereicht, aus dem Trio Cream eine Musiklegende werden zu lassen. Der Begriff „Supergroup“ kam mit ihrem Erscheinen auf. „Clapton is God“ stand in den späten 60er Jahren an unzähligen Vorortmauern geschrieben. Und unbestritten ist, dass sich mit Clapton (Gitarre), Jack Bruce (Bass) und Ginger Baker (Drums) drei absolute Virtuosen zusammengetan hatten, um außergewöhnlich gute Rockmusik zu kreieren, die erst live voll zur Entfaltung kam.

Und so darf der Besitzer dieser DVD – das gleichnamige VHS-Video gibt es schon seit Längerem – sich glücklich schätzen, nachträglich Zeuge einer solchen von Improvisationskünsten getragenen Livedarbietung zu werden. Damals stimmte das Konzert in der Londoner Royal Albert Hall jedoch sicher alle im Auditorium versammelten Creamfans recht traurig. Denn der Gig vom 26. November 1968 war der letzte Auftritt der Band. Tony Palmers 80-minütige Dokumentation fängt die 8 Songs des Konzerts mit vier fest installierten Kameras ein. Das Material ist komplett unbearbeitet, der Ton zwar in Dolby Digital 5.1 aufbereitet, aber dennoch sozusagen historisch. Palmer (u.a. Rory Gallgher Irish Tour) zeigt zwischen den Songs alle drei Musiker im Probereaum. So führt Clapton seine innovativen Gitarrenkünste vor und Baker produziert aus dem Stehgreif ein atemberaubendes Schlagzeuggewitter.

Zu der längeren Version gesellt sich auf der Scheibe die 45-minütige Fernsehversion, die um einige Stücke gekürzt ist. Bei der Originalversion kann wahlweise der deutsche Kommentar eingeschaltet werden. Als zusätzliches Bonusmaterial sind im so genannten Scrapbook einige Livefotos enthalten sowie die Lebensläufe der drei Musiker mit persönlichen Daten und Einschätzungen.

Playlist: Sunshine of your Love, Jack Bruce Interview, White Room, Politician, Cross Roads, Eric Clapton Interview, Sitting on Top of the World, Spoonfull, Ginger Baker Interview, Toad, I´m so glad

Bonusmaterial: 45 minütige TV-Version, Scrapbook, Szenenanwahl, optional deutscher Kommentar

DVD 9
RG: 2,3,4,5,6
Länge: 45/80 Minuten
Ton: DD 5.1, DD stereo
Bild: 4:3 Pal
Veröffentlichung: Oktober 2001
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Cream – Strange Brew (Warner Vision)

In der einstündigen Musik-Dokumentation „Strange Brew“ erzählen Eric Clapton, Ginger Baker und Jack Bruce die kurze aber ruhmreiche Geschichte von Cream. Die Band war in den späten 60er Jahren Vorbild für so manches Power-Trio, das sich dem Bluesrock verschrieben hatte, nicht zuletzt für die Hendrix-Experience. Und so wundert es nicht, das in dem Film ein Ausschnitt aus der Lulu-Show zu sehen ist, in dem Hendrix den Cream-Klassiker „Sunshine of your Love“ in einer instrumentalen Version zum Besten gibt.

Die musikalischen Kostproben der Cream selbst, die es in „Strange Brew“ zu sehen und hören gibt, entstammen zu 90 Prozent dem Abschiedskonzert der glorreichen drei in der Royal-Albert-Hall aus dem Jahr 1968. Dazu kommt ein Clip aus dem Beat-Club (Strange Brew) und ein Promovideo von „I feel free“. Also nichts sonderlich Rares, das der Fan, so er denn das „Farewell Konzert“ bereits besitzt, vermissen dürfte. Und so beschränkt sich das Exklusive an dieser Wiederveröffentlichung eines VHS-Videos aus den frühen 90ern auf die Erzählparts der drei Musiker sowie einiger bedeutender Zeitgenossen wie Robert Cray, Alex Van Halen und Buddy Guy. Begrüßenswert sind die englischen Untertitel und die direkte Titelanwahl. Der Ton des Albert-Hall-Konzerts ist bekanntlich recht bescheiden und auch vom Bild sind keine Wunderwerke zu erwarten.

