zur MusikVideoForum-Homepage

DVD-Reviews A-B

C-D E-F G-H I-K L-P Q-R S T-Z Various

Abba – The definitive Collection (Polydor)
Accept – Metal Blast from the Past (Drakkar/ DVD+)
AC/DC– Family Jewels (Sony)
The Afro Cuban All Stars/Compay Segundo - Afro Cuban Legends(Warner Vision/ DVD auch als VHS)
Alice Cooper - The Ultimate Clip Collection (Sony)
Alice in Chains - Unplugged (Sony)
Allman Brothers Band – Live At The Bacon Theatre (Sanctuary)
America in Concert – Ohne Filter (InAkustik; DVD)
Asian Dub Foundation – Live Tour 2003 (Virgin)
Atomic Rooster – Masters from the Vaults (Classic Rock)
Bad Religion – The Riot (In-Akustik/ DVD)
Syd Barrett - Syd Barrett´s first Trip(InAkustik/DVD)
The Pink Floyd & Syd Barrett Story (Icestorm)
Birth Control – History (Aviator)
Björk – Unplugged/Live&Loud; Live at Shepherds Bush Empire; Live at Cambridge (Polydor; DVD-Serie)
Björk – Vespertine live at the Royal Opera House (Polydor)
Black Sabbath – Never Say Die (Sanctuary)
Black Sabbath – The Last Supper (Sony)
Blind Faith – London Hyde Park 1969 (Sanctuary)



Bild

bei jpc bestellen

Abba – The definitive Collection (Polydor)

Wer in den siebziger Jahren als Rockfan etwas auf sich hielt, musste seine Vorliebe für die Melodien der vier Schweden tunlichst für sich behalten. Inzwischen geht die Musikwelt jedoch unverkrampfter mit ihrer erstklassigen Popmusik um und die Kompositions- und Produktionskünste von Abba werden auch von „Musikverständigen“ anerkannt. Also darf sich die alte und neue Fangemeinde wenige Monate nach Erscheinen von „The Winner takes it all“ guten Gewissens auf diese lang erwartete DVD freuen.

Zu sehen gibt es alle 33 offiziellen Abba-Videos von „Waterloo“ bis „Under Attack“. Die große Anzahl erklärt sich aus dem Vorreitertum auf dem Gebiet der Promoclips. Abba haben viele Jahre vor MTV den Einsatz von Videoclips im größeren Stil gepflegt – wenn auch mit wenig Produktionsaufwand. Zu den Videoclips kommen fünf Bonustracks: zwei TV-Mitschnitte und drei spanische Versionen von Abba-Hits. Alle Stücke – vom ersten Clip bis zum letzten Bonustrack – laufen auf Wunsch automatisch durch, sodass umständliches navigieren über das Menü entfällt.

Herrausragend und hervorzuheben ist die Arbeit der Techniker, die den Ton komplett digital remastered haben. Das Ergebnis ist ein zeitgemäßer frischer Sound. Ein weiteres Plus: das zwanzigseitige Booklet, das die Bandhistorie erzählt und detailliert Auskunft über die Entstehung der einzelnen Clips gibt. Eine Fotogalerie macht die gelungene Zusammenstellung perfekt.

Playlist: Waterloo, Ring Ring, Mamma Mia, SOS, Bang-A-Boomerang, I Do, I Do, I Do, I Do, I Do, Fernando, Dancing Queen, Money, Money, Money, Knowing Me, Knowing You, That’s Me, The Name Of The Game, Take A Chance On Me, Eagle, One Man, One Woman, Thank You For The Music, Summer Night City, Chiquitita, Does Your Mother Know, Voulez Vous, Gimme!Gimme!Gimme!(A Man After Midnight), On And On And On, The Winner Takes It All, Super Trouper, Happy New Year, When All Is Said And Done, One Of Us, Head Over Heels, The Day Before You Came, Under Attack

Bonus Tracks: When I Kissed The Teacher (from Swedish Television), Estoy Soñando (I Have A Dream), Felicidad (Happy New Year), No Hay A Quien Culpar (When All Is Said And Done), Dancing Queen At The Opera (Taken from the Swedish King and Queen’s wedding when Abba performed)

Extras: Fotogalerie, Zufallswiedergabe, Bonustracks, umfangreiches Booklet

DVD-Format: DVD 9
Region: 0
Bild: 4:3
Ton: DD 2.0
Laufzeit: Ca. 136 Minuten
Veröffentlichung: 15.7.2002
nach oben

Bild

bei jpc bestellen

Accept – Metal Blast from the Past (Drakkar/ DVD+)

Nach den letztjährigen Veröffentlichungen von Nightwish, Rage und Haggard scheint Drakkar sich regelrecht zu spezialisieren auf die Veröffentlichung des DVD-plus-Formats (=eine Seite DVD und eine Seite CD). Und so bietet auch „Metal Blast from the Past“ eine Fülle an Material für CD- und DVD-Player.

Herzstück der DVD ist das Livevideo „Staying a Life“ mit dem 1985er Osakakonzert. Von „Metal Heart“ über „Fast as a Shark“ bis zu „Balls to the Wall“ sind alle wichtigen Stücke der erfolgreichsten Accept-Phase vertreten. Zwischen den Stücken und leider manchmal auch darin wird mit englischem Kommentar die Bandgeschichte erzählt. Zum Liveset gesellen sich Clips und dokumentarisches Bildmaterial. Das dreiminütige „Behind the Scenes“ ergänzt die Bilder der Japan-Tour.

Noch mehr Livemusik bieten die drei Stücke des Sofia-Konzerts von 1993 – damals gesendet vom Bulgarischen TV. Zu dieser Zeit war Powergnom Udo Dirkschneider in die Band zurückgekehrt. Wer den Sänger mit der markanten Stimme einmal mit Matte erleben möchte, sollte den 1980er-Clip zu „I´m a Rebel“ ansehen – eines von sieben Musikvideos, die direkt anzusteuern sind. Eine Fotogalerie zeigt die Band bei Fotosessions, live auf der Bühne und on Tour. Die Bandbiographie leitet den Acceptfan durch alle Phasen der Solinger Heavy-Veteranen – angefangen von den ersten Gehversuchen in den frühen siebziger Jahren bis zur Trennung 1996.

Die Diskographie zeigt alle Albumcover, führt alle Songs auf und stellt einige angespielte Stücke als Soundfiles bereit. Diese Songs – mindestens zwei von jeder Platte – sind in der „Audio-Selection“ noch einmal zusammengefasst. Ein schöner Bonus, um sich einen kurzen Einblick in alle Schaffensphasen zu verschaffen. Wer komplette Songs hören möchte und dazu noch bisher unveröffentlichte, muss nur den Silberling umdrehen oder ihn in den CD-Player werfen. Neun Stücke – überwiegend Demoversionen von den „Breaker-Sessions“ – machen die Scheibe zusätzlich zu einem Muss für neue und alte Accept-Fans.

Bild- und Tonqualität ( in Dolby Digital stereo) der Konzertaufnahmen entsprechen nicht dem, was das DVD-Format heute möglich macht. Aber davon ist vor allem beim immerhin schon 17 Jahre alten Osaka-Konzert auch nicht auszugehen. In jedem Fall haben sich die Macher dieser DVD+ große Mühe gegeben, angefangen vom Zusammentragen einer Fülle von Bild- und Tonmaterial bis hin zum schönen und übersichtlichen Menü. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mitverantwortlich für Konzept und Umsetzung war übrigens Acceptler Stefan Kaufmann. Ein großes Lob dafür!