Tracklisting: Sunshine of Your Love, White Room, Spoonful, Toad, I´m so glad, I feel free, Strange Brew, Crossroads, Sitting on Top of the World

Extras: direkte Titelanwahl und englische Untertitel

Format: DVD 5
RG: 2-6; NTSC Ton: pcm stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 60 Min.
VÖ-Datum: 27.1.2003

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Direkte Titelanwahl, Untertitel in sieben Sprachen

Region: 2
DVD-Typ: 5
Region: 2,3,4,5,6
Ton: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Bild: 4:3 (NTSC)
Laufzeit: 57 Min.
VÖ-Datum: 17.1.2005

Crosby, Stills & Nash – Long Time Comin´ (Warner)

Anders als es hier und da in den Ankündigungen zu lesen war, handelt es sich bei "Long time Comin'" nicht um ein Live-Konzert, sondern um den Neuschnitt einer Musik-Dokumentation von Malcolm Leo aus dem Jahr 1990. Der bekannte Dokumentarfilmer hat dazu reichlich Archivmaterial aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren zusammengetragen, das ein recht plastisches Bild der drei genialen Zankhähne abgibt. Neben Interviewsequenzen und dokumentarischem Material kommt glücklicherweise die Musik nicht zu kurz. So sind elf der 20 Titel ausgespielt, darunter das spontan in der Dick Cavett-Show (ein Tag nach Woodstock) von Stills vorgetragene "4 + 20". Leider sind einige der historisch interessantesten Mitschnitte dagegen arg gekürzt, so zum Beispiel "Down By The River" aus der US-TV-Show "Music Scene" (mit Neil Young) oder "You Don´t have To Cry" aus der Tom Jones Show. Drei Stücke von den Vorgänger-Bands Buffalo Springfield, Byrds und den Hollies sind nur kurz angespielt. Da lechzt das Herz nach mehr - schade.

Doch wie gesagt entschädigen andere musikalische Livemitschnitte, die zudem in einer zum Teil verblüffend guten (Surround-)Klangqualität vorliegen. Die Bildqualität ist abgesehen von gelegentlichen Nachzieheffekten ebenfalls gut. Verständlich, dass in knapp eine Stunde keine umfassende Bandbiographie gepackt werden kann. Stattdessen liefert der Film ein musikalisches Porträt, das viel vom Zeitgeist der Woodstock-Generation rüberbringt. Alle musikalischen Beiträge sind einzeln ansteuerbar, auch die kurzen Schnipsel. Untertitel sind in insgesamt sieben Sprachen verfügbar, darunter auch in Deutsch. Weitere Extras gibt es nicht. Fans sollten die DVD jedenfalls in ihrer Sammlung haben und hoffen, eines Tages die kompletten Versionen der angespielten Songs auch noch zu besitzen.

Tracklist: 1. Long Time Gone 2. Marrakesh Express 3. Woodstock 4. 4 + 20 5. Mr. Tambourine Man (The Byrds) 6. Carrie Anne (The Hollies) 7. For What It's Worth (Buffalo Springfield) 8. Helplessly Hoping 9. Teach Your Children 10. You Don't Have To Cry 11. Down By The River 12. Wooden Ships 13. Black Queen 14. Find The Cost of Freedom 15. To The Last Whale... A. Critical Mass B. Wind On The Water 16. Just A Song Before I Go 17. Dark Star 18. Wasted On The Way 19. Suite: judy Blue Eyes 20. Carry On

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

The Cure - Trilogy - Live in Berlin (Eagle Vision)

Große Live-Inszenierungen sind in der Rockmusik nichts Neues. Aber mit dem Konzept, drei komplette Alben in einem Konzert zu präsentieren, dürften The Cure die ersten sein. So geschehen Ende letzten Jahres in Belgien und gleich zweimal in Berlin – am 11. und 12. November im jeweils ausverkauften Tempodrom. Mit dem Doppel-Video-Album „Trilogy“ bleibt die Berliner Performance in erstklassiger Bild- und Tonqualität der Nachwelt erhalten – und das ist gut so. Die Alben „Pornography“, „Disintegration“ und „Bloodflowers“ repräsentieren beinahe die komplette Schaffensphase der Band. Und wie Robert Smith im – auf DVD 2 enthaltenen – Interview erläutert, stehen diese drei Platten in einer engen Verbindung zueinander. Ein Grund, eben diese hintereinander weg live zu spielen – zur Freude der Fans.

Der entstandene Film ist mit fast vier Stunden – wie angedeutet – auf zwei Silberlinge verteilt. „Pornography und „Disintegration“ auf der ersten, „Bloodflowers“, einige Zugaben und das Interview auf der zweiten. Die DVDs stecken im schön gestalteten Schuber, ein Extra-Booklet gibt es nicht. Das Menü ist recht benutzerfreundlich, wenn auch manchmal nicht besonders kontrastreich, was der Lesefreundlichkeit ein wenig abträglich ist. Alle Titel sind einzeln anwählbar und auch das 35-minütige Interview mit allen Bandmitgliedern ist in thematische Kapitel unterteilt. Die lichtgewaltige Bühnenshow erzeugt gemeinsam mit dem grandiosen Klangteppich eine dichte Atmosphäre, die einen schnell auf dem heimischen Sofa gefangen nimmt. Alle Songs sind perfekt und überzeugend live gespielt und so wundert es nicht, dass Robert Smith dieses Cure-Line-up für das kräftigste hält, das es je gegeben hat.

Die Kameraeinstellung wechselt zwar häufig, die Schnitte sind jedoch nicht zu rasant. Die Bildqualität ist makellos, keinerlei Rauschen – soweit nicht hin und wieder als Kunstform absichtlich eingesetzt – keine Blockbildung. Auch beim Sound haben die Produzenten größten Wert auf perfekte Wiedergabe gelegt – abrufbar in stereo und dolby digital 5.1. Im Bonusmaterial warten noch einige versteckte Features, Untertitel für das Interview gibt es nicht, auf Multangle-Tracks wurde ebenfalls verzichtet. „Trilogy“ ist für diejenigen, die dabei waren, eine wunderbare Erinnerung, die man so ausführlich selten geboten bekommt. Für alle anderen Cure-Fans – und nicht nur für die – ist es ein gewaltiges Konzert-Erlebnis in höchster Qualität.

Tracks:

Pornography-Set: 1. One Hundred Years 2. A Short Term Effect 3. The Hanging Garden 4. Siamese Twins 5. The Figurehead 6. A Strange Day 7. Cold 8. Pornography

Disintegration-Set: 9. Plainsong 10. Pictures Of You 11. Closedown 12. Lovesong 13. Last ance 14. Lullaby 15. Fascination Street 16. Prayers For Rain 17. The Same Deep Water As ou 18. Disintegration 19. Homesick 20. Untitled

Bloodflowers-Set: 21. Out Of This World 22. Watching Me Fall 23. Where The Birds Always ing 24. Maybe Someday 25. The Last Day Of Summer 26. There Is No If... 27. The Loudest ound 28. 39 29. Bloodflowers

Encore-Set 30. If Only Tonight We Could Sleep 31. The Kiss

Extras: direkte Titelanwahl, Interview, Hidden Tracks, Hidden Interviews

RG: 0
DVD-Typ: 9
Ton: DD 5.1, dts 5.1
Bild: 1.78:1 Anamorphic Widescreen; Filmed on Hi-Definition Video
Laufzeit: Disc 1 - 122 Min.; Disc 2 - 101 Min.; Total - 223 Min.
VÖ-Datum: 2.6.2003
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Curved Air – Masters from the Vaults (Classic Rock)

Klassik, Rock, Folk und Elektronik verbanden Curved Air erfolgreich auf ihren Platten und auf der Bühne. Herausragende Figuren waren Geiger Daryl Way, Gitarrist und Keyboarder Francis Monkman und Sängerin Sonja Kristina, die zuvor – und auch später noch einmal – für das Musical Hair auf der Bühne gestanden hat. Wie anderen anspruchsvollen Rockbands, so z.B. „Van der Graaf Generator“ und „If“ bot das belgische Fernsehen auch Curved Air zu Beginn der 70er Jahre ein Podium. Das Ergebnis ist hier als 30-minütiges TV-Special aus dem Jahr 1972 zu sehen.

Insgesamt vier Stücke werden geboten, darunter das opulente „Vivaldi“, das alleine schon etwa die Hälfte der Spieldauer ausmacht. Dazu kommt das rockige „Propositions“ und die balladesken „Marie Antoinette“ und „Melinda More or Less“. Zusätzlich zum Konzert gibt es ein 10-minütiges Interview mit Daryl Way, der u.a. über die Entstehung dieser TV-Show berichtet. Dazu kommen ein Trailer zur Reihe „Masters from the Vaults“ und ein „Classic Rock“ Showcase mit Ausschnitten aus weiteren DVDs des britischen Labels, darunter „Nektar“, „Uriah Heep“ und „Caravan“. Der Sound des Curved-Air-Gigs ist zu einem Dolby Digital 5.1 Mix restauriert worden, so dass wohl der bestmögliche Klang geboten wird. Dem Bild sieht man die 30 Jahre zwar an, es ist für dieses Alter aber Ok.