Playlist: „Staying a Life“: Metal Heart, Breaker, Screaming for a Lovebite, Up to the Limit, Living for Tonite, Princess of the Dawn, Restless and wild, Son of a Bitch, London Leatherboys, Fast as a Shark, Balls to the Wall, Outro (Bound to fail)

Live Sophia `93: Starlight, Slaves to Metal, Objection overruled

Videoclips: I´m a Rebel, Balls to the Wall, Midnight Mover, Generation Clash, Protectors of Terror, Slaves to Metal, Death Row

Previously unreleased Audio Tracks: Rich and Famous (Bonus Track zu Objection Overruled), Rocking for the Sun (I´m a Rebel Sessions), Morning Sun (I´m a Rebel Sessions), Run if You can (Demo “Breaker-Sessions”), Down and out (Demo “Breaker-Sessions”), Can´t stand the Night (Demo “Breaker-Sessions”), Breaker (Demo “Breaker-Sessions”), Burning (Demo “Breaker-Sessions”), Writing to the Wall (akustische Version)

Extras: Behind the Scenes, Discographie, Biographie, Fotogalerie, Audio-Selection, Websites

DVD-Format: DVD+
Bild: 4:3
Ton: DD 2.0
Laufzeit: Ca. 105 Minuten
Veröffentlichung: 29.7.2002
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Animierte Menüs, Discographie

DVD-Typ: 9
Ton: Dolby Digital 2.0
Bild: 4:3
Laufzeit: 180 Min.
VÖ-Datum: 29.03.2005

AC/DC – Family Jewels – 2 DVD (Sony)

40 Juwelen von der AC/DC-Familie für die AC/DC-Familie vereint dieses Doppel-Pack auf DVD. In chronologischer Reihenfolge bietet DVD 1 Livemitschnitte, (zum Teil rare) TV-Auftritte und Promoclips aus den Jahren 1975 bis 1980 und deckt damit die komplette Ära mit Bon Scott ab, der 1980 verstarb. Um die spannendste Frage vorweg zu beantworten: Bildlich und klanglich sind die alten Aufnahmen in erfreulich gutem Zustand. Live- und TV-Clips sind zumeist in originalem gut anhörbarem mono enthalten, während die Promos genialerweise sogar mit einem frischen Stereoton unterlegt sind. Anspieltipps der ersten Scheibe: „Riff Raff“ aus der für den „Old Grey Whistle Test“ von der BBC produzierten Konzertshow „Rock Goes To College“ und „Sin City“ aus der US-TV-Show „Midnight Special“.

DVD 2 umfasst den Zeitraum von 1980 mit dem Einstieg von Brian Johnson bis zum Jahr 1991, also nicht die komplette restliche Schaffensphase. Im zweiten Teil haben die Videoclips entsprechend der aufziehenden MTV-Ära die Überhand. Den Freund sauberen Studio-Klanges wird es freuen, dem Fan von Raritäten und alternativen Live-Versionen wären auch hier sicher weitere Fernseh- und Livemitschnitte lieber gewesen. DVD 2 bietet neben der direkten Songanwahl als Bonus eine illustrierte Diskographie. Weitere Extras gibt es nicht. Unter dem Strich werden Hardrock-Fans vor allem wegen der Raritäten auf der ersten DVD um die Sammlung nicht umhin kommen, AC/DC-Fans ohnehin nicht.

Titelverzeichnis: DVD 1 (1975 - 1980)
1. Baby Please Don't Go (live, April 1975) 2. Show Business (live, June 1975) 3. High Voltage (promo clip, June 1975) 4. It's A Long Way To The Top (promo clip, February 1976) 5. T.N.T. (live, 1976) 6. Jailbreak (promo clip 1976) 7. Dirty Deeds Done Dirt Cheap (live, December 1976) 8. Dog Eat Dog (promo clip, 1977) 9. Let There Be Rock (promo clip, 1977) 10. Rock N Roll Damnation (promo clip, 1978) 11. Sin City (from The Midnight Special, September 1978) 12. Riff Raff (live from Glasgow, April 1978) 13. Fling Thing/Rocker (live from Glasgow, April 1978) 14. Whole Lotta Rosie (live from BBC show “Rock Goes To College,” October 1978) 15. Shot Down In Flames (promo clip, July 1979) 16. Walk All Over You (promo clip, July 1979) 17. Touch Too Much (promo clip July 1979) 18. If You Want Blood (promo clip, July 1979) 19. Girls Got Rhythm (live from Aplauso TV Show, February 1980) 20. Highway To Hell (live from Aplauso TV Show, February 1980)

DVD 2 (1980 -1993)
Hells Bells (promo clip, 1980) 2. Back In Black (promo clip, 1980) 3. What Do You Do For Money Honey (promo clip, 1980) 4. Rock And Roll Ain't Noise Pollution (promo clip, 1980) 5. Let's Get it Up (live promo clip, 1981) 6. For Those About To Rock (live promo clip, 1983) 7. Flick Of The Switch (promo clip, 1984) 8. Nervous Shakedown (promo clip, 1984) 9. Fly On The Wall (promo clip, 1985) 10. Danger (promo clip, 1985) 11. Sink The Pink (promo clip, 1985) 12. Stand Up (promo clip, 1985) 13. Shake Your Foundations (promo clip, 1985) 14. Who Made Who (promo clip, 1986) 15. You Shook Me All Night Long (promo clip, 1985) 16. Heatseeker (promo clip, 1988) 17. That's The Way I Wanna Rock & Roll (promo clip, 1988) 18. Thunderstruck (promo clip, 1990) 19. Moneytalks (promo clip, 1990) 20. Are You Ready (promo clip, 1991)

acdcrocks.de

nach oben

Bild

bestellen

Afro-Cuban All Stars/Compay Segundo - Afro Cuban Legends

(Warner Vision/DVD auch VHS)
Seit Ry Cooders/Wim Wenders „Buena Vista Social Club“ (BVSC) erlebt die traditionelle kubanische Musik der Mitte des letzten Jahrhunderts weltweite Aufmerksamkeit. Diese DVD enthält gleich zwei bereits als VHS-Videos erschienene Musikfilme, die sich dem Genre widmen. In beiden sind Musiker zu bewundern, die schon im BVSC porträtiert wurden. So gibt es in „The Afro Cuban All Stars – Live in Havannna“ ein Wiedersehen mit Ibrahim Ferrer und Ruben Goncales. Neben Sequenzen aus einem Open-Air-Konzert in Kubas Hauptstadt erzählen die Künstler die Geschichte ihrer Musik seit den 40er Jahren.
Der 92-jährige Compay Segundo schart bei seinem Konzert im ausverkauften Pariser Olympia ebenfalls eine ganze Riege von aus dem BVSC bekannten Originalen um sich. Neben Evergreens wie Guantanamera darf selbstverständlich das von Szenenapplaus begleitete Chan Chan nicht fehlen. Schließlich ist das Stück ist so etwas wie die Erkennungsmelodie des BVSC geworden. Wer diesen mochte, wird auch von dieser DVD begeistert sein.