Tracklisting: Marie Antoinette, Propositions, Melinda More or Less, Vivaldi

Extras: Daryl Way Interview, Masters from the Vaults (16 Minuten), Classic Rock Showcase (43 Minuten)

Ton: DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 99 Minuten; Konzert: 30 Min.
VÖ-Datum: 17.3.2003
nach oben

Bild
Dead Kennedys – The Early Years Live (In-Akustik/DVD auch als VHS)
Die Dead Kennedys gehörten in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern nicht nur in Amerika zur allerersten Garde der Punkbewegung. Das Quartett um den charismatischen Sänger Jello Biafra schenkte der Bewegung Hymnen wie „California über alles“ und „Holiday in Cambodia“, die beide auf dieser DVD verewigt sind.
Zu sehen sind Liveaufnahmen von Konzerten in San Franzisco und Berkeley aus den Jahren 1978 bis 1980. Sie zeigen die unbändige Energie der Kombo – vor allem ihres Sängers. Am interessantesten sind zwei Tracks, die 1981 live im Studio der Plattenfirma Target mitgeschnitten wurden. Zu „Holiday in Cambodia“ werden beklemmende Bilder der kriegerischen Auseinandersetzungen in Fernost gezeigt. Dazu legt Biafra eine Show hin, als stehe er vor zigtausend Leuten. Dabei ist das Studio außer der Band und dem Kameramann leer. Der zweite Song dieser Session ist „Bleed for me“.
Die frühen Liveaufnahmen sind – wie nicht anders zu erwarten – klanglich keine Offenbarungen und wollen es auch nicht sein. Das bereits 1987 als VHS erschienene Video muss vielmehr als Mosaikstein in der Historie des Punkrock betrachtet werden.
Playlist: California über alles, Kill the Poor, Drug me, The Man with the Dogs, Insight, Let´s lynch the Landlord, Bleed for me, Holiday in Cambodia, Viva Las Vegas
Bonusmaterial: Songtexte als Untertitel Band Biographie
Länge (Konzert): 30 Min.
DVD 5
Regionalcode: 0
Ton: DD Stereo
Bild: 4:3 Vollbild
Veröffentlichungstermin der DVD: 7/2001
nach oben

Bild
Deep Purple – Come Hell or high Water (BMG/DVD auch VHS) 120 Min.

Für viele ist die Mark II- Besetzung mit Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Roger Glover, Jon Lord und Ian Pace gleichbedeutend mit Deep Purple. Umso sensationeller war 1984 die Reunion dieser fünf nach elf Jahren. Die DVD zeigt ein komplettes Deep Purple Konzert, aufgenommen am 9. November 1993 in Birmingham. Die Playlist ist ein Streifzug durch die Bandgeschichte mit eben diesem Line-Up. Dazu gehört der 1970er Top-Ten-Hit Black Night, das Meisterwerk Child in Time aus dem gleichen Jahr, die Machinehead-Klassiker Highway Star und Smoke on the Water.

Von 1973, dem Jahr des erstmaligen Ausscheidens von Ian Gillan und Roger Glover, ist das rockige Woman from Tokyo. Besonders schön: Das ruhige und nicht sonderlich bekannt gewordene Anyones Daughter von der Fireball LP ist hier live zu sehen und zu hören. Natürlich ist mit Perfect Strangers und Knocking at your Back Door die Reunions-Phase ebenfalls dokumentiert. Zwischen den Songs gibt es ausführliche Interviews mit jedem Bandmitglied.

Alle Stücke und auch alle Interview-Sequenzen können über das Menü separat angesteuert werden. Als Bonusmaterial bietet die DVD die Songtexte aller gespielten Stücke, Biographen der fünf Musiker und eine Auflistung der Bandbesetzungen von Mark I (1968-1969) bis hin zu Mark 7 (1994 bis heute). Wer sich ein Konzerterlebnis in erstklassiger Sound- und Bildqualität ins Wohnzimmer holen möchte, dem sei diese DVD empfohlen.

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Deep Purple – Heavy Metal Pioneers (Warner Vision)

Diese DVD ist ebenso wie die gleichzeitig erscheinenden Scheiben von Cream („Strange Brew“) und den Yardbirds eine digitale Neuauflage einer bereits vor rund zehn Jahren erschienenen VHS-Kassette. Das Programm ist 1:1 übernommen, es gibt also bis auf die direkte Titelanwahl über das Menü und Untertitel (englisch und japanisch!) keine weiteren Extras.

Der Ton liegt in pcm stereo vor, was angesichts des Ausgangsmaterials vollkommen ausreicht. Die Bildqualität ist abhängig von der Vorlage relativ in Ordnung. Umwandlungsbedingte Fragmentbildungen und Bildrauschen fallen nicht auf. Geboten wird eine Mischung aus Dokumentation und Livemitschnitten. D.h. zwischen den Titeln erzählen die Bandmitglieder – die meisten kommen zu Wort – die Geschichte von Deep Purple chronologisch. So erhält der Fan einige interessante und hintergründige Einblicke in die nicht gerade von menschlicher Harmonie gezeichnete Entwicklung.

Anders als bei typischen MTV-Dokus werden die Stücke länger an-, jedoch bis auf „Hush“ leider nicht komplett ausgespielt. Letzteres ist der US-TV-Show „Playboy after dark“ entnommen und stellt in jedem Fall einen Höhepunkt des Programms dar. Ansonsten gibt es vieles aus bereits veröffentlichtem Material zu sehen, z.B. aus „California Jam“, dem „Dänischen TV“ und dem britischen „Granada TV“. Die beiden letzten Titel wären übrigens lohnenswerte DVD-Re-Releases.

Naturgemäß endet der Rückblick Anfang der 90er Jahre mit dem Einstieg von Joe Lynn Turner, der – wie wir jetzt wissen – nur ein kurzes Gastspiel gab. Insgesamt eine kurzweilige Doku, die allerdings keinen technischen und inhaltlichen Glanzpunkt im DVD-Bereich setzt und wohl auch den Anspruch nicht hat.

Tracklisting: Opening (Woman From Tokyo), Hush (Playboy After Dark 1968), Speed King (Granada Television 1970), Black Night (Denmarks Radio 1972), Child In Time (Granada Television 1970), Strange Kind Of Woman (Denmarks Radio 1972), Smoke On The Water (California Jam), Highway Star (Denmarks Radio 1972), Burn (California Jam), Stormbringer (Warner Brothers Records 1974), Perfect Strangers (WDR TV 1985), King Of Dreams (Clip 1991)

Extras: direkte Titelanwahl und Untertitel in englisch und japanisch

Format: DVD 5
RG: 2-6 Ton: pcm stereo
Bild: NTSC; 4:3
Laufzeit: ca. 60 Min.
VÖ-Datum: 27.01.2003
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Direkte Titelanwahl

RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 62 Min.
VÖ-Datum: 17.11.2003

Deep Purple – Masters From The Vaults (Classic Rock Legends)

Aus der „Masters Of The Vaults“-Reihe sind bereits einige recht rare Schätze der Rockhistorie erschienen. Und beim Stichwort „Rockhistorie“ darf eine Band nicht unerwähnt bleiben: Deep Purple. Die vorliegende einstündige DVD fasst TV-Performances der Hardrock-Veteranen aus drei verschiedenen Quellen zusammen. Zum einen sind alle Stücke des schon als „Doing Their Thing“ auf VHS erschienenen halbstündigen Grenada-TV-Specials aus dem Jahr 1970 enthalten, darunter frühe Aufführungen von „Speed King“ und „Child in Time“ – letzteres in einer grandiosen live gespielten Fassung. „Wring that Neck“ und „Mandrake Root“ bestehen weitestgehend aus Gitarrenimprovisationen von Richie Blackmore, dem hier einmal ausführlich auf die begnadeten Finger geschaut werden darf. Etwas schade nur, dass die vier „Grenada“-Stücke nicht hintereinander auf die DVD gepackt worden sind.

Dreimal gastierten Deep Purple im Bremer „Beat-Club“: Schon 1969 mit der frisch gegründeten Mark II Besetzung und der in playback vorgetragenen Single „Hallelujah“, 1971 mit „No, No, No“, diesmal live, und schließlich Anfang 1972 mit dem damals gerade erschienenen „Highway Star“ vom „Machine Head“ Album – ebenfalls live. Diese drei Stücke liegen – wie vom „Beat-Club“ gewohnt – in einer für damalige Verhältnisse hervorragenden Bild- und Tonqualität vor. Der Grenada-TV-Auftritt ist ebenfalls gut konserviert, wenn auch mit einem nicht ganz so brillanten Sound.

Weitere vier Purple-Stücke bilden den Abschluss der DVD, darunter mit „Smoke On The Water“ der Purple-Klassiker schlechthin. Live eingespielt wurden die Songs 1989 von der Gillan-Band für das britische Fernsehen. Wobei „Lucille“ zwar kein Song der Briten ist, aber lange Zeit zum Live-Programm des Quintetts gehörte. Der Sound der DVD liegt in einer digital remasterten 5.1 Surround-Version, auch wenn man sich angesichts der Mono-Vorlagen keinen wahren Fünfkanal-Sound versprechen darf. Die einzelnen Tracks sind – getrennt nach Deep Purple und Ian Gillan – separat anwählbar oder am Stück abspielbar. Die DVD kommt ansonsten ohne weitere Extras aus.