Länge: 106 Minuten
Bild: Afro Cuban All Stars 4:3 Letterbox/Compay Segundo 4:3 Full Frame
Ton: Engl./Span. Linear PCM Stereo/ Untertitel Englisch, Deutsch Spanisch und Französisch
Die DVD erscheint am 27. August 2001

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Direkte Titelanwahl, animiertes Menü, Diskographie (88-01), Biographie

DVD-Typ: 5
RG: 0
Ton: pcm Stereo; DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 38 Min.
VÖ-Datum: 1.9.2003

Alice Cooper – The Ultimate Clip Collection (Sonymusic)

Live ist Alice Cooper auf DVD bereits reichlich verewigt (Welcome to my Nightmare, Billion Dollar Babies, Brutally Live u.a.). Jetzt hat Sonymusic mit dieser neun Titel umfassenden Clip-Kollektion nachgelegt. Schon in den 60er Jahren unternahm Vincent Furnier seine ersten musikalischen Gehversuche. Den Durchbruch schaffte er als Alice Cooper dann in den frühen 70er Jahren mit Hits wie „School´s out“ und „Eighteen“. Seitdem gilt er wegen simulierter Enthauptungen und ähnlicher mehr oder weniger gruseliger Effekte auf der Bühne als Ikone unter den Schockrockern.

Seit 1988 musiziert Alice Cooper für das Sony-Label „Epic“ und so ist die ultimative Clip-Kollektion auch nur eine ultimative Sammlung der Jahre 1988 bis 2001 inklusive „Poison“ aber z.B. ohne „School´s out“. Mit „Poison“ startet dann auch das Programm, gefolgt von der Ballade „Only my Heart Talkin´“. Deutlich rockiger wird´s mit „Bed of Nails“, bevor „Feed my Frankenstein“ den Betrachter in „Wayne´s World“ entführt. Auf eine Achterbahnfahrt der albtraumhaften Art lädt das Video zu „Hey Stoopid“ ein. „I got a Line on You“ werden einige ältere Semester im Original der Band Spirit um Gitarrenlegende Randy California kennen. Zu sanften Mandolinenklängen wispert Horrorshouter Cooper anschließend „It´s me“ in das Mikrophon und zieht bei „Lost in America“ erneut das Tempo an. Zum Abschluss erinnert die Musik zur Rotlicht-Milieu-Story „Love´s a loaded Gun“ mit vielen Gitarren ein wenig an die späten Allman Brothers.

Die Soundqualität ist einwandfrei und kommt knackig rüber. Neben der pcm-stereo-Version steht ein dolby-digitaler Surround-Mix zur Verfügung. Beim Bild hingegen stört durchgängiges Rauschen und eine bestenfalls mittelprächtige Schärfe. In der Sektion „Extras“ gibt es eine Diskographie der Jahre 1988 bis 2001 und eine Biographie in deutsch und englisch. Die 38 Minuten Laufzeit siedeln die Scheibe eher in der Rubrik „DVD-EP“ an. Als Lowprice-Produkt in der Preisklasse einer Musik-CD konzipiert ist das Sonymusic aber durchaus bewusst und sollte es auch dem Fan sein.

Titelverzeichnis: 1. Poison 2. Only My Heart Talkin' 3. Bed Of Nails 4. Feed My Frankenstein 5. Hey Stoopid 6. I Got A Line On You 7. It's Me 8. Lost In America 9. Love's A Loaded Gun

 nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Alice in Chains – Unplugged (Sony)

Da sie aus Seattle kommen, war es in der ersten Hälfte der 90er Jahre unvermeidlich, dass Alice in Chains der Grunge-Welle zugeordnet wurden. Mit ihrer Musik hatte diese Zuweisung jedoch nicht allzu viel zu tun. Kreativste Schaffensphase waren die Jahre 1990 bis 1993. Aus dieser Bandepoche stammen auch die meisten der 13 Stücke der MTV-Unplugged Session vom 10.4.1996. Vor dem Gig hatte die Gruppe eine dreijährige Bühnenabstinenz hinter sich – teilweise bedingt durch Drogenprobleme von Sänger Layne Staley, der nicht zu unrecht den Auftritt mit einer Sonnenbrille beginnt.

Unter den Songs befinden sich so wunderbare Kompositionen wie „No Excuses“ und „Down in a Hole“, die nicht zuletzt durch den doppelstimmigen Gesang unter die Haut gehen. Der Sound wurde digital überarbeitet und liegt in dolby digital 5.1 und dolby stereo vor. Wie es sich für eine solche Session gehört, wirkt der Ton schön transparent und trennt die Instrumente sauber. Vor allem der akustische Bass gibt dem Sound einen angenehmen Groove. Die Bildqualität ist exzellent. In der TV-Ausstrahlung seinerzeit nicht zu sehen waren die Tracks „Angry Chair“, „Frogs“ und das damals aktuelle „The Killer is me“. Als Bonusmaterial bietet die DVD noch eine Diskographie und eine so genannte Timeline mit den wichtigsten Daten der Bandgeschichte. Empfehlenswert.

Tracklisting: Nutshell, Brother, No Excuses, Sludge Factory, Down in a Hole, Angry Chair, Rooster, Got me wrong, Heaven beside You, Would?, Frogs, Over now, The Killer is me

Extras: Timeline, Diskographie

Ton: Dolby Stereo, DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 73 Min.
VÖ-Datum: 3.2.2003
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Interviews, Biographie, Diskographie, Zugabe (One Way Out), Old Friend (Bonus Track), Fotogalerie

DVD-Typ: 9
RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1
dts, DD Stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 170 Min. (nur Konzert)
VÖ-Datum: 3.11.2003

Allman Brothers Band – Live At The Bacon Theatre (Sanctuary)

Nach der doch etwas enttäuschenden „Live at Great Woods“-DVD dürfte sich die Allman-Fan-Gemeinde die Finger nach dieser randvoll gepackten Doppel-DVD geleckt haben. Disc 1 zeigt Konzertmitschnitte von zwei der inzwischen schon zur Institution gewordenen Auftritte der Brothers im New Yorker „Bacon Theatre“. Am 25. und 26. März 2003 wurde dort aufgezeichnet. Insgesamt 21 Stücke und 170 Minuten Spielzeit – so kennt man Gregg Allman und Band seit nunmehr 34 Jahren. Die Band hat turbulente Zeiten mit personellen Veränderungen hinter sich, und so ist bei aller Kontinuität einiges anders geworden. Gründungsmitglied Dickey Betts schied im Unfrieden, dafür ist der großartige Warren Haynes wieder dabei. Der junge Derek Trucks an der Gitarre und Oteil Burbridge am Bass geben dem Sound eine etwas jazzigere Note – eine Richtung, die den Brothers jedoch nie fremd war und die auf dem neuesten Album „Hitting The Note“ zu hören ist. Nicht alle eingefleischten Fans haben diese Veränderungen akzeptiert. Zwar ist Derek Trucks kein Duane Allman und auch kein Dickey Betts. Und auch hat Gregg Allmans Stimme schon kräftiger geklungen – immerhin ist der Mann fast 60. Doch ist das, was hier zu sehen und zu hören ist ein durchaus frisches und mitreißendes Konzert mit inzwischen drei Generationen Allman Brothers Band auf der Bühne.