Trackliste: 1. Speed king 2. No No No 3. Child in time 4. Highway star 5. Wring that neck 6. Hallelujah 7. Mandrake root (improvisation) 8. Demon' s eye 9.When a blind man cries 10. Lucille 11. Smoke on the water 

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Deep Purple – Perihelion (Icestorm/Image Entertainment)

Fort Lauderdale (Florida) im Jahr 2001. 33 Jahre nach ihrer Gründung geben Deep Purple ein Konzert, das nun, ein Jahr später, auf DVD veröffentlicht wird. Lohnt sich der Kauf? Auch angesichts der Tatsache, dass es mittlerweile bereits einige bebilderte Silberscheiben der Hardrock-Pioniere gibt? Dem treuen Purple-Fan stellt sich die Frage ohnehin nicht. Allen anderen sei gesagt, dass es gute Gründe gibt, die DVD zu kaufen. Denn: Das Konzert zeigt eine entspannte Rockband, die auf Superstar-Gehabe gänzlich verzichtet und sichtlich gute Laune auf und hinter der Bühne hat – auch nach über 30 Jahren noch. Gitarrist Steve Morse versucht nicht in den Fußstapfen von Ritchie Blackmore zu wandeln, sondern gibt der Musik mit seinem rasanten Gitarrenspiel eine eigene Note. Schließlich ist Morse nicht irgendein Gitarrist, sondern hat ebenfalls jahrzehntelange Erfahrung mit seiner eigenen Band vorzuweisen und sich in dieser Zeit einen Namen in der Musikerwelt gemacht.

Die eigentlichen Höhepunkte des Konzerts sind gar nicht einmal die obligatorischen Hits wie „Smoke on the Water“, „Speed King“ und Highway Star“. Unter die Haut gehen viel mehr ruhigere Stücke wie „Sometimes I feel like Screaming“ oder „When a blind Man cries“. Auch die nicht ganz so häufig gehörten „Fools“ und „No one came“ vom „Fireball“-Album sind stark. Auf das Meisterwerk „Child in Time“ zu verzichten, war eine gute Entscheidung. Denn Ian Gillan ist immer noch ein guter Frontmann und Sänger, erreicht aber längst nicht mehr seine alte Stimmkraft und –höhe. Sich an diesem Werk dennoch zu versuchen, hätte nur eine Enttäuschung zur Folge gehabt. So ist das Ergebnis ein durchweg gelungener Set.

Gelungen ist auch das Bonusmaterial, das mit über dreißig Minuten „Behind the Scenes“ und Interviews recht unterhaltsames Doku-Material liefert. Vor allem die Backstage-Aufnahmen fangen sehr schön die Stimmung rund um das Konzert ein, sowohl vor der Halle als auch in der Garderobe.

Die DVD glänzt mit einer sauberen Tonqualität, wahlweise in stereo, Dolby Digital 5.1 und sogar im Digital Theater Sound (DTS). Das Bild hingegen erreicht nur befriedigende bis gute aber keine Höchstnoten, da es ab und an zu leichtem Rauschen neigt und die nötige Brillanz vermissen lässt. „Perihelion“ ist dennoch eine lohnende Anschaffung.

Tracklist: 1. Woman From Tokyo, 2. Ted the Mechanic, 3. Mary Long, 4. Lazy, 5. No One Came, 6. Sometimes I Feel Like Screaming, 7. Fools, 8. Perfect Strangers, 9. Hey Cisco, 10. When a Blind Man Cries, 11. Smoke on the Water, 12. Speed King, 13. Hush

Extras: Behind The Scenes, Interviews

Region: 0
Bild: 4:3
Ton: DD 5.1, DD 2.0, DTS 5.1
Laufzeit: 142 Minuten
Veröffentlichung: 27.8.2002
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras:”Making of Supersonic Speed”,  Slideshow, 2 L.A.-Dokumentationen, Album Release Party mit 2 Unplugged-Songs (Standing Strong/Cry for More)

DVD-Typ: 9
RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1 (Konzert); pcm Stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 118 Min.
VÖ-Datum: 6.10.2003

Die Happy – The Weight Of Circumstances (bmg)

Vor mehr als drei Jahren erschien die erste überaus erfolgreiche CD/Single der Ulmer mit dem Titel „Supersonic Speed“. Kurz nach Veröffentlichung des dritten Albums „The Weight of Circumstances“ kommt nun mit dem gleichen Titel die erste DVD auf den Markt. Und da die Band bekannt ist für ihre Livequalitäten, wird die Fangemeinde erfreut sein, dass der diesjährige rund halbstündige „Rock-im-Park-Auftritt“ Bestandteil der silbernen Scheibe ist. Nicht zuletzt Frontfrau Marta sorgt hier für einen Augen- und Ohrenschmaus. Die Songauswahl spiegelt die noch junge Karriere des Quartetts um die tschechische Sängerin wieder mit dem Höhepunkt „Supersonic Speed“ – dem wohl bekanntesten Stück der Band. Zusätzlich zum Stereo-Mix des „RIP“-Konzerts bietet die DVD eine 5.1 Surround-Version. Alle übrigen Parts liegen in stereo vor.