Fehlen verständlicherweise sämtliche Betts-Stücke wie „In Memory of Elisabeth Reed“, „Blue Sky“ und „Jessica“ auf der Setlist, so bleiben doch genügend absolute Klassiker von „Statesboro Blues“ über „Dreams“ bis hin zum obligatorischen Höhepunkt „Whipping Post“. Dazwischen sind einige Stücke vom neuen Album zu hören, von denen „Desdemona“ und das improvisationsfreudige „Instrumemental Illness“ recht bemerkenswert sind. Der Sound ist relativ gut und vermittelt eine schöne Live-Atmosphäre (DD 5.1, DD stereo, dts), das Bild bekommt dagegen nur ein „Befriedigend“, vor allem wegen einiger Digitalisierungsschwächen. Nichts Dramatisches, doch kommt es vor allem auf der psychedelischen Videoleinwand regelmäßig zu Blockbildungen und generell mangelt es an der Konturenschärfe etwas.

Disc 2 enthält die kompletten Extras. z.B. den als Zugabe gespielten Bonustrack „One Way Out“ und den in der Umkleide von Haynes und Derek Trucks auf akustischen Gitarren dargebotene Blues „Old Friends“. Das Interview-Special ist mit über 75 Minuten Laufzeit sehr üppig. Die einzeln anwählbaren Kapitel wie „Rebirth“, „Sound“ „Roots“ und New Growth“ lassen ahnen, worum es darin geht. Themen sind u.a. die Spannungen der letzten Jahre, die Neugruppierung der Band und das wieder gewonnene positive Bandgefühl. Positiv ist auch das Fazit zu dieser Doppel-DVD, denn die Allmans sind live immer ein Erlebnis.

Tracklisting: Ain't Wastin' Time No More, Black Hearted Woman, Statesboro Blues, Woman Across the River, A Change Is Gonna Come, Maydell, Come & Go Blues, Rockin' Horse, Desdemona, Don't Keep Me Wondering, Midnight Rider, Soulshine, High Cost of Low Living, Leave My Blues at Home, Old Before My Time, The Same Thing, Melissa, Instrumental Illness, Worried Down with the Blues, Dreams, Whippin' Post, One Way Out (encore) + “Old Friend” (akustisch)

 nach oben

Bild bestellen
America in Concert – Ohne Filter (InAkustik; DVD)

Neben den Musik-TV-Klassikern der 60er und 70er Jahre Beat-Club und Musikladen gibt InAkustik in loser Folge Livekonzerte aus der Reihe "Ohne Filter" vom Südwestfunk heraus. Zu den Highlights der Sendung, die seit 1983 bekannte Künstler des Blues, Rock und Jazz präsentiert, dürfte das 1999er-Konzert der Folk-Rock-Truppe America zählen. Gerry Beckley, Dewey Bunnell und Co. präsentieren darin eine Mischung aus neuen und alten Stücken. Unter letzteren sind natürlich die Top-10-Erfolge der Siebziger "A Horse with no Name", "Sister Golden Hair" und "Ventura Highway" vertreten.

Wer gitarrenorientierten Rock im Stile von Crosby, Stills & Nash mag, kann sich getrost auf dieses Konzert einlassen. Besonders überzeugend ist der Klang, der für eine Fernsehproduktion als PCM Stereo- und Dolby Digital 5.1-Version außergewöhnlich brilliert. Die Bildqualität ist ebenfalls OK und das Bonusmaterial anständig. Es gibt zusätzlich zum Konzert ein Interviewe mit Ohne-Filter-Produzent Michael Au, eine Band-Biographie sowie eine Übersicht über alle Ohne-Filter-Konzerte.

Playlist: Riverside, Ventura Highway, You can do Magic, Daisy Jane, Three Roses, Pages, Wheels are tuning, Tin Man, Only in your Heart, Lonely People, Last Unicorn, From a moving Train, Sandman, Sister Golden Hair, A Horse with no Name

Bonusmaterial: Bandbiographie, Alphabetisches Bandverzeichnis, Interview mit Produzent Michael Au, Untertitel in Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Französisch.

Länge: 60 Minuten
Region: 0
Ton: DD 5.1, Dolby Pro Logic 2 PCM Stereo
Bild: 4:3 Fullframe
Veröffentlichung: November 2001
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras13 Fortress Europe (Bonus-Video) 14 1000 Mirrors (Bonus-Video) 15 Charge (Bonus Live Video: Rockpalast Germany 07/03) 16 Free Saptal Ram (Bonus Live Video: Rockpalast Germany 07/03) 17 Dhol Rinse (Bonus Live Video: Paleo Festival Switzerland 07/03) 18 EPK (Bonus ADF Dokumentation) 19 Foto Galerie (Bonus Foto) 20 Foto Galerie Live-Tour (Bonus Fotos)

DVD-Typ: 9
RG: 0
Ton: Dolby Digital 5.1 (Konzert); pcm Stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 62 Min. (Live); 43 Min. (Bonus)
VÖ-Datum: 27.10.2003

Asian Dub Foundation – Live Tour 2003 (Virgin)

Bob Marley, Ravi Shankar, Sven Väth, Cypress Hill und Carlos Santana treffen sich zu einer Jam Session. Vielleicht lässt sich der musikalische Schmelztigel „Asian Dub Foundation“ so am besten beschreiben. Seit Mitte der 90er Jahre aktiv hat sich das Kollektiv inzwischen einen hervorragenden Ruf als Liveband erspielt. Der Beweis liegt nun als Tour-DVD vor, deren Kern ein Konzertmitschnitt aus dem französischen Belfort ist, wo die ADF im Juli beim Eurockeennes Festival gastierte. Hypnotisierende Musik und ein Konzertpublikum in permanenter Bewegung – das ist Livefeeling.

Die zwölf Stücke stammen zumeist vom aktuellen Album „Enemy of the Enemy“, darunter die kraftvolle Single „Fortress Europe“ die im Bonus-Material auch als Videoclip anzuschauen ist. Beim zweiten eher melancholisch anmutenden Video (1000 Mirrors) hat Sinead O´Connor einen Gastauftritt als Sängerin. Weiteres aktuelles Livematerial ist bei den Extras ebenfalls zu finden. „Charge“ und „Free Saptal Ram“ entstammen dem diesjährigen Rockpalast-Auftritt und das instrumentale „Dhol Rinse“ zeigt die Band beim Paleo Festival im Schweizer Nyon. Zwei Foto-Galerien und die zwanzigminütige „ADF Documentary“ (ADF über ADF) runden die Scheibe im wahrsten Sinne des Wortes ab. Die Bildqualität ist gut, der Sound erstklassig. Wuchtige Bässe und transparente Höhen bieten die komplette Klangpalette. So stellt sich im Wohnzimmer ein nachvollziehbares Konzert-Gefühl ein.

Tracklisting: 01 Cyberabad 02 Blowback 03 2 Face 04 Taa Deem 05 Fortress Europe 06 New Way New Life 07 Rise To The Challenge 08 Assata Dub 09 Enemy Of The Enemy 10 La Haine 11 Naxalite 12 Rebel Warrior

 nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Atomic Rooster – Masters from the Vaults (Classic Rock)

Atomic Rooster – das war in erster Linie Orgel-Virtuose Vincent Crane. Aus seiner Feder stammt der Welthit „Fire“, den er 1968 an der Seite von „Madman“ Arthur Brown hatte. Im Jahr darauf gründete Crane gemeinsam mit Drummer Carl Palmer die Hardrockband Atomic Rooster. In ständig wechselnder Besetzung hatten die „Roosters“ sogar einige Top-10-Hits in England. Optisch und akustisch dominant waren Crane und seine Hammondorgel, wovon sich der Betrachter des vorliegenden TV-Konzerts eindrucksvoll überzeugen kann. Die Leadgitarre – gewöhnlich das markante Instrument im Hardrock – führt hier nur ein Schattendasein. Auf einen Bassisten hat die Band gleich ganz verzichtet. Dafür ergänzt in dieser Phase das Trio kein geringerer als der vormalige Colosseum-Sänger Chris Farlow.

Das halbstündige Konzert wurde 1972 vom Belgischen Fernsehen ausgestrahlt. Die Kulisse bildet ein spärlich eingerichtetes Studio ohne Publikum. Die Musik steht ganz im Mittelpunkt – keine Showeinlagen, keine sonstigen Gimmicks. Der Sound ist digital überarbeitet und liegt im dolby digital 5.1-Format vor. Klar, dass hier dennoch keine High-End-Werte zu erwarten sind. Das gilt auch für das Bild, bei dem die Farben mit der Zeit einigermaßen verblasst sind. Die Produzenten haben jedoch offenbar aus beidem – Bild und Ton – das bestmögliche herausgeholt. Die fünf gespielten Songs sind nicht über das Menü direkt ansteuerbar, nur innerhalb des Films. Zu dem 30-minütigen Konzert kommt ein 16-minütiger Promofilm über die Reihe „Masters from the Vaults“ und ein Vorgeschmack auf weitere Titel aus dem „Classic Rock“-Sortiment. Fans so genannter progressiver Rockmusik der frühen 70er kommen mit dieser DVD voll auf ihre Kosten. Überhaupt ist die „Masters“-Reihe ein Glücksfall für Rockfreunde, da hier äußerst rare Aufnahmen auf DVD veröffentlicht werden, die Sammlern Zugang zu Interpreten jenseits des Bekanntheitsgrades der Stones und von David Bowie verschaffen. Schade nur, dass die Spielzeit von 30 Minuten sehr kurz ist. Aber mehr wurde den „Rockexoten“ vor 30 Jahren im TV leider nicht eingeräumt. Dafür ist die Scheibe meist sehr günstig zu haben.

Tracklisting: Breakthrough, Black Snake, A Spoonful of Bromid Helps the Pulse Rate Go Down, Can´t find a Reason, The Rock

Extras: Masters from the Vaults (16 Minuten), Classic Rock Showcase (43 Minuten)

Ton: DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 89 Minuten; Konzert: 30 Min.
VÖ-Datum: 3.2.2003
nach oben

Bild Bad Religion – The Riot (In-Akustik/ DVD)

Richard White ist Punk-Fan der ersten Stunde. Und seit den frühen 80er Jahren filmt er die Konzerte seiner Favoriten, allen voran Bad Religion. Sie nahm er die Band auch am 15. Oktober 1988 mit seiner VHS-Videokamera in Devonshire Downs auf. Was gemeinhin als Bootleging unerlaubt ist, erfährt hier im Nachhinein seine Würdigung in Form einer offiziellen DVD-Veröffentlichung – ganz legal. Sicher ist das Amateurvideo und der bescheidene Sound nichts für High-End-Liebhaber. Doch hier geht es um Punk-Rock und um eine Punk-Legende.

Deshalb dürfte kein Fan dieses Genres und erst recht kein Anhänger von Bad Religion um dieses Dokument herumkommen. So viel zur Musik. Im Grunde genommen geht es in diesem Video aber um etwas, das nur am Rande mit Musik zu tun hat. Regisseur White wurde im Dezember 1990 - diesmal ganz offiziell - eingeladen, Bad Religion während eines Konzerts in einem Kino in Lovely (Nord Hollywood) zu filmen. Immerhin ist der Soundcheck (21st Century Schizoid Man) auf Film gebannt.

Zu dem eigentlichen Konzert kam es dann nicht mehr. Die Feuerwehr hat den Gig aus Sicherheitsgründen abgesagt, woraufhin die Fans das Kino verwüsteten und für weitere Unruhen in den Straßen sorgten. White hielt die Unruhen mit seiner Kamera fest und die ABC World News strahlten seine Bilder rund um den Globus aus. Damit erreichten Bad Religion einen ungeahnten Bekanntheitsgrad, ohne eine Note gespielt zu haben... Für Punkfans ein äußerst interessantes Dokument.

Playlist: We´re only gonna die, Part III, Part II, Damned to be free, How much is enough, Doin´ Time, You are the Government, Yesterday, Land of Competition, Bad Religion, Politics, Fuck Armageddon, Voice of God is Government, Frogger, Drastic Action, When, 21st Century Digital Boy

Bonusmaterial:
Kommentar des Regisseurs, Bandbiographie, Backstagematerial

Länge (Konzert): 55 Min.
DVD 5
Regionalcode: 0
Ton: DD Stereo
Bild: 4:3 Vollbild
Veröffentlichungstermin der DVD: 7/2001

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Syd Barrett – Syd Barrett´s first Trip (Limited Edition; In-Akustik/DVD)

Diese DVD bietet Pink Floyd Fans und Verehrern ihres kongenialen Kopfes der frühen Tage – Syd Barrett – bisher unveröffentlichtes Dokumentarmaterial. Dabei haben wir es hier mit einer sicher in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Musik-DVD zu tun. 1. Es gibt keine Musik von Syd Barrett oder Pink Floyd. 2. Das ganze Ereignis dauert insgesamt 15 Minuten. Zu sehen sind zwei kurze Dokumentarsequenzen, die in den Jahren 1966 und 1967 auf 8 mm Film gebannt wurden.

Im ersten Teil ist der junge Barrett während eines Pilztripps zu sehen. Der zweite Abschnitt zeigt die Bandmitglieder von Pink Floyd nach der Unterzeichnung ihres ersten Plattenvertrages bei EMI Records im April 1967. Die historischen Aufnahmen sind seinerzeit ohne Ton gedreht worden. Die nachträglich dazu gemischte Hintergrundmusik stammt von Dilate. In-Akustik scheut sich auch mit dieser in Canada von „Music Video Distributors“ herausgebrachten Scheibe nicht, recht Ungewöhnliches und Unkommerzielles auf den deutschen Markt zu bringen. Auf eine Bild- und Ton-Bewertung können wir aus nachvollziehbaren Gründen verzichten.

DVD 5
RG: 0
Länge: 15 Minuten
Bild: 4:3 Pal
Veröffentlichung: Oktober 2001
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

The Pink Floyd & Syd Barrett Story (Icestorm)

Er galt und gilt noch immer als eine der schillerndsten und interessantesten Persönlichkeiten der Rockgeschichte, auch wenn sein Erfolg mit Pink Floyd nur von kurzer Dauer war. Tragisch, dass mit Erscheinen des für die Rockmusik wegweisenden ersten Floyd-Albums der Abstieg des Syd Barrett begann. Freunde und Kollegen, die in dieser Dokumentation zu Wort kommen, sind sich nahezu einig, dass eine Überdosis LSD den genialen Songschreiber, Sänger und Gitarristen aus der Bahn und bald auch aus der Band geworfen hat.