Die übrigen Parts, das sind vor allem sämtliche Videoclips und ein ausführliches „Making of Supersonic Speed“, in dem Marta eine recht gelassene Stellung bezieht zu dem nahe liegenden Vergleich mit den „Guano Apes“, den die Gruppe trotz zahlreicherer poppiger Töne bis heute nicht ganz losgeworden ist. Das relativ umfangreiche Bonusmaterial dreht sich ganz um das neue Album. Enthalten sind gleich zwei Dokumentationen zum L.A.-Aufenthalt, wo die neue CD produziert wurde. Dazu gibt es als Bonustracks „Take you on a Ride“ inklusive Slideshow und die Ballade “Slow Day” mit Studioimpressionen bebildert. Zum Abschluss folgen zwei Songs von der Album Release Party in Aachen, wo die Band im Sommer ein Unplugged-Konzert gegeben hat, um das sich 20 Clubs beworben hatten. Die hier gezeigten Songs sind „Standing strong“ und „Cry for more“. Die Bildqualität ist, was das Konzert und die Clips angeht – und hierauf kommt es an – gut und ohne Auffälligkeiten. Bei den Dokus gibt es schon mal Problenme mit den californischen Lichtverhältnissen. Unter dem Strich ist „The Weight of Circumstances“ es eine gut gefüllte Scheibe mit beinahe allem, was eine DVD bieten kann. Kleines Manko: Leider ist das Konzert mit einer halben Stunde Laufzeit etwas kurz.

Tracklisting:

Rock im Park: Go For It, Not That Kind Of Girl, Get Up, Leaving You, Like A Flower, Goodbye, Supersonic Speed

Videos: Supersonic Speed, Supersonic Speed (boarder vers.), Making of Supersonic Speed, Like A Flower, Not That Kind Of Girl, Goodbye, Big Boy, Everyday's A Weekend

 nach oben

Bild
The Doors – 30 Years Commemorative Edition (Universal/ DVD)

Welch ein Leckerbissen! Zum 30. Todestag von Jim Morrison hat Universal hier eine fürwahr feierliche Scheibe herausgebracht. Gleich drei komplette Filme, die einzeln bereits als VHS und teilweise als DVD auf dem Markt sind, werden hier auf einer Disk vereint und sind auch zum Preis von einer zu haben. Über drei Stunden lang begeistert die Band um den Rockpoeten Morrison

  • mit dem Livekonzert aus dem Hollywood Bowl in Los Angeles
  • mit der kurzweiligen Zusammenstellung „Dance on Fire“
  • mit raren TV- und Privataufnahmen in „The Soft Parade“ und
  • mit zwei Bonustracks (Break on through vom Isle of Wight Festival als Filmcollage) und dem von den drei noch lebenden Doors post mortem musikalisch begleiteten „Ghost Song“.

Die Ton- und Bildqualität variiert mit den einzelnen Vorlagen. Großes Lob an die Bild- und Ton-Techniker. Sie haben ganze Arbeit geleistet und aus dem Material alles herausgeholt, was herauszuholen war.

Live at the Hollywood Bowl (62 Min.)
5. Juli 1968. Die Doors geben ihr einziges Konzert, das komplett gefilmt wird. Auf dieser DVD ist es erstmals in digital überarbeiteter Stereo-Ton-Fassung zu erleben. Die Band ist auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität angelangt und zeigt das dem begeisterten Konzert-Publikum. Vier Kameras und 16 Tonspuren halten dieses einzigartige Liveerlebnis für die Nachwelt fest.
Playlist: When the Music is over, Alabama Song, Back Door Man, 5 to 1, Moonlight Drive, Horse Latitudes, From „The Celebration of the Lizard“, Spanish Caravan, Light my Fire, The unknown Soldier, The End

Dance on Fire (62 Min.)
„Dance on Fire“ ist ein gelungener Streifzug durch die Doors-Archive. Hier gibt es den nachträglich von Ray Manzarak bebilderten Clip L.A. Women zu sehen, den originalen Promo-Clip von „Break on through“ sowie zahlreiche Fernsehauftritte in der Ed Sullivan Show, der Smothers Brothers Comedy Show, der Jonathan Winter Show, American Bandstand und dem dänischen TV. Letzterer Auftritt füllt übrigens komplett die DVD/VHS „The Doors in Europe“. Ein großes Plus: Wenn immer möglich – bei Playback-Aufnahmen und den Clips – sind die Stereofassungen zu hören. Bei Liveaufnahmen – sofern nicht ebenfalls in Stereo (The End aus „Hollywood Bowl“) – bleibt natürlich der authentische Monoton erhalten.