Die Doku schildert in Interviews und historischen Aufnahmen die Geschichte von Syd Barrett und die Anfangstage von Pink Floyd. Die ehemaligen Bandkollegen kommen ebenso zu Wort wie zum Beispiel Schlagzeuger Jerry Shirley (Humble Pie), mit dem Barrett seine Soloplatten eingespielt hat, und Barret-Fan Graham Coxon von Blur. Einige der Weggefährten und Anhänger spielen insgesamt drei Barrett-Songs, darunter das Spätwerk „Dominoes“. Ansonsten gibt es keine ausgespielten Songs, jedoch Ausschnitte aus Promo-Clips und Live-Auftritten – wie z.B. aus dem Video „Pink Floyd 1966/67“. Angespielt werden darüber hinaus einige sehr seltene Kompositionen, die damals aus kommerziellen Gründen nicht veröffentlicht wurden.

Die 70-minütige BBC-Dokumentation ist ebenso informativ wie kurzweilig. Die optionalen Untertitel sind zudem ein hilfreiches Feature, das leider nicht jede Musikdokumentation vorweisen kann. Im Bonusmaterial finden sich die erwähnten akustischen Livedarbietungen der Barret-Songs und unveröffentlichte Interviewpassagen mit David Gilmour und Roger Waters. Zudem ist eine Biographie in mehreren Sprachen – u.a. in deutsch nachzulesen. Die Bildqualität ist ordentlich, auch der Ton – sogar in dts, obwohl es auf den Sound wegen des hohen Wortanteils nicht sonderlich ankommt.

Extras: direkte Kapitelanwahl, 3 akustische Songs, Interviewmaterial mit Gilmour und Waters, Untertitel in französisch, niederländisch, spanisch, deutsch und katalanisch, Biographie in denselben Sprachen

Ton: DD 5.1, dts 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 70 Min.
VÖ-Datum: 24.3.2003
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Dokumentation/Interview mit Bernd Noske, Discographie

DVD-TYP: 9
RG: 0
Bild: 4:3
Ton: DD 2.0, DD 5.1
Laufzeit: 135 Minuten
VÖ-Datum: 24. Oktober 2005

Birth Control – History (Aviator)

So war das also mit Hugo Egon Balder und Birth-Control. Hätten Hugos Eltern dem heutigen TV-Matador im Jahr 1968 nicht verboten, mit seiner Band im Libanon zu touren, dann wäre womöglich er die Ikone von Birth Control geworden und nicht „Nossi“. Aber so kam es anders: Balder verließ die hoffnungsvolle Berliner Beat-Band und die Zeit von Bernd Noske und Co. brach an. Diese und andere Anekdoten gibt „Nossi“ persönlich auf der ersten Birth Control DVD mit dem Titel „History“ zum Besten. Manche Highlights gibt es da zu berichten wie z. B. den ungebremsten Aufstieg in den frühen siebziger Jahren aber auch Tragisches wie den Tod des langjährigen Gitarristen Bruno Frenzel. Doch gibt es selbstverständlich nicht nur die erzählte Bandgeschichte, sondern auch eine Menge Musik in Bild und Ton.

Dabei ist das Juwel der Kollektion im Bonusmaterial zu finden. Denn hier ist zum allerersten Mal seit 1971 die Performance von „The Work is done“ aus dem Beat-Club zu bewundern, damals von Uschi Nerke fälschlicherweise als „Gimme Shelter“ anmoderiert. Ganz charmant und unfreiwillig komisch ist der Ausschnitt aus dem Ingrid-Steeger-Streifen „Groupie“ von 1970, in der die Band wohl das erste Mal filmisch erfasst wurde. Darüber hinaus bieten die Bonustracks einige weitere TV-Auftritte aus den späten 70ern, u. a. aus „Rockpop“ sowie den Clip zur 1990er-Edition von „Gamma Ray“, dem größten und einzigen wirklichen Hit der Gruppe.

Der eigentliche Hauptteil der DVD ist ein Konzert der nach längerer Pause wieder formierten Band aus dem Jahr 1996. Neben Bernd Noske ist dort der inzwischen verstorbene Horst Stachelhaus am Bass zu bestaunen. Soundtechnisch ist der Mitschnitt erstaunlich gut, was man vom Bild nicht behaupten kann. Zwar wurde mit mehreren Kameras gefilmt, doch ist das Resultat wohl am ehesten als semiprofessionell zu bezeichnen. Sowohl was die Kameraführung als auch die Bildqualität angeht. Man muss der Aufnahme allerdings zugute halten, dass 1996 noch niemand an eine DVD-Veröffentlichung gedacht hat und das Ganze eher für den internen Gebrauch vorgesehen war. Für Birth Control Fans ist es aber allemal interessant. Für bildtechnisch anspruchsvolle Rockfreunde lohnt sich der Kauf allein wegen der Beat-Club-Rarität.

Zu den Vorzügen dieser DVD, die in der Reihe „Krautrock Classics“ von Aviator Entertainment erschienen ist, gehört ein schönes 16-seitiges Booklet, das die komplette illustrierte Bandhistorie enthält und ein nett gestaltetes Menü. Nicht allein dadurch fällt die liebevolle Zusammenstellung auf, die vor allem der Arbeit von Eckhard Gallus zu verdanken ist, der die Band seit vielen Jahren nicht nur mit der offiziellen Fanpage birth-control.de unterstützt.

Tracklisting (Live 1996): 01 The Work Is Done 02 Call Me 03 Trial Trip 04 Back From Hell 05 The Sperminator_s Lost Battle 06 I Set My Mind On Vacation 07 Jungle City 08 Valley Of Darkness 09 The Sperminator Strikes Back 10 Gamma Ray 11 Preacherman

Bonustracks: 12 No Drugs 13 The Work Is Done (Beat-Club Version) 14 Skatebooard Sue 15 We All Thought We Knew You 16 Last Survivor 17 Pick On Me

nach oben

Bild

Bild

Björk – Unplugged/Live at Cambridge/Live at Shepherds Bush

"Volumen" war in 2000 die erste DVD-Veröffentlichung von Björk. Es folgten die DVD-Singles zu "Hidden Place" und zuletzt "Cocoon". Nun hat Polydor etwas ganz ungewöhnliches getan, nämlich gleich drei Live-DVDs mit insgesamt vier Konzertvideos gleichzeitig veröffentlicht. Das ganze nennt sich "The Live DVD Series" und so ähneln sich alle drei Cover auch im Stile einer Reihe. Die Aufmachung ist genau wie die Ausstattung jeweils recht spartanisch gehalten, d.h. auf ausführliche Infos und Bonusmaterial wird gänzlich verzichtet. Die Scheiben bieten lediglich den Komfort der direkten Titelanwahl. Der Ton ist durchweg in stereo, das Bild im 4:3-Format. Inhaltlich dokumentieren die drei DVDs Björks Schaffensphase vom Beginn ihrer Solokarriere bis Ende der 90er Jahre – an Alben orientiert von "Debut" bis "Homogenic". Für Björk-Fans sind sicher trotz der mageren Austattung alle drei Scheiben verbindlich. Wer sich eine aussuchen will, dem sei „Live at Cambridge“ ans Herz gelegt, nicht zuletzt wegen der größten kreativen Spanne.

Bjoerk – MTV Unplugged / Live N Loud bestellen

Diese Veröffentlichung beinhaltet zwei komplette MTV Auftritte – beide 1994 während der Promotion zu Björks erstem Album „Debut“ aufgenommen. Interessanter wegen seiner ideenreichen Umsetzung ist die Unplugged-Session. So interpretiert Björk ihre Musik hier zum Teil mit der Unterstützung orientalischer Instrumente, mit Jazz-Bläsern oder auch einfach von einer Harfe begleitet. Die Bild-Ästhetik von „Live & Loud“ erinnert dagegen an einen Videoclip. Der Sound ist bei beiden Konzerten OK, die Bildqualität unterschiedlich. Bei Unplugged überlagern teilweise leichte Querstreifen das Bild.

Playlist MTV Unplugged: Human Behaviour, One Day, Come To Me, Venus As A Boy, Big Time Sensuality, Violently Happy, Crying, Like Someone In Love, Aeroplane, Anchor Song

Playlist MTV Live N Loud: You´ve Been Flirting Again, Isobel, Human Behaviour, Bachelorette, Joga, Pluto

Laufzeit:65 min
Region 0
DVD-Typ: 5
Bild: 4:3
Ton: Dolby Digital 2.0
VÖ: 21.05.2002

Bjoerk – Live At Shepherds Bush Empire bestellen

Das Konzert vom Ende der „Post“-Tour im Shepherds Bush Empire am 27. Februar 1997 wurde bereits auf VHS veröffentlicht. Die Show wurde mit acht Kameras im 4:3 Bildformat gefilmt. Interessant zu erwähnen ist die Instrumentierung. Anders als bei „Unplugged“ oder „Cambridge“ kommt Björk bei diesem Konzert mit Keyboards, Drums, Mischpult und Akkordeon! aus. Die Bildqualität rangiert, was die Schärfe angeht, irgendwo im Mittelfeld, der Sound ist ebenfalls nicht überragend. Dafür ist die Performance allemal sehenswert.

Playlist: Headphones, Army Of Me, One Day, The Modern Things, Venus As A Boy, You´ve Been Flirting Again, Isobel, Possibly Maybe, I Go Humble, Big Time Sensuality, Hyperballad, Enjoy, Human Behaviour, Anchor Song, I Miss You, Crying, Violently Happy

Laufzeit:76 min
Region 0
DVD-Typ: 5
Bild: 4:3
Ton: Dolby Digital 2.0
VÖ: 21.05.2002

Björk Live At Cambridge bestellen

Für mich die interessanteste der drei Veröffentlichungen, nicht nur weil das Konzert vom 2. Dezember 1998 bisher gänzlich unveröffentlicht und ungesendet ist. Bild und Ton sind gut – eine Steigerung zu den beiden anderen Scheiben. Die Inszenierung mit dem isländischen Streicher Oktett sowie Mark Bell ist – wie von Björk gewohnt – bemerkenswert. Die Kombination „Klassik“ und Elektronik“ passt eben sehr gut zur Musik der kleinen Isländerin.

Playlist: Hunter, Come To Me, All Neon Like, You´ve Been Flirting Again, Isobel, Immature, Play Dead, Alarm Call, Human Behaviour, Bachelorette, Hyper Ballad, Pluto, Anchor Song

Laufzeit:66 Min.
Region 0
DVD-Typ: 5
Bild: 4:3
Ton: Dolby Digital 2.0
VÖ: 21.05.2002

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Björk – Vespertine live at the Royal Opera House (Polydor)

Wenn es eine Musikerin gibt, bei der man nie weiß, was als nächstes kommt, dann ist es Björk. Und so hat sie auch mit ihrer CD „Vespertine“ überrascht und tut es genauso mit der gleichnamigen DVD. Das Konzert – gefilmt am 16. Dezember 2001 im Londoner Royal Opera House – ist gewohnt ungewöhnlich, wenn es so etwas gibt. Die traditionellen Hörgewohnheiten werden auf den Kopf gestellt und dennoch steckt viel Tradition in dieser Musik, die sehr ruhig bis sakral anmutet. Erwartungsgemäß bilden die Stücke des „Vespertine“-Albums den Kern, angereichert mit älteren Songs.

Die Begleitung übernahm das IL Novecento Orchestra unter der Leitung von Simon Lee. Für den Hintergrundgesang sorgte ein Inuit-Frauenchor. Dazu kommen elektronische Klänge und Zeena Parkins Harfe – bei diesem Konzert das dominante Instrument. Der Klang ist schön transparent und analytisch, so dass die einzelnen Instrumente sauber herauszuhören sind. Die Bildregie liefert – passend zur Musik – recht ungewöhnliche Optiken in mit ständigen Wechseln von Nahaufnahme und Totale. Nur die Bildqualität hält qualitativ nicht mit und zeigt eher ein durchschnittliches Level mit einigermaßen grober Auflösung, die nicht künstlerisch gewollt ist. Das Bonusmaterial bietet Impressionen von der „Vespertine“-Welt-Tour sowie Björk und ihre musikalische Begleitung in Interviews. „Vespertine live“ ist insgesamt nun schon die fünfte DVD aus der Björk-„Live DVD Series“, die vierte allein in diesem Jahr. Folgen wird im Dezember die sechste: „Greatest Hits“.

Tracklisting: Frosti, Overture, All is full of Love, Aurora, Undo, Palmstroke, An Echo, A Stain, Hidden Place, Cocoon, Unison, Harm of Will, It´s not up to You, Pagan Poetry, Possibly Maybe, Isobel, Hyperballad, Human Behaviour, Joga, It´s in our Hands

Extras: Tour-Doku mit Matmos, Zeena Parkins, Simon Lee und dem Inuit-Chor

Format: DVD 9
Ton: stereo, DD 5.1
Bild: 4:3
Laufzeit: 95 Min.(Konzert); 30 Min. (Bonus)
VÖ-Datum: 18.11.2002

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Black Sabbath – Never Say Die (Sanctuary)

Das 1997er Revival – dokumentiert auf der „Last Supper“-DVD – ist nicht die erste Wiederbelebung von Black Sabbath. Bereits 1977 hatte sich Ozzy von seinen drei Bandkollegen getrennt. Ein Jahr später gingen die vier dann noch einmal auf Tour, bevor 1979 das Aus für das Original-Line-up kam. „Never Say Die“ ist ein Mitschnitt eines der Konzerte dieser 1978er Reunion-Tournee. Ort war das Londoner „Hammersmith“-Odeon. Noch einmal boten Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward ihrem treuen Publikum die komplette Erfolgspalette inklusive „War Pigs“, „Iron Man“ und natürlich „Paranoid“.