The Soft Parade (47 Min.)
Die Critique Show – von PBS am 23.5.1969 aufgezeichnet – war der letzte Fernsehauftritt der Doors mit Jim Morrison. In „The Soft Parade“ gibt es hieraus das Interview mit der Band sowie die Songs „Wishful Sinful“, „Build me a Woman“ und „The Softparade“. In der ursprünglichen Show gingen diesen Stücken noch „Follow me down“, „Alabama Song“ und "Back Door Man“ voraus, die auf der DVD nicht enthalten sind. Zusätzlich zu diesem TV-Auftritt gibt es hoch interessante Bilder von den Studiosessions zu „Wild Child“ zu sehen und in exzellentem Stereoton zu hören. Backstage- und Privataufnahmen runden den Film ab.

Für die gesamte DVD kann es nur eine Empfehlung geben: Zugreifen!

Länge: 106 Minuten
Bild: 4:3 Full Frame
Ton: PCM Stereo/2.0 Digital
Veröffentlicht am 12.7.2001

nach oben

bei Amazon bestellen


Dream Theater – Metropolis 2000: Scenes from New York (Warner Vision DVD+VHS)

Mit ihrem progressiven Metalsound gehören Dream Theater sicher zu den ungewöhnlichsten und bemerkenswertesten Bands in der aktuellen Rocklandschaft. Und so waren die Erwartungen an die DVD entsprechend hoch, wie die vielen Diskussionen in den einschlägigen Internetforen gezeigt haben. Die gute Nachricht: Das Warten hat sich gelohnt. Mit 190 Minuten Laufzeit ist die kleine Scheibe randvoll gepackt mit Livemusik und einigen Specials (die VHS-Version enthält nicht das volle Bonusmaterial). Herzstück der "Special Edition" ist das Konzert im New Yorker Roseland Ballroom vom 30. August 2000. Den fünf Musikvirtuosen und ihrer Crew sowie etlichen Beteiligten gelingt die optische wie akustische Umsetzung des Konzeptalbums "Scenes from a Memory" hervorragend. Zu hören ist die gewohnte Mixtur aus komplizierten Arrangements, hoher Spielkunst und mächtigem Druck. Ein besonderes Bonbon: Eine Sängerin + Gospelchor im mittleren Teil des Konzerts. Auf Leinwänden und im fertigen Produkt sind untermalende Filmsequenzen zu sehen.

Die enthaltene Dokumentation macht deutlich, welch ein Aufwand hinter der Show und der Produktion der DVD steckt – Regisseur ist übrigens Drummer Mike Portnoy. Gleichzeitig bekommt man ein gutes Stimmungsbild vom Faszinosum "Dream Theater". So reisten Die Fans zum Teil Tausende von Kilometern weit nach New York, um "die am meisten unterschätzte Band der Welt" (O-Ton eines Fans) zu sehen. Wem die Informationen des Backstage-Materials nicht reichen, kann sich zusätzlich während des kompletten Konzerts den gesprochenen Kommentar der Musiker anhören. Sahnehäubchen des Bonusmaterials sind sicherlich die zusätzlichen Livetracks, inklusive dem 25!-minütigen "A Change of Seasons". Bild- und Ton-Qualität sind gut, wenn auch nicht brilliant. Der 16:9-Freund wird die 4:3 Bildproportionen bemängeln, der Besitzer einer Surround-Anlage muss sich mit dem Dolby Digital Stereo-Ton begnügen. Ein zu verschmerzender Wermutstropfen: Der Dokumentation fehlen Untertitel. Alles in allem dennoch ein mehr als gelungenes Werk!

Playlist: Opening Scene, Regression, Overture 1928, Strange Déjá Vu, Through My Words, Fatal Tragedy, Beyond This Life, John & Theresa Solo Spot, Through Her Eyes, Home, The Dance of Eternity, One Last Time, The Spirit Carries On, Finally Free

Bonusmaterial (DVD): Bonus Tracks: A Mind beside Itself, Erotomania Voices, The Silent Man, Learning To Live, A Change Of Seasons
Audio-Kommentar der Band, Dokumentation, Foto-Gallerie

DVD: 9
Rg: 2,3,4,5,6
Laufzeit: 190 Minuten
Bild: 4:3
Ton: DD 2.0
Veröffentlichung: 26.11.2001
nach oben



Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!