Zwar gibt es einige Livemitschnitte der ersten Black-Sabbath-Besetzung – z.B. Paris 1970 und Don Kirshner´s Rock Concert – doch ist nur „Never say die“ als offizielles Video erschienen und somit einem breiteren Publikum zugänglich gewesen. Die Veröffentlichung als DVD wird nun auch diejenigen Fans freuen, die befürchten mussten, dass ihr altes VHS-Band eines Tages den Geist aufgibt oder es schon getan hat. Die Bildqualität ist relativ gut, der Sound dagegen relativ bescheiden. Aus jenen Jahren gibt es durchaus bessere Tonaufzeichnungen. Dennoch lohnt die Anschaffung, da es sich um eine historische Konzertaufnahme handelt, bei der die Stücke zum Glück alle ausgespielt werden. Bei „The Last Supper“ war dies leider nicht so. Extras bietet die DVD außer der direkten Titelanwahl und zwei Tonversionen (Dolby Digital 5.1-Mix und stereo) nicht.

Tracklist: 1. Symptoms of the Universe 2. War Pigs 3. Snowblind 4. Never say die 5. Black Sabbath 6. Dirty Woman 7. Rock and roll Doctor 8. Electric Funeral 9.Children of the Grave 10. Paranoid

Extras: Direkte Titelanwahl

Region: 0
Ton: DD 5.1; PCM 2.0
Bild: 4:3
Laufzeit: 60 Min.
VÖ-Datum: 3.3.2003

nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Black Sabbath – The Last Supper (Sony)

Das letzte Abendmahl nennt sich diese DVD, die Sony zum “Nice Price” jetzt noch einmal herausbringt. Und zum voraussichtlich letzten Ma(h)l hatten sich wohl auch Ozzy, Geezer Butler, Toni Iommi und Bill Ward – das Original-Line-up Ende der 90er Jahre zusammengetan, um gleich mehrere Fangenerationen live zu begeistern. Das Endprodukt bietet wohl klanglich das Beste, was es von den Vieren auf Ton- bzw. Bildträger gibt. Doch irgendwie müssen die Produzenten übersehen haben, welche Möglichkeiten eine DVD in sich birgt. Sonst hätten sie nicht die unbestritten interessanten und amüsanten Interviewsequenzen mitten in die Songs gehauen.

Eine gute Alternative wäre gewesen: Songs separat ansteuerbar, Interview separat ansteuerbar und wahlweise alles gemixt als Konzert-Dokumentation. Besonders schade ist die gewählte Variante vor allem deshalb, weil die Songauswahl wirklich gelungen ist. Neben den verpflichtenden Hits wie „Paranoid“, „N.I.B“, „Iron Man“ bekommt man eine Reihe von Klassikern aus den Anfangstagen zu sehen, die zu den stärksten Stücken der Band zählen, Beispiel: „Fairies Wear Boots”. Die Stücke sind aus insgesamt sechs Konzerten zusammengestellt, die Ozzy und Co. während ihrer Reunion-Tour in den USA gegeben haben. Außer dem Interview im Hauptteil der DVD findet sich noch eine kurze Sequenz, in der Sabbath-Fan Henry Rollins im Gespräch mit seinen Vorbildern zu sehen ist. Eine Bandbiographie und –Diskographie komplettieren die Specials.

Tracklisting: 01 War Pigs 02 N.I.B. 03 Electric Funeral 04 Fairies Wear Boots 05 Spiral Architect 06 Into The Void 07 Sweet Leaf 08 Snowblind 09 After Forever 10 Dirty Women 11 Black Sabbath 12 Iron Man 13 Paranoid (Ozzy & Tony Backstage/Video) 14 Children Of The Grave 15 Paranoid

Extras: Biographie, Diskographie, Interview mit Henry Rollins

Ton: pcm stereo, DD 5.1.
Bild: 4:3
Laufzeit: 120 Min.
VÖ-Datum: 3.2.2003
nach oben

Bild

bei Amazon bestellen

Extras: Direkte Titelanwahl

DVD-TYP: 5
Region: 0
Ton: Dolby Stereo
Bild: 4:3
Laufzeit: 74 Min. (Konzert = 46 Min)
VÖ-Datum: 21.04.2006

Extras: Spencer Davis - I'm A Man Video; Traffic - Hole In My Shoe Video; Cream - I'm So Glad Video; Photo Gallery: Set To The Sounds Of "Well All Right"; Discography of each of the band members pre 1969

Blind Faith – London Hyde Park 1969 (Sanctuary)

"Superstars in Concert" nennt sich eine Zusammenstellung mehr oder weniger rarer Rockmusikclips aus den siebziger Jahren, die schon in den achtziger Jahren auf VHS erschienen ist. Darauf war mit "Do What You Like" zum ersten Mal ein Stück des Hyde Park Konzerts von Blind Faith zu sehen und zu hören. Doch vor allem die Tonqualität ließ seinerzeit arg zu wünschen übrig. Und der Umstand dass lediglich ein Song zu bewundern war, warf die Frage auf: Was ist mit den restlichen acht Stücken passiert? Nach Jahrzehnten des Wartens lautet die Antwort heute: Das komplette Konzert hat die Jahre einigermaßen unbeschadet überstanden und erscheint in restaurierter Tonqualität auf DVD. Da schlägt das Rockmusikherz höher, zumal Bild- und Tondokumente der vier genialen Musiker – angesichts der sehr kurzen Lebensdauer des Quartetts – nicht gerade üppig gesät sind. Die Bilqualität ist angesichts des Alters nicht optimal, kann sich aber messen mit den Aufnahmen des Stoneskonzerts, das einen Monat später an gleicher Stelle stattfand. Der Ton dürfte sogar noch etwas besser sein. Alle Instrumente sind gut herauszuhören und sowohl Bässe wie auch Höhen kommen gut rüber. Eric Clapton und Ginger Baker hatten einige Monate zuvor das Kapitel Cream abgeschlossen, Steve Winwood war zwischenzeitlich bei Traffic ausgestiegen und Bassist Ric Grech hatte den Dienst bei Roger Chapman´s Family quittiert. Die neu entstandene Band wurde von der Musikpresse kurzerhand als "Supergruppe" tituliert und hatte am 7. Juni 1969 vor 100.000 Fans im Londoner Hyde Park ihren ersten Auftritt. Gespielt wurde die komplette Debut-LP, die erst kurz darauf erschien sowie einige weitere Stücke, darunter das Rolling Stones Cover "Under My Thumb". Eingeleitet wird das Konzert auf der DVD von einem 12-minütigen Rückblick auf das bisherige Schaffen der vier Musiker. Sowohl diese Doku als auch die folgenden neun Songs sind einzeln anwählbar. Drei Stücke – "Hole in My Shoe" von Traffic (Clip), "I´m A Man" von der Spencer Davis Group (Clip) und "I´m So Glad" (Live) gibt es zusätzlich im Bonusmaterial. Dazu kommt eine Diskographie mit Platten-Veröffentlichungen bis zur Blind Faith Gründung und ein dazu passender musikalischer Stammbaum. Zu den Tönen von "Well Alright" ist zu guter Letzt noch eine Fotoslideshow enthalten. Zwar ist das komplette Programm mit 74 Minuten nicht allzu lang geraten – doch wen stört´s angesichts der Erstveröffentlichung dieses historischen Mitschnitts.

Tracklist: 1. Well All Right 2. Sea Of Joy 3. Sleeping In The Ground 4. Under My Thumb 5. Can't Find My Way Home 6. Do What You Like 7. Presence Of The Lord 8. Means To An End 9. Had To Cry Today

nach oben



Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